Sophienalpe und der Flussverlauf der Donau bis Wien

477 m, Wienerwald, Klosterneuburger Durchstich/Wienfluss-Donaukanal

Im untersten Teil des Mauerbachtales zweigt von der Mauerbachstraße die Sophienalpenstraße in Nordrichtung ab (260 m), schlängelt sich durchs Tal des Hainbaches aufwärts, passiert die zwar zum Gemeindegebiet von Wien gehörende -, jedoch mit keinem öffentlichen Verkehrsmittel erreichbare Siedlung Hinterhainbach (im Bild unten) und erreicht nach 5 km das Plateau der Sophienalpe, das zum 14. Wiener Gemeindebezirk gehört.

© Tina Bayer

Unmittelbar jenseits der Scheitelhöhe (im Bild unten) mündet die Sophienalpenstraße über dem Talschluss des manchmal auch Dombachgraben genannten Dambachgrabens in die vom Übergang Exelberg-Rotes Kreuz kommende und entlang der Landesgrenze Wien/Niederösterreich verlaufende Exelbergstraße ein.

© bluefox.at-Michael Tichy
Wasserscheide  Klosterneuburger Durchstich Wienfluss-Donaukanal
Abflüsse  Dambach(auch Dombach)graben – Weidlingbach – Klosterneuburger Durchstich – Donau Hainbach – Mauerbach – Wienfluss – Donaukanal – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Klosterneuburger Durchstichs bis
Sophienalpe Begleitet von der Exelbergstraße verläuft die Klosterneuburger Durchstich/Wienfluss-Wasserscheide entlang der Landesgrenze Wien/Niederösterreich in Nordwestrichtung über den Schutzengelberg (490 m) zur Ansiedlung Scheiblingstein, tritt nach Niederösterreich über, dreht die Quellen des Weidlingbaches westlich passierend in Nordrichtung und endet nach dem Scheiblingstein (508 m) kurz vor dem Steinriegl, da dort jenseits des Weidlingbachgebietes das Einzugsgebiet des Wienflusses endet und jenes des Donaualtarms Greifenstein (über dessen Zufluss Hagenbach) beginnt. Die nunmehrige Klosterneuburger Durchstich/Altarm-Greifenstein Wasserscheide passiert den bereits erwähnten Übergang Steinriegl (siehe Vorkapitel Einzugsgebiet des Donaualtarms Greifenstein) sowie die Talwasserscheide des Hagentales und endet in Hadersfeld, von wo die Einzugsgebietsgrenze des Klosterneuburger Durchstichs die Quellgebiete direkt in die Donau mündender Kleinstbäche berührend in Nord-ostrichtung über den Hundsberg (387 m) zum rechten Donauufer abfällt und bei Höflein endet. Höflein an der Donau

Der 7,2 km lange Klosterneuburger Durchstich zweigt unterhalb des Ortsgebietes von Höflein an der Donau vom rechten Donauufer ab. In der 2 km unterhalb gelegenen Ortschaft Kritzendorf mündet der kleine Neudauer Bach -, und nach weiteren 4 km bereits im Stadtgebiet von Klosterneuburg der dort „denaturierte“ Kierlingbach ein (siehe Bild unten)

© sedl.at-Stift_Klosterneuburg

Verlauf der Hauptzuflüsse des Klosterneuburger Durchstichs

Der inklusive Quellbächen knapp unter 10 km lange Kierlingbach hat ein Einzugsgebiet von 26 km² und entsteht im östlichen Hagental aus dem Zusammenfluss des von Norden vom Übergang (nach Greifenstein) Hadersfeld kommenden Marbaches, des von Westen von der Talwasserscheide Hagental (Übergang ins Hagenbachtal) kommenden Guggingbaches, und des von Süden kommenden Haselbaches, aus dessen Tal eine Straße über Hintersdorf ebenfalls ins Hagenbachtal führt. In Ostrichtung durchfließt der Kierlingbach den Klosterneuburger Stadtteil Kierling (217 m) und mündet nahe dem Augustiner-Chorherren-Stift Klosterneuburg in den künstlichen Klosterneuburger Durchstich genannten Nebenarm der Donau, der 2 km weiter Donau-abwärts kurz vor der Wiedervereinigung mit dem Hauptstrom der Donau beim Klosterneuburger Stadtteil Weidling (im Bild unten) den Weidlingbach aufnimmt.

