Flussverlauf der Leitha und der Donau bis zur Rabnitzeinmündung

Die in folgender Verlaufsbeschreibung vergrößert und fett hervorgehobenen Verkehrsübergänge bzw. Passhöhen liegen innerhalb des Einzugsgebietes der Leitha.

Der mündungsfernere Quellfluss der Leitha ist die Schwarza, die am Fuße des Geographischen Alpenhauptkammes in Niederösterreich in den Gutensteiner Alpen durch den Zusammenfluss zweier Quellbäche, die beide auf über 800 m Seehöhe entspringen, entsteht. Die Dürre Schwarza und die nördlich von dieser am Osthang des Ochsattels (Übergang ins Traisengebiet) entspringende Grüne Schwarza vereinigen sich bereits 3 km östlich ihres Ursprungs (im Bild unten) bei der Ansiedlung Tiefenthal (690 m) zur Schwarza. Dieser fließt östlich von Tiefental aus Südwesten der die Gutensteiner Alpen von den Mürzsteger Alpen trennende Trauchbach zu.

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Als Grenze zwischen den Gutensteiner Alpen (linkes Ufer) und den Mürzsteger Alpen erreicht die Schwarza nach knapp 2 km das Gehöft Gschaiderwirt (643 m), wo sie in Südrichtung dreht und ihr von Osten der Paxbach und von Norden der Zellenbach zufließen, aus dessen Tal Straßen über das Halbachgscheid ins Traisengebiet -, sowie über die Haselrast und den Rohrer Sattel nach Gutenstein ins Piestingtal (Fischa-Gebiet) führen. Die Schwarza passiert 6 km weiter südlich die Ortschaft Schwarzau im Gebirge (617 m), an deren südlichen Ortsrand von Westen der kleine Hirschbach zufließt, von dessen Tal über die Anhöhe Eckbauer eine Straße ins Preintal führt. Nur 2 km weiter flussabwärts mündet in die allmählich in Südostrichtung drehende Schwarza beim Weiler Voismaut (589 m) von links der die Gutensteiner Alpen von der Rax-Schneeberg-Gruppe trennende Voisbach ein, aus dessen Tal eine Straße über das Klostertaler Gscheid ins Quellgebiet des Fischa-Zuflusses Piesting führt. Nur knapp 1 km lang bildet die Schwarza die Grenze zwischen der Rax-Schneeberg-Gruppe (linkes Ufer) und den Mürzsteger Alpen, da dann beim Weiler Singerin (580 m) von rechts der die Mürzsteger Alpen von der Rax-Schneeberg-Gruppe trennende Naßbach einmündet, dem seinerseits kurz vorher der Preinbach zugeflossen ist, aus dessen oberen Talabschnitt eine Straße über die Anhöhe Eckbauer nach Hirschbach führt. Ins Naßbachtal führt eine Straße, die nach der Ortschaft Naßwald (615 m) am Ausgang der Reißtalklamm beim Weiler Hinternaßwald (712 m, im Bild unten) als Sackgasse endet.

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Nunmehr innerhalb der Rax-Schneeberg-Gruppe durchfließt die Schwarza den Höllental genannten, mit Ausnahme der Ansiedlung Kaiserbrunn (526 m) fast unbewohnten Talabschnitt zwischen Schneeberg (linkes Ufer) und Rax, den sie nach über 12 km bei Hirschwang an der Rax (500 m) verlässt, von wo die 1926 eröffnete Rax-Seilbahn (erste Seilbahn Österreichs) aufs Rax-Plateau (1.546 m, im Bild unten mit dem Otto-Haus) hinaufführt. Zwischen Hirschwang und Reichenau mündet von Westen der Preiner Bach in die Schwarza, aus dessen Tal Straßen über das Preiner Gschaid ins Mürztal und über Orthof in die Adlitzgräben führen.

Tsui, CC BY-SA 3.0

Die Schwarza passiert den Kurort Reichenau an der Rax (484 m), wird am westlichen Ortsrand von Payerbach von der Südbahn (Semmeringbahn) über ein Viadukt gequert (im Bild unten) und es mündet von Süden der Payerbachgraben ein, durch den eine Straße über Klamm nach Schottwien führt.

