Passauer Zipf (Wienerwaldtunnel) und der Flussverlauf der Donau bis Klosterneuburg

398 m, Wienerwald, Donaualtarm Greifenstein/Wienfluss-Donaukanal

Von der am Südrand des Tullnerfeldes gelegenen Ortschaft Katzelsdorf am Wienerwald (200 m) führt die Landesstraße L 2012 in Südrichtung über diesen Übergang des Geographischen Alpenhauptkamms und die Ansiedlung Hirschgarten ins Mauerbachtal und erreicht nach 8,3 km die Ortschaft Mauerbach, in der sie in die Auffahrt zum Übergang Hainbuch einmündet. Am Scheitelpunkt mündet von Osten die zum Hotel Tulbinger Kogel führende Zufahrtsstraße ein.

Nur knapp 1 km westlich des Passauer Zipfs untertunnelt der aus dem Wiental vom westlichen Stadtrand Wiens kommende 13,35 km lange Wienerwaldtunnel (Teilstück der Neuen Westbahn und bis zur Fertigstellung des Koralmtunnels und/oder des Brenner-Basistunnels längster Eisenbahntunnel Österreichs) auf einer Seehöhe von rund 220 m den Alpauptkamm und erreicht 3 km später die Ebene des Tullner Feldes bei der 2 km westlich von Katzelsdorf gelegenen kleinen Ortschaft Chorherrn (im Bild unten das dortige Westportal des Tunnels).

© Gerhard Zant
Wasserscheide  Donaualtarm Greifenstein Wienfluss-Donaukanal
Abflüsse  Koglbach – Hauptgraben – Donaualtarm Greifenstein – Donau Hirschgartenbach – Mauerbach – Wienfluss – Donaukanal – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Donaualtarms Greifenstein bis
Passauer Zipf Nach dem Rauchbuchberg (420 m) endet knapp vor der Ansiedlung Waldheim jenseits des Einzugsgebietes des Donaualtarms Greifenstein das Einzugsgebiet des Wienflusses und es beginnt jenes der Großen Tulln. Die numehrige Donaualtarm Greifenstein/Große Tulln-Wasserscheide verlässt den Geographischen Alpenhauptkamm, fällt in Nordrichtung ins Tullnerfeld ab und verliert sich in der von Kanalbauten durchzogenen Ebene im Osten Tullns. Tullnerfeld

Am Westende des rund 4 km langen Donaualtarms Greifenstein münden sowohl der Hauptgraben, als auch der Hagenbach in diesen rechten Nebenarm der Donau.

© Panoramio; Der Hauptgraben ist ein künstlich angelegter Entwässerungskanal im östlichen Tullnerfeld

Verlauf der Hauptzuflüsse des Donaualtarms Greifenstein

Der rund 15 km lange stets in Nordostrichtung fließende künstlich angelegte Hauptkanal beginnt bei Ollern (240 m), passiert die Ortschaften Wilfersdorf, Katzelsdorf im Wienerwald, Tulbing (206 m), Königstetten (181 m) und Zeiselmauer (175 m) und mündet westlich des zu Wördern gehörenden Ortsteiles Altenberg von Westen in den Donaualtarm Greifenstein. Auf diesem Weg nimmt er alle von den Nordausläufern des Wienerwaldes ins Tullnerfeld abfließenden Gewässer, u. a. auch die von den ins Wiental führenden Alpenhauptkammpässen Passauer Zipf und Hainbuch kommenden Bäche (Koglbach und Marleitenbach) auf.

Der im Gebiet des Alpenhauptkammübergangs Hainbuch entspringende über 10 km lange Hagenbach durchfließt die Ortschaft Kirchbach (306 m), von der über die Übergänge Steinriegl und Hintersdorf Straßen ins Kirlingbachtal führen. Er passiert sodann die Hagenbachklamm, von deren unteren Ende eine Straße über die Talwasserscheide Hagental ebenfalls ins Kirlingbachtal führt. Über St. Andrä vor dem Hagenthale (196 m) erreicht der Hagenbach den Hauptort Wördern und mündet unmittelbar neben dem Hauptgraben von Westen in den Donaualtarm-Greifenstein (170 m, im Bild unten).

© muli.nl

Bevor sich der Donaualtarm Greifenstein bei der Ortschaft Greifenstein mit dem Hauptstrom der Donau vereinigt mündet der von Hadersfeld (Übergang in den am Kierlingbach gelegenen Klosterneuburger Stadtteil Kierling) abfließende Hadersfeldbach in den Donaualtarm.

Ab der Vereinigung mit dem Donaualtarm Greifenstein wird der Flusslauf der Donau wieder zur Alpengebietsgrenze, da die Nordabhänge des Wienerwaldes wieder direkt zum rechten Donauufer abfallen. Nach Höflein (Stkm 1.947) dreht die Donau in Südostrichtung, tritt in die Metropolregion der Bundeshauptstadt Wien ein und es beginnt der Stauraum des über 20 km weiter flussabwärts bereits außerhalb des Alpengebietes am Ostrand Wiens gelegenen Donaukraftwerks Freudenau (Oberwasserhöhe 161,35 m). Sie passiert die am rechten Ufer gelegene Ortschaft Kritzendorf (Stkm 1.945) und die Stadt Klosterneuburg (Stkm 1.939), deren Orts- bzw. Stadtgebiete jedoch nicht am Hauptstrom, sondern an einem im Zuge der Kraftwerksbauten errichteten Kanal, dem sogenannten Klosterneuburger Durchstich liegen, der sämtliche von den Wienerwaldhängen ins Stadtgebiet abfließende Bäche (Kierlingbach, Weidlingbach) aufnimmt, bei Stkm 1.945 vom Hauptstrom abzweigt und sich bei Stkm 1.938 wieder mit diesem vereinigt (siehe Einzugsgebiet des Klosterneuburger Durchstichs). Die dadurch zwischen Stadtgebiet und Hauptstrom entstandene Insel, auf der zahlreiche Freizeitanlagen liegen, wird als Erholungsgebiet genutzt und dient dem Hochwasserschutz.