© canosthome.at

Der fast 15 km lange Weidlingbach entspringt am Geographischen Alpenhauptkamm am Nordfuß des Scheiblingsteines (508 m). Von seinem Talschluss führt eine Straße über den Steinriegl nach Kirchbach ins Hagenbachtal. Er durchfließt das Straßendorf Weidlingbach (im Bild unten), in dem von rechts nach dem Hinteren – und dem Vorderen Kellergraben auch der von keiner öffentlichen Straße durchlaufene Dambachgraben in sein Tal mündet (280 m), dessen Talschluss an den Alpenhauptkammübergängen Sophienalpe und Exelberg-Rotes Kreuz liegt.

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Am Ortsende von Weidlingbach mündet von rechts der Schützengrabenbach in den Weidlingbach, durch dessen Tal eine Straße über den Alpenhauptkammübergang Hochsteineck in den Wiener Winzerort Sievering führt. Nach Zufluss mehrerer kleiner unbewohnte Täler entwässernde Bäche erreicht der Weidlingbach den Klosterneuburger Stadtteil Weidling, wo ihm von links der den Rotgraben entwässernde Bach zufließt (196 m), in dessen Tal eine Stichstraße führt, die nach 3 km endet (259 m). Bevor der Weidlingbach den Klosterneuburger Durchstich knapp vor dessen Vereinigung mit dem Hauptstrom der Donau erreicht, fließt ihm noch von rechts am östlichen Stadtrand von Klosterneuburg der Gschwendtbach zu (186 m), dessen Tal die auf den Leopoldsberg (im Bild unten die dortige Kirche) und zum Alpenhauptkammübergang Kahlenberg führende Klosterneuburger Höhenstraße folgt.

Bwag, CC BY-SA 3.0

Die Donau durchbricht nach der Einmündung des Klosterneuburger Durchstichs den Alpenhauptkamm zwischen dem Leopoldsberg und dem ebenfalls zum Wienerwald gehörenden fast abflusslosen Bisamberg (358 m, einziges Alpengebiet am linken Donauufer) durch die an der engsten Stelle 2,6 km breite und kaum 4 km lange Wiener Pforte. Gegenüber der Durchstich-Mündung zweigt am linken Donauufer der Marchfeldkanal ab (Stkm 1.938), der in der Folge innerhalb Wiens die Ostabhänge des Bisambergs begrenzt und somit die Alpengebietsgrenze (zum Marchfeld) nördlich der Donau bildet.

Knapp 200 m unterhalb der Abzweigung des Marchfeldkanals wird die Donau durch die aus Hochwasserschutzgründen künstlich errichtete über 21 km lange Donauinsel in 2 Flussbette geteilt, von denen der linke Arm Neue Donau (Entlastungsgerinne) genannt wird. Im Zuge des Durchflusses durch die Wiener Pforte überschreitet die Donau die Landesgrenze zu Wien (Stkm 1.935) und es mündet beim zwischen Leopoldsberg und Nußberg gelegenen Kahlenbergerdorf (Stkm 1.934,5, im Bild unten) von rechts der Waldbach ein.

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Nach dem Nußberg tritt die Donau in die Ebene des Wiener Beckens ein und es zweigt bei Nußdorf am rechten Ufer der Donaukanal ab (Stkm 1.934). Während der Hauptstrom innerhalb Wiens bei Nußdorf das Alpengebiet verlässt, bildet der Donaukanal im oberen Abschnitt noch weiterhin die Alpengebietsgrenze. Er begrenzt vorerst den 19. Wiener Gemeindebezirk, in dem ihm der vom Kahlenberg abfließende Schreiberbach und der vom Hochsteineck abfließende Arbesbach zufließen bzw. diese kurz vor der Mündung in Sammelkanäle eingeleitet werden.

Danach begrenzt der Donaukanal den 9. Wiener Gemeindebezirk, in dem der Alserbach, der zahlreiche vom Geographischen Alpenhauptkamm abfließende Bäche (darunter den vom Exelberg und vom Schottenhof kommenden Dornbach) aufgenommen hat, ins städtische Kanalsystem eingeleitet wird. Schließlich passiert der Donaukanal auch noch den 1. Wiener Gemeindebezirk (Stadtzentrum, Altstadt) und es mündet als Grenze zum 3. Wiener Gemeindebezirk der im untersten Abschnitt die Alpengebietsgrenze bildende Wienfluss ein (siehe Wienfluss-Donaukanal-Gebiet).