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Nach Payerbach in Ostrichtung fließend erreicht die Schwarza den zu Payerbach gehörenden Ortsteil Schlöglmühl, bei dem eine Nebenstraße das Schwarzatal in Nordrichtung verlässt und über Gasteil ins Sierningtal führt. Unterhalb von Schlöglmühl durchfließt die Schwarza die Kleinstadt Gloggnitz (457 m), in der von rechts der die Rax-Schneeberg-Gruppe vom Wechselgebiet trennende Auebach zufließt, aus dessen Tal Straßen über Klamm nach Payerbach, über Orthof ins Tal des Preiner Baches, über den Semmering ins Mürztal und über Schlagl ins Otterbachtal führen. Als Grenzfluss zwischen dem Wechselgebiet (rechtes Ufer) und der Rax-Schneeberg-Gruppe erreicht die Schwarza am östlichen Stadtrand von Gloggnitz von Süden der Syhrnbach, durch dessen Tal eine Straße zum Ramssattel führt. Ins Schwarzatal münden unterhalb von Gloggnitz von links der Stuppachgraben und der Saugraben, durch deren Täler Straßen nach Gasteil führen. In Nordostrichtung drehend erreicht die Schwarza (nunmehr schon künstlich begradigt, siehe Bild unten) die Industriestadt Ternitz, in der die die Rax-Schneeberg-Gruppe von den Gutensteiner Alpen trennende Sierning zufließt.

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Die rund 20 km lange Sierning entspringt auf fast 1.000 m Seehöhe in den Gutensteiner Alpen an den Südhängen der Dürren Wand. Von ihrem obersten Talabschnitt führt eine Straße über den Ascher ins Piestingtal. Noch bevor sie die Ortschaft Puchberg am Schneeberg erreicht, mündet von links der vom Grünbacher Sattel kommende Pfennigbach ein. Im Ortsgebiet von Puchberg am Schneeberg (585 m) münden von rechts zuerst der Schoberbach und kurz danach der die Gutensteiner Alpen von der Rax-Schneeberg-Gruppe trennende von der Mamauwiese kommende Sebastianbach ein und die in Südostrichtung fließende Sierning wird ab dort bis zu ihrer Mündung selbst zum Grenzfluss zwischen den Gutensteiner Alpen (linkes Ufer) und der Rax-Schneeberg-Gruppe. Beim 3 km unterhalb von Puchberg gelegenen Weiler Ödenhof (520 m) mündet von Westen der Rohrbach ein, durch dessen Tal Straßen zu den Ansiedlungen Rohrbach im Graben (618 m) und Breitensohl (725 m) führen und dort als Sackgassen enden. Unterhalb von Ödenhof führt eine Straße über Gutenmann ins Grünbachtal. Begleitet von der Puchberger Straße B 26 erreicht die Sierning nach weiteren 5 km die Ortschaft Sieding (478 m, im Bild unten), von der eine Stichstraße zum Gehöft Gadenweith (562 m) führt und wo eine zum Übergang Gasteil führende Nebenstraße das Sierningtal verlässt. Über St. Johann am Steinfelde (432 m) erreicht die Sierning schließlich die Schwarza in Ternitz.

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Die Schwarza durchfließt die Bezirkshauptstadt Neunkirchen (371 m) und wird zur Alpengebietsgrenze zwischen den Abhängen des Wechselgebietes (rechtes Ufer) und dem Steinfeld. In der östlich von Neunkirchen gelegenen Ortschaft Peisching wird der Großteil des Wassers der Schwarza in den Kehrbach, einem künstlichen Kanal eingeleitet, der den Wiener Neustädter Kanal speist und dessen überschüssiges Wasser nach Wiener Neustadt in die Warme Fischa, einem linken Nebenfluss der Leitha eingeleitet wird. Nachdem die Schwarza beim Autobahnknotenpunkt Seebenstein von der Südautobahn A 2 gequert worden ist, passiert sie die Ortschaft Schwarzau am Steinfeld (329 m), in dessen Schloss die einzige Frauenstrafanstalt Österreichs untergebracht ist, und erreicht Haderswörth (308 m), wo sie sich mit der Pitten zur Leitha vereinigt (300 m).

© flickr-Andreas Hafenscher; Im Bild oben: links Pitten (braun), rechts Schwarza (grün)

Die 23 km lange Pitten entsteht durch den Zusammenfluss des Großen Pestingbaches mit dem Feistritzbach beim Weiler Wang (437 m) südlich von Grimmenstein im Wechselgebiet. Aus dem Tal des Feistritzbaches bzw. aus den Tälern seiner Zuflüsse Otterbach und Trattenbach führen Straßen über den Ramssattel und Schlagl ins Schwarzatal, über den Feistritzsattel ins Raabgebiet, über Sankt Corona am Wechsel nach Aspang-Markt und über den Eselberg ins Haßbachtal.

