Pielach-Gebiet, Abgrenzung und Flusssystem

Die 70 km lange Pielach entspringt in Niederösterreich in den Türnitzer Alpen. Sie fließt stets in grundsätzlicher Nordrichtung und dreht erst kurz vor ihrer Mündung in Westrichtung. Sie entwässert innerhalb Niederösterreichs ein Gebiet von 590 km², und zwar hauptsächlich Teilgebiete der Türnitzer Alpen, aber auch den Südteil des nicht dem Alpengebiet, sondern der Böhmischen Masse zuzuzählenden Dunkelsteinerwaldes. Ihr unterster Flussabschnitt bis zur Mündung östlich von Melk (im Bild unten) bildet die Grenze des Alpengebietes (linkes Ufer) zur Böhmischen Masse.

© landschaftsfotos.at-Dr. Hudler
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Pielach
bis
Pielamund Die rechte Einzugsgebietsgrenze der Pielach beginnt außerhalb des Alpengebietes im Donautal beim Pielamund genannten Mündungsbereich, steigt in Ostrichtung zum südlichen Teil des Dunkelsteinerwaldes an, passiert den Dunkelstein (625 m), umgeht in einer Nordausbuchtung die Quellen der Zuflussbäche des rechten Pielachzuflusses Kremnitzbach, erreicht als Wasserscheide zur Fladnitz, einem direkten Donauzufluss des Dunkelsteinerwaldes, in Südostrichtung die Ortschaft Karlstetten (375 m), an deren östlichem Ortsrand die Fladnitz entspringt, verlässt das Gebiet des Dunkelsteinerwaldes und tritt am Kaibling (343 m) ins Gemeindegebiet der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten über, wo jenseits des Pielachgebietes das Einzugsgebiet der Fladnitz endet und jenes der Traisen beginnt.

Als Pielach/Traisen-Wasserscheide durchläuft die rechte Einzugsgebietsgrenze der Pielach in Südrichtung die westlichen Stadtteile St. Pöltens, wird dort von der Westbahn und der Westautobahn A 1 gequert, verläuft entlang der das westliche Traisenufer begrenzenden Hügelkette und die Quellen mehrerer Pielach-Kleinstzuflüsse östlich passierend weiter in Südrichtung, folgt abschnittsweise der Gemeindegrenze von St. Pölten und wird am südlichen Stadtrand von der Ober-Grafendorfer Straße B 39 (328 m) und mehreren Nebenstraßen gequert, verlässt St. Pölten und steigt im nördlichen Hügelgebiet der Türnitzer Alpen, – nachdem sie von der 2. Wiener Hochquellenwasserleitung und weiteren Nebenstraßen gequert worden ist -, zum Windbüchel (480 m) an, passiert den Kuhberg (483 m) und fällt zum Schindeleck ab.

Schindeleck