Katschberghöhe

1.641 m, Gurktaler Alpen/Hohe Tauern, Mur/Drau

Von St. Michael im Lungau (1.075 m) im obersten Teil des Murtales im Salzburger Lungau führt die B 99 in Südrichtung über diesen Grenzpass zwischen Salzburg und Kärnten durch das Katschbach- und Liesertal abwärts nach Spittal an der Drau. Der Talort am Fuße der Südauffahrt, die Steigungen bis zu 21 % aufweist, ist die Kärntner Ortschaft Rennweg am Katschberg (1.143 m, im Bild unten). Diese Route St. Michael-Wolfsgraben-Katschberghöhe-Katschbachtal-Liesertal-Spittal gilt als Grenze zwischen den Gurktaler Alpen im Osten und den Hohen Tauern im Westen.

© vs-rennweg.ksn.at

Rund 2 km westlich der Katschberg-Scheitelhöhe unterqueren die beiden Röhren des 5.898 m langen Katschbergtunnels der Tauernautobahn A 10 die zwischen Mur- und Liesertal gelegene Gebirgskette. Auf der Scheitelhöhe des Katschberges liegt die touristisch stark erschlossene Ortschaft Katschberghöhe, das Zentrum der Schischaukel Katschberg-Aineck (im Bild unten).

Usien, CC BY-SA 3.0

Durch den Bau der Tauernautobahn (A 10 / E 55) hat die Katschbergstraße, die früher Teil der über den Radstädter Tauernpass führenden Hauptverkehrsverbindung Salzburg-Villach gewesen ist, nur mehr lokale und touristische Bedeutung. Der Autobahntunnel ist seit 2009 zweiröhrig ausgebaut. Von St. Michael führt die Autobahn in Nordrichtung weiter über Zederhaus und den Tauerntunnel ins oberste Ennstal, wo sie in Altenmarkt wieder auf die aus Radstadt kommende B 99 trifft.

Wasserscheide  Mur Drau
Abflüsse  Klausgraben und Kaltenbach – Mur – Drau – Donau Katschbach und Fallbach – Lieser – Drau – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Mur in Österreich bis
Katschberghöhe In Westrichtung der Landesgrenze Salzburg/Kärnten folgend verläuft die Einzugsgebietsgrenze der Mur durch die Ankogelgruppe der Hohen Tauern zur Gontalscharte (1.911 m), unter der die Tauernautobahn A 10 verläuft, und weiter immer mehr in Nordwestrichtung drehend über Kareck (2.481 m), Storzspitze (2.469 m), Oblitzen (2.658 m), Kesselspitze (2.763 m), den Kleinen Hafner (3.018 m) und den Großen Hafner (3.076 m, im Bild unten), das Petereck (2.893 m) und die Kölnbreinspitze (2.934 m) bis zu dem in der Alpenhauptkammkette liegenden Weinschnabel (2.754 m), wo sie endet, da dort jenseits des Einzugsgebietes der Mur das Einzugsgebiet der Drau endet und jenes des Inn beginnt. Vom Weinschnabel bis in die innerhalb Ungarns gelegenen Zala-Hügeln ist die Einzugsgebietsgrenze der Mur mit jener der im Vorkapitel beschriebenen linken Einzugsgebietsgrenze der Drau ident, die die Landesgrenze in Nordrichtung verlässt und dem die Grenze zwischen den Salzburger Landesteilen Lungau und Pongau bildenden Alpenhauptkamm über das Marchkareck (2.661 m) und das Schöderhorn (2.475 m) bis zum Murtörl (2.260 m), dem Quellberg der Mur, folgt, wo sie von den Hohen Tauern in die Niederen Tauern als ab dort linke Mur-Einzugsgebietsgrenze übergeht. Diese verläuft (siehe Beschreibung im Vorkapitel Drau-Gebiet) innerhalb Österreichs durch die Bundesländer Salzburg, Steiermark, Niederösterreich und Burgenland bis zum von Österreich, Ungarn und Slowenien gebildeten Dreiländereck.
Dreiländereck Osterreich/Slowenien/Ungarn
© Rudi Feistritzer

Nach kurzem Verlauf als ungarisch/slowenischer Grenzkamm tritt sie nach Ungarn über, passiert den Übergang Cserta erdö und verlässt nach der Anhöhe Irsapuszta das Alpengebiet.

Die seit dem Weinschnabel mit der Draugebietsgrenze idente linke Mur-Einzugsgebietsgrenze folgt der das linke Ufer des innerhalb Ungarns die Alpengebietsgrenze bildenden Fluss Kerka begleitenden Hügelkette bis in die Zala-Hügeln, trennt sich dort von der Drau-Einzugsgebietsgrenze, fällt in Südrichtung in die Ebene des Medimurje zum auf der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien gelegenen Zusammenfluss von Mur und Drau ab und endet dort.

 

Zum Flussverlauf der Mur