Der über 30 km lange Große Pestingbach entspringt am Nordfuß des Hochwechsels auf rund 1.500 m Seehöhe. Nach der Ortschaft Mariensee (815 m) verbindet eine kleine Passstraße über den Sankt Peter am Wechsel die Täler des Großen- und des Kleinen Pestingbaches. Der Große Pestingbach durchfließt den Große Klause genannten engen Talabschnitt, an dessen Ausgang das Wirtshaus zur Grünen Wiese liegt (562 m), und erreicht den südlichen Ortsrand von Aspang-Markt (498 m), wo von Süden der Kohlgrabenbach zufließt, durch dessen Tal sowohl die zum Wechselpass (Übergang ins Pinkatal) führende Panoramastraße -, als auch eine über den Übergang Guggendorf-Feiglwirt nach Zöbern führende Straße verläuft. Im Ortsgebiet von Aspang-Markt (im Bild unten der Hauptplatz) mündet einerseits von links der Kleine Pestingbach ein, aus dessen Tal Straßen über die Übergänge Sankt Peter am Wechsel nach Mariensee und über Sankt Corona am Wechsel ins Feistritzbachtal führen, und andererseits erreicht den Großen Pestingbach von rechts der Neustiftbach, durch dessen Tal eine Straße über Kampichl ebenfalls nach Zöbern und somit ins Einzugsgebiet der Raab führt.

User:Petwoe, CC0

Vom nördlichen Ortsrand von Aspang-Markt führt eine Nebenstraße über den Übergang Königsberg-Kreuzbauer ins Edlitzbachtal. Der Große Pestingbach vereinigt sich 4 km nördlich von Unteraspang mit dem von Westen kommenden Feistritzbach zur Pitten, die nach 5 km Grimmenstein (405 m) erreicht, wo von Südosten der Edlitzbach zufließt, aus dessen Tal Straßen über die Übergange Königsberg-Kreuzbauer nach Unteraspang, über das Weiße Kreuz nach Krumbach, über den Wetterkreuzriegel ins Rabnitz- und ebenfalls ins Raabgebiet -, und über Grub und Kaltenberger Höhe-Maria Schnee ins Spratzbachtal führen. In Grimmenstein mündet von Westen eine vom Ramssattel kommende und als Kammstraße verlaufende Panoramastraße in die B 54. In der 2 km nördlich von Grimmenstein (im Bild unten die dortige Burg) gelegenen Ortschaft Hütten (402 m) mündet von Osten das Raintal ins Pittental, durch das ebenfalls eine Straße zum Übergang Kaltenberger Höhe-Maria Schnee hinauf führt.

Bwag, CC BY-SA 4.0

Nach Petersbaumgarten (397 m) mündet bei Warth (385 m) von Westen der Haßbach in die Pitten, aus dessen Tal eine Straße über den Eselberg ins Feistritzbachtal führt. Bei Scheiblingkirchen (373 m) mündet von Osten der Schlattenbach in die Pitten, aus dessen Tal Straßen über die Übergänge Kaltenberger Höhe-Maria Schnee, Hollenthon, Wiesmath und Hochwolkersdorf-Gerichtsriegel ins Rabnitzgebiet -, über Hofstätten ins Leidingbachtal -, und über Weingart-Reitersberg ins unterste Pittental führen.

ie Pitten passiert nach der Schlattenbachmündung die Ortschaft Gleißenfeld (362 m), von wo in Westrichtung eine zum Weiler Witzelsberg (450 m) führende -, und in Ostrichtung eine in der Ansiedlung Sollgraben (528 m) endende Stichstraße das Pittental verlassen. Nach Seebenstein (348 m) passiert sie Pitten den Ortsteil Schiltern, wo von Süden eine vom Übergang Weingart-Reitersberg kommende Nebenstraße das Pittental erreicht, und danach die Ortschaft Pitten (im Bild unten die dortige Burg samt Bergkirche). Sie erreicht schließlich nach Bad Erlach (312 m) die Ebene des Wiener Beckens und vereinigt sich in Haderswörth mit der Schwarza zur Leitha.

