Pfänderstraße

1.011 m, Allgäuer Alpen, Bregenzer Ach/Bodensee

Eine schmale Bergstraße führt vom Bodensee bei Lochau in Südostrichtung über den Lochauer Ortsteil Am Vögel (841 m) und das oberste Tannenbachtal aufwärts zum Gipfelbereich des Pfänders, des Hausbergs von Bregenz, auf den aus dem Stadtgebiet eine Seilbahn führt.

Foto: MyriamThyes; Blick aus der Pfänderbahn auf die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz und den Bodensee

Die schmale Passstraße passiert knapp nördlich des Gipfels die Kammhöhe, verläuft danach in Nordrichtung am Ostabhang des Fürberges entlang der oberen Talränder des Rickenbachtales und des Kesselbachtales, dreht nach dem Weiler Hinteregg (950 m) in Westrichtung, passiert an der Einsattelung zwischen Fürberg und Trögerhöhe neuerlich die Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach und erreicht den Oberlauf des direkten Bodenseezuflusses Ruggbach, dem sie abwärts über Eichenberg (793 m) folgt und wieder nach Lochau zurückkehrt.

Oberhalb von Eichenberg zweigt in Nordrichtung eine über Lutzenreute nach Mögers ins Riedbachtal führende Straße ab, die am Übergang Weienried in die höherrangige von Leutenhofen in die bayerische Grenzortschaft Scheidegg führende Straße einmündet.

Wasserscheide  Bregenzer Ach Bodensee
Abflüsse  Kesselbach/Rotach und Rickenbach – Bregenzer Ach – Bodensee – Rhein Tannenbach und Ruggbach – Bodensee – Rhein
Mündung  Atlantik
© hikr/Jackthepot
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach bis
Pfänderstraße Die Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach verläuft über den Fürberg (1.044 m, im Bild oben) und die Trögerhöhe (1.039 m), tritt nach dem Tatzen (1.024 m) nach Deutschland (Freistaat Bayern) über und verläuft über das Wasserscheideplateau von Scheidegg, ab wo sie zur Trennlinie zum Einzugsgebiet des deutsch/österreichischen Grenzflusses Leiblach wird, der nördlich von Bregenz bei Lochau in den Bodensee mündet.

Als Bregenzer Ach/Leiblach-Wasserscheide verläuft sie über Lindenberg bis Heimenkirch (Quellgebiet der Leiblach), wird nach Riedhirsch, wo jenseits des Bregenzer Ach-Gebietes das Einzugsgebiet der Leiblach endet und jenes der Argen beginnt, zur Bregenzer Ach/Argen-Wasserscheide, passiert als solche Simmerberg, Oberreute und die Passhöhe Paradies und erreicht im Gemeindegebiet von Oberstaufen die Europäische Kontinentalwasserscheide (siehe deren bereits erfolgte Verlaufsbeschreibung im Vorkapitel Abgrenzung des Rheingebietes), da dort jenseits des Bregenzer Ach-Gebietes das Einzugsgebiet der Argen endet und jenes der Donau (über die Iller) beginnt. Sie folgt dieser in Ostrichtung über den Hündlekopf das Weißachtal nördlich begleitend bis zu dessen Talschluss bei der Mittelbergalm (1.370 m), dreht in Südwestrichtung und verläuft das Weißachtal nunmehr südlich begleitend über Bürgalpkopf (1.772 m) und Rindalphorn (1.821 m) zum Hochgrat (1.837 m), dreht in Südrichtung und passiert nach dem Riedbergerhorn (1.787 m) die Übergänge Riedbergpass und Rohrmoossattel und erreicht bei den Oberen Gottesackerwänden die Staatsgrenze zu Österreich, die dort eine „Südzacke“ ihres Verlaufs bildet, indem sie in Südwestrichtung als gerade Linie quer über das Gottesackerplateau zum Hohen Ifen und danach weiter in Nordrichtung verläuft. Das abflusslose karstige Gottesackerplateau entwässert durch Versickerung nachweislich in den Bregenzer Ach-Zufluss Laubisbach, weshalb die ebenfalls über den Hohen Ifen verlaufende Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach vor diesem nicht der Staatsgrenze folgt, sondern östlich von dieser über österreichisches Gebiet am Ostrand des Plateaus entlang dessen Abfalls ins Kleinwalsertal verläuft und dann in Westrichtung drehend den Grenzberg Hoher Ifen (2.230 m, im Bild unten mit dem Gottesackerplateau) erreicht.

Hoher Ifen
Kauk0r, CC BY-SA 3.0
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach bis
Hoher Ifen
Nach dem Hohen Ifen tritt die Kontinentalwasserscheide als Bregenzer Ach/Iller-Wasserscheide endgültig nach Österreich über, wird nach der Höferspitze, wo jenseits des Bregenzer Ach-Gebiets das Einzugsgebiet der Iller endet und jenes des Lech beginnt, zur Bregenzer Ach/Lech-Wasserscheide, tritt als solche am Hochtannbergpass (Übergang ins Lechtal) ins Lechquellengebirge über, passiert in Westrichtung drehend das Quellgebiet der Bregenzer Ach, wird somit zur linken Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach und erreicht die Braunarlspitze, wo sie sich von der Kontinentalwasserscheide trennt, da dort jenseits des Bregenzer Ach-Gebietes das Einzugsgebiet des Lech (und damit der Donau) endet und jenes des Alpenrheinzuflusses Ill beginnt (siehe Vorkapitel Ill-Gebiet). Als Bregenzer Ach/Ill-Wasserscheide geht die linke Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach am Faschinajoch (Übergang ins Große Walsertal) in den Bregenzerwald über, wird nach der Unterdamülser Alpe von der Ostauffahrt zum Furkajoch gequert, erreicht den vom Portlahorn (2.010 m) zum Portlakopf (1.905 m) verlaufenden Kamm (im Bild unten mit dem Portlahorn), folgt diesem in Südrichtung und passiert den Portlakopf, südlich dessen Gipfel jenseits des Bregenzer Ach-Gebietes das Einzugsgebiet der Ill endet und jenes der Frutz beginnt. In Westrichtung passiert die nunmehrige Bregenzer Ach/Frutz-Wasserscheide den von der Scheitelhöhe des Furkajochs (Übergang ins Laternsertal) im Norden aufragenden Hochrohkopf (1.975 m) und begleitet danach nördlich das von der Frutz durchflossene Laternsertal. Über Gerentfalben (1.938 m) und Matona (1.998 m) verläuft sie bis zum Hohen Freschen (2.004 m), wo jenseits des Bregenzer Ach-Gebietes das Einzugsgebiet der Frutz endet und jenes der Dornbirner Ach beginnt. Hoher Freschen
© Seeger hikr
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Bregenzer Ach bis
Hoher Freschen
Als Bregenzer Ach/Dornbirner Ach-Wasserscheide passiert sie nach dem Hohen Freschen (im Bild unten) die Übergänge Bödele und Alberschwende (Übergänge ins Rheintal zum Unterlauf der Dornbirner Ach, siehe Vorkapitel Dornbirner Ach-Gebiet), erreicht bei Wolfurt die Rheintalebene und endet im Ortsgebiet von Hard am Bodensee. Hard
böhringer friedrich, CC BY-SA 2.5

 

Zum Flussverlauf der Bregenzer Ach