Schanzsattel

1.250 m, Fischbacher Alpen, Raab/Drau

Der Name stammt von der Bezeichnung Schanze für Stein- oder Erdwälle mit vorgelagertem Graben, die der Befestigung dienen. In den Jahren 1529 und 1683 kamen die Türken von Osten bis auf die Schanz. Am Pass befindet sich deshalb eine alte Verteidigungsanlage dieser Art, die letztmalig zur Zeit des Kuruzzenaufstandes im Jahr 1704, als die Gefahr bestand, dass sich ein Einfall der Kuruzzen bis ins Mürztal erstrecken könnte, für militärische Zwecke genutzt wurde. Zu Angriffen der Kuruzzen kam es zwar nicht, aber die Pässe der Fischbacher Alpen und damit auch der Schanzsattel wurden über längere Zeit in Verteidigungsbereitschaft gehalten.

Von der im Mürztal gelegenen Ortschaft Kindbergdörfl (562 m) führt die Landesstraße L 104 in Ostrichtung über 16 km den Fochnitzgraben aufwärts zur Scheitelhöhe dieses Übergangs, auf der ein Ausflugsgasthof liegt (siehe Bild unten). Jenseits der Passhöhe verläuft die Straße entlang des oberen Talrandes des Waisenbachtales und erreicht nach 7 km den zentralen und für diese Gebirgsgruppe namensgebenden Ort Fischbach (1.000 m), der auf einer kleinen Hochebene liegt.

Herzi Pinki, CC BY-SA 3.0
Wasserscheide  Raab (Äußerer Alpenbogen) Drau (Innerer Alpenbogen)
Abflüsse  Waisenbach – Feistritz – Lafnitz – Raab – Mosoni Duna – Donau Fochnitzbach – Schanzbach – Mürz – Mur – Drau – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der Eizugsgebietsgrenze der Raab in Österreich bis
Schanzsattel In Nordostrichtung steigt die Alpenhauptwasserscheide zum Teufelstein (1.498 m) an und fällt vom Schneidhoferkreuz in Nordrichtung zum Alpl ab. Alpl