Wolfgang Glock, CC0

Unmittelbar nach Haderswörth nimmt die Leitha bei Lanzenkirchen von Süden den das Wechselgebiet (Bucklige Welt) vom Rosaliengebirge trennenden Klingfurther Bach auf, von dessen Nebental des Leidingbaches eine Straße über Hofstätten ins Pittental führt. Der nunmehr das Rosaliengebirge von der Ebene des Wiener Beckens trennenden Leitha fließt 1 km später von Süden der Ofenbach zu, durch dessen Tal eine Straße über die Rosalia nach Forchtenstein führt. Die Leitha passiert Katzelsdorf (273 m), wird am westlichen Ortsrand der seinerzeitigen Grenzortschaft (zwischen der Cisleithanischen und der Transleithanischen ungarischen Reichshälfte der K. u. K. Donaumonarchie) Neudörfl an der Leitha (im Bild unten das dortige renovierte ehemalige Zollhäuschen), die am nördlichen Ende des Rosaliengebirges liegt, für 3 km zum Grenzfluss zwischen Niederösterreich (linkes Ufer) und Burgenland, tritt sodann wieder gänzlich nach Niederösterreich über und verlässt das Alpengebiet.

Earnest B, CC BY-SA 3.0

Die Leitha durchquert die Wiener Neustädter Pforte, nimmt bei Zillingdorf von Westen die Warme Fischa auf (238 m), in die der den Wiener Neustädter Kanal speisende künstliche Kanal Kehrbach eingeleitet wird (und so der Schwarza entnommenes Wasser teilweise wieder rückgeführt wird), aus deren Quellgebiet bei Bad Fischau Straßen über die Übergänge Höh`kreuz und Malleiten-Zweierwiese ins Piestingtal führen, wird zwischen der niederösterreichischen Ortschaft Ebenfurth und der burgenländischen Ortschaft Neufeld an der Leitha nochmals zum Grenzfluss, passiert dann den Südrand der niederösterreichischen Ortschaft Pottendorf (218 m), wird von der Südostautobahn A 3 gequert und wird wieder zum Grenzfluss. Als solcher passiert die Leitha Wimpassing an der Leitha und Wampersdorf (209 m), sowie Deutsch Brodersdorf und Leithaprodersdorf (196 m), tritt nach rechtem Zufluss des Grenzbaches Erlbach, von dessen Quellgebiet eine Straße über den Wilden Jäger nach Eisenstadt führt, wieder nach Niederösterreich über, dreht bei Götzendorf an der Leitha (171 m), wo von rechts der Arbach zufließt, durch dessen Zuflusstäler eine über den Großen Berg führende Straßenverbindung zum Neusiedler See verläuft, in Ostrichtung, wird bei Wilfleinsdorf (161 m) neuerlich zum Grenzfluss und passiert als solcher den Südrand der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Bruck an der Leitha (157 m), wo von rechts der Steinbach einmündet, von dessen Quellgebiet eine über den Heiligenkreuzer Wald führende Straße ebenfalls zum Neusiedler See führt, wird von der Ostautobahn A 4 gequert, passiert u. a. die Ortschaften Rohrau (148 m) und Potzneusiedel (146 m), wird von der Südostautobahn A 6 gequert und tritt vor Gattendorf ins Burgenland über, passiert den Nordrand von Zurndorf (137 m) und Nickelsdorf, überschreitet die ungarische Grenze und passiert innerhalb des Komitats Győr-Moson-Sopron immer wieder Kanäle speisend (siehe Bild unten) den Nordrand der Grenzortschaft Hegyeshalom, erreicht nach 10 km die nördlichen Stadtteile von Mosonmagyaróvár und mündet von rechts in die Monsoni Duna (121 m).

© hegyeshalom.network-Kertész József

Während der innerhalb der Slowakei verlaufende, den Hauptanteil des Donauwassers führende Kraftwerkskanal die Staustufe des Kraftwerks Gabčíkovo überwindet (Stkm 1.836, Fallhöhe 15 m), sich bei der Ortschaft Sap (Stkm 1.811) wieder in das ursprüngliche, die Staatsgrenze zu Ungarn bildende Flussbett des Hauptstroms der Donau ergießt und somit der Hauptstrom der Donau, die erst hier hinsichtlich Strömungsgeschwindigkeit ihren Gebirgsflusscharakter verliert und gemächlicher fließt, weiterhin die Grenze zwischen der Slowakei (linkes Ufer) und Ungarn bildet, erreicht die nach der Leithamündung weiterhin innerhalb Ungarns parallel zur österreichischen Grenze verlaufende Mosoni Duna die 40 km südlich von Mosonmagyaróvár gelegene Stadt Györ (dt: Raab, 118 m), vor der ihr von Westen die Rabnitz (ung: Répce, im Mündungsbereich Rábca genannt) zufließt (siehe Rabnitz-Gebiet).