Felbertauerntunnel

1.650 m, Hohe Tauern, Inn/Drau, Alpenhauptkamm

Der Felber Tauern ist ein 2.481 m hoher Gebirgspass in den Hohen Tauern zwischen dem Salzburger Felbertal im Norden und dem Osttiroler Tauerntal. Der Pass war in der Römerzeit der am stärksten benutzte Tauernübergang (Saumpfad), ist jedoch nicht befahrbar (im Bild unten die St. Pöltner Hütte auf der historischen Passhöhe).

© alpenverein

Die Felbertauernstraße gewährleistet seit 1967 eine ganzjährige Verbindung zwischen Mittersill im Salzachtal und Matrei bzw. Lienz in Osttirol. Kernstück dieser Straße ist der 5,2 km lange mautpflichtige Felbertauerntunnel, der vom Tauerntal aus jedoch nicht unter der historischen Passhöhe ins Felbertal führt, sondern die Hauptkammkette rund 6 km weiter östlich bei den Bärenköpfen auf 1.650 m Seehöhe unterquert. Sein Nordportal (im Bild unten) liegt im Talschluss des Amertales, eines rechten Seitentales des Felbertales. Die Straße verläuft sodann das Amertal und danach das Felbertal abwärts bis zu dessen Einmündung ins Salzachtal bei Mittersill.

Michael Nebel, CC BY-SA 2.0 de
Wasserscheide  Inn (Äüßerer Alpenbogen) Drau (Innerer Alpenbogen)
Abflüsse  Amerbach – Felberbach – Salzach – Inn – Donau Tauernbach – Isel – Drau – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Inn in Österreich bis
Felber Tauern (Straßentunnel)
Nach Arbretter (2.979 m), Kratzenberg (3.022 m), Großvenediger (3.666 m, höchster Berg Salzburgs) und dem Großen Geiger (3.360 m) erreicht die Inn/Drau-Wasserscheide an der Dreiherrnspitze (3.499 m) die Staatsgrenze zu Italien (Provinz Südtirol der Region Trentino-Alto Adige), wo jenseits des Inngebietes das Einzugsgebiet der Drau (und damit der Donau und des Schwarzen Meeres) endet und jenes der Etsch (und damit der Adria) beginnt. Damit ist die Donau(Schwarzmeer)/Adria-Wasserscheide erreicht, die sich dort in Südrichtung vom Alpenhauptkamm entfernt, in Slowenien bei Postojna das Alpengebiet verlässt, im Kosovo nahe des Amselfeldes endet und sich dort in eine Ägäis/Ionisches Meer -. und in eine Ägäis/Schwarzmeer-Wasserscheide splittet, von denen Erstere auf der Peloponneshalbinsel am Kap Malea -, und Letztere in der Türkei am Bosporus endet (siehe auch Anhang im Band 1).

Die Einzugsgebietsgrenze des Inn ist somit zur „Donaugebiets-Außengrenze“ geworden und folgt dem die Alpenhauptwasserscheide bildenden Alpenhauptkamm und der Staatsgrenze in Westrichtung, geht als Grenze zwischen Salzburg und Italien (Südtirol) an der Birnlücke (2.665 m) in die Zillertaler Alpen über, passiert den die Grenze der österreichischen Bundesländer Salzburg und Tirol bildenden Dreiecker, wo auf der Innseite das Einzugsgebiet der Salzach endet und jenes des Ziller beginnt, und verläuft (siehe auch die Beschreibungen des Grenzverlaufs und der Grenze des Donaueinzugsgebietes in den Vorkapiteln) als Grenze zwischen Nord- und Südtirol über den Hochfeiler und die Hohe Wand (3.289 m, im Bild unten), wo auf der Innseite das Zillergebiet endet und das Sillgebiet beginnt, bis zum Brenner.

Brenner
Svíčková, CC BY-SA 3.0