Traun-Gebiet, Abgrenzung und Flusssystem

Die 153 km lange Traun entspringt in der Steiermark im Toten Gebirge. Nach Zusammenfluss mehrerer Quellbäche zur Koppentraun tritt sie oberhalb von Obertraun ins Bundesland Oberösterreich über, durchfließt in Nordrichtung den Hallstätter See und den Traunsee, bildet im Unterlauf die Westgrenze der Oberösterreichischen Voralpen, passiert die Welser Heide und mündet im östlichen Linzer Stadtteil Ebelsberg in die Donau. Ihr 4.277 km² großes Einzugsgebiet erstreckt sich auf Gebiete der österreichischen Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und Steiermark. Sie entwässert Teilgebiete des Toten Gebirges, des Dachsteingebirges, der Salzkammergutberge und der Oberösterreichischen Voralpen.

Die rechte Einzugsgebietsgrenze der Traun beginnt in Linz-Ebelsberg und verläuft in Südrichtung über den Schiltenberg, nach dem sie sowohl von der Westautobahn A 1, als auch von einer aus St. Florian im Tal des benachbarten kleinen direkten Donauzuflusses Ipfbach kommenden und nach Linz führenden Nebenstraße gequert wird, zum Schlüsslwald (349 m), ab dem sie ein kurzes Stück der Stadtgrenze folgt, diese schließlich bei der zu St. Florian gehörenden Ansiedlung Wolfsjäger verlässt, von zahlreichen Forst- und Kleinstraßen an namenlosen Übergängen gequert innerhalb des oberösterreichischen Traunviertels zu den Nordausläufern der Oberösterreichischen Voralpen ansteigend entlang dem das Tal des rechten Traunzuflusses Krems von jenem der Ipfbachzuflüsse St. Marienbach trennenden Hügelzuges verläuft und östlich von Schiedlberg das Quellgebiet des Marienbachzuflusses Astenbach passiert, wodurch jenseits des Traungebietes das Einzugsgebiet des Ipfbaches endet und jenes der Enns (über deren linken Zufluss Steyr) beginnt.

Das Augustiner-Chorherren-Stift St. Florian ist das größte und bekannteste Barockkloster Oberösterreichs. In den Jahren 1845-1855 war der oberösterreichische Komponist und Musiker Anton Bruckner (1824-1896) in der Klosterschule dieses Stiftes als Lehrer tätig, wo er zum regulären Stiftsorganisten aufstieg, ehe er Domorganist von Linz wurde und später in Wien als Musikpädagoge, Symphoniker und virtuoser Organist Karriere machte. Seine zahlreichen Werke der Kirchenmusik haben ihm den Namen „Musikant Gottes“ eingetragen und er wurde unter der großen Orgel der Stiftskirche in St. Florian beigesetzt. Wie auch im Benediktinerstift Melk gibt es auch im Stift St. Florian mehrere Kaiserzimmer, in denen der Tross des Kaisers bei dem alljährlichen Umzug in die Sommerresidenz Bad Ischl Quartier genommen hat. Vor der Eröffnung der Kronprinz-Rudolf-Bahn (heute Westbahn) im Jahr 1877 dauerte die Reise mehrere Tage (zumindest 3 Tage mit 2 Nächtigungen) und es wurde meist in den Klöstern Melk und St. Florian genächtigt.

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von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Traun
bis
Schiedlberg Die zur Traun/Enns-Wasserscheide gewordene Einzugsgebietsgrenze der Traun erreicht den linken Talrand des Steyrtales im Droißingerwald bei Sierning. Droißingerwald