Mauracher Sattel

970 m, Rofangebirge/Karwendelgebirge, Isar/Inn

Von der im Unterinntal liegenden Ortschaft Wiesing (566 m) führt die B 181 (Achenseestraße) in Nordrichtung kehrenreich zum Südufer des in die Isar entwässernden Achensees (924 m) hinauf. Im Ortszentrum der Ortschaft Maurach, die zur Gemeinde Eben am Achensee gehört, erreicht sie den höchsten Punkt ihres Verlaufes. Eine Nordabfahrt gibt es de facto nicht, da sie weiter in Nordrichtung entlang des Ostufers des fast 10 km langen Achensees weiter verläuft. Auch die aus Jenbach, dem östlichen Nachbarort von Wiesing heraufführende L 7, die dann als L 220 das Westufer des Sees begleitet, überwindet in der Ortschaft Maurach diesen Übergang.

trams aux fils, CC BY 2.0

Weiters führt vom Bahnhof Jenbach die Achenseebahn, eine 1 m-Schmalspur-Zahnradbahn, (im Bild oben) das Kasbachtal mit Steigungen bis zu 25 % herauf und über diesen Sattel bis zum am Südwestufer des Achensees gelegenen Seespitz (im Bild unten der dortige Endbahnhof), der ebenfalls zum Ortsgebiet von Maurach gehört.

trams aux fils, CC BY 2.0

Der Bahnhof Jenbach ist damit der einzige Bahnhof Österreichs mit drei unterschiedlichen Spurweiten. Neben der 1000 mm-spurigen in Nordrichtung führenden Achenseebahn ist der Bahnhof Jenbach, der an der normalspurigen ÖBB/Westbahnstrecke liegt, auch Ausgangspunkt der in Südrichtung nach Mayrhofen führenden 760 mm-spurigen Zillertalbahn.

Das Wasser des Achensees, der grundsätzlich in Nordrichtung über die Seeache zur Isar entwässert, wird teilweise, die Höhendifferenz von 380 m ausnützend, durch Stollen zum Achenseekraftwerk nach Jenbach ins südliche Inntal abgeleitet. Es kommt somit zu einem künstlichen Wasseraustausch zwischen Isar und Inn. Der Achensee und das Seebachtal bilden die Grenze zwischen dem auch Brandenberger Alpen genannten Rofangebirge im Osten und dem Karwendelgebirge im Westen.

Wasserscheide  Isar Inn
Abflüsse  Achensee – Seeache – Isar – Donau Mauracher Bach – Kasbach – Inn – Donau.
Mündung  Schwarzes Meer
© hikr.org/AllgaeuEr
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Isar in Österreich bis
Mauracher Sattel Weiterhin in Westrichtung verläuft die Isar/Inn-Wasserscheide über Bärenkopf (1.991 m), Weißenbachsattel (1.607 m), Ochsenkopf (2.148 m), Gamskarspitze (2.098 m), Rappenspitze (2.223 m), Schafjöchl (2.157 m), Lamsenspitze (2.508 m) und Spritzkarspitze (2.606 m) bis zur Grubenkarspitze (2.663 m), geht dort kurz in Südrichtung, passiert die Hochkanzel (2.574 m) und fällt von der Gamskarspitze (2.601 m) zum Überschalljoch (1.912 m) ab, westlich dem die Isar entspringt (im Bild oben). Als nunmehr linke Einzugsgebietsgrenze der Isar erreicht die Isar/Inn-Wasserscheide an der Speckkarspitze (2.621 m) die Halltalkette, der sie in Westrichtung folgt, nach dem Lafatscher Joch (2.081 m) den Kleinen (2.636 m) und den Großen Lafatscher (2.696 m) passiert, an der Bachofenspitze (2.668 m) in Südrichtung die Halltalkette verlässt, nach Stempeljochspitze (2.543 m) und Stempeljoch (2.215 m) an der Pfeiserspitze (2.347 m) das östliche Ende des Hauptkamms der am Nordrand der Stadt Innsbruck aufragenden Nordkette erreicht, diesem in Westrichtung folgt und die Gipfel dieser imposanten Kette, nämlich Kreuzjöchl (2.121 m), Rumer Spitze (2.454 m), Hafelekarspitze (2.334 m), Seegrubenspitze (2.435 m), Kemachet (2.480 m), Frau Hitt (2.270 m, im Bild unten der einer Reiterin ähnliche Gipfel), Brandjochspitze (2.559 m) und Kleinen Solstein (2.637 m) passiert, am Großen Solstein (2.541 m, !! kein Irrtum; der ist tatsächlich niedriger als der Kleine Solstein) das Westende der Nordkette erreicht, zur Erlalm (1.806 m) abfällt, zur Kuhjochspitze (2.297 m) wieder ansteigt und nach dem Ursprungsattel (2.096 m) an der Reither Spitze (2.374 m) den Ostrand des Seefelder Plateus erreicht und zur im Ortsgebiet von Seefeld gelegenen Scheitelhöhe des Seefelder Sattels abfällt. Seefelder Sattel
Veitmueller, CC BY-SA 2.5