Flussverlauf der Pielach und der Donau bis zur Traiseneinmündung

Die in folgender Verlaufsbeschreibung vergrößert und fett hervorgehobenen Verkehrsübergänge bzw. Passhöhen liegen innerhalb des Einzugsgebietes der Pielach.

Die Pielach entspringt am Nordwesthang des Hennestecks (1.334 m) auf rund 1.100 m Seehöhe und durchfließt nach ihrem Ursprung in Nordrichtung ein 15 km langes fast unbewohntes Tal, bis ihr bei Schwarzenbach an der Pielach (510 m, Bild unten) von Westen der Schwarzenbach und von Osten das Weißenbachl zufließen, durch dessen Tal erstmals ein KFZ-tauglicher Verkehrsweg das Pielachtal erreicht, der über die Türnitzer Gscheid aus dem Traisental kommt.

Ing. Günter Tuder, A-3213 Frankenfels, CC0

Ab Schwarzenbach von der Landesstraße L 102 begleitet durchfließt die Pielach ein enges Tal, in dem sie von beiden Seiten zahlreiche kaum bewohnte Täler entwässernde Bäche aufnimmt. Sie passiert die Weiler Bruckmühle (461 m) und Schmeisslmühle (446 m) und erreicht nach 5 km die Streusiedlung Pielachleitengegend (434 m), wo ihr von Westen der Nattersbach zufließt, durch dessen Tal die schmalspurige Mariazellerbahn verläuft und aus dem Natterstunnel kommend (im Bild unten das Westportal mit dem Nattersbach) das Pielachtal erreicht.

© Manfred Weinhandl

Der über 20 km lange Nattersbach entspringt nördlich des Straßenpasses Schüsseleck/Wastl am Wald, von dem jedoch keine Straße ins Nattersbachtal hinunter führt. Er durchfließt den fast unbewohnten Nattersgraben, an dessen westlichen Talrand Puchenstuben liegt, von wo die schmalspurige Mariazeller Bahn in spektakulären Serpentinen fast bis zum Talgrund hinunter führt. Ab Nattersmühl (599 m) von der Bahn begleitet passiert der Nattersbach den Weiler Weißwasser (558 m) und die Bahnstation Laubenbachmühle (533 m), nach der in Westrichtung Straßen über die Übergänge Kreuztanne und Schlagerboden ins Erlauftal führen. Danach auch von der Hauptstraße B 39 begleitet und weiterhin ein enges wildromantisches und kaum bewohntes Tal durchfließend erreicht der Nattersbach nach 5 km die Ortschaft Frankenfels (464 m, Bild unten) und mündet nach weiteren 4 km in der Pielachleitengegend in die Pielach.

© oevp-frankenfels.at

Der Pielach fließt 2 km unterhalb der Nattersbachmündung von Westen der Weißenbach zu, durch dessen Tal eine Straße über Plankenstein ins Melkgebiet führt. In der 4 km flussabwärts gelegenen Ortschaft Dobersnigg (397 m) mündet von rechts der Loichbach ein, in dessen Tal eine Straße führt, die nach dem Hauptort Loich (449 m) nach 5,5 km bei der Seemühle (500 m) als Sackgasse endet. Die Pielach passiert die Ortschaft Schwerbach (385 m) und es mündet nach 3 km in Marbach von Norden der gleichnamige Bach ein, durch dessen Tal eine Straße über den Luftberg ins Einzugsgebiet der Melk führt. Kaum 2 km unterhalb von Marbach mündet am südlichen Ortsrand von Kirchberg an der Pielach (im Bild unten) von rechts der Soisbach ein, in dessen Tal ebenfalls eine rund 4 km lange Stichstraße führt.

© wildlife-media.at

Unterhalb von Kirchberg mündet von Osten der Tradigistbach in die Pielach, aus dessen Tal Straßen über den Morigrabensattel und Geiseben ins Traisental führen. In der 6 km nördlich von Kirchberg gelegenen Ortschaft Rabenstein an der Pielach (344 m, im Bild unten) münden von rechts Röhrenbach und Deutschbach -, und von links der Innerreitbach und der Königsbach ein, durch dessen Tal eine Nebenstraße über die Wetterlucke ins Melkgebiet führt.

Lageos, CC0

Durchs Tal des unterhalb von Rabenstein von Osten in die Pielach einmündenden Plambaches führt eine Straße über die Meiselhöhe ins Traisental und aus dem Tal des danach von Westen einmündenden Grünsbachs führen Straßen über den Kohlenberg und den Rametzberg in die Marktgemeinde Kilb. Unterhalb von Hofstetten mündet von Osten der Aigelsbach in die Pielach, durch dessen Tal über das Schindeleck eine weitere Verkehrsverbindung mit dem Traisental besteht. Nach der 10 km weiter nördlich gelegenen Ortschaft Ober-Grafendorf (280 m) erreicht die Pielach die Ebene des Donautales, wird von der Westautobahn A 1 gequert, dreht unterhalb von Prinzersdorf (252 m), wo sie von der Westbahn gequert wird, in Westrichtung, wird den Dunkelsteinerwald südlich begrenzend zur Alpengebietsgrenze und es mündet bei Haunoldstein von Süden die Sierning ein (238 m), aus deren Tal Straßen über die Übergänge Rametzberg und Kohlenberg ins Grünsbachtal, sowie über Wiesenöd, Heinrichsberg, und Simonsberg ins Einzugsgebiet der Melk führen.

Die Pielach dreht nach dem Sierningzufluss in Nordwestrichtung und passiert nach weiteren 5 km die Ortschaften Loosdorf (234 m) und Albrechtsberg an der Pielach (224 m), zwischen denen von links der Roggenbach einmündet, aus dessen Einzugsgebiet über die Übergänge Neustift bei Sooß, Hohenreith/Grillenreith und den Pöverdinger Wald ebenfalls Straßen ins Melkgebiet führen. Die Pielach passiert nach Albrechtsberg den östlichen Stadtrand von Melk und wird danach auf den letzten beiden Flusskilometern am rechten Ufer von der Steinwand, einem kristallinen Steilhang der Böhmischen Masse, begleitet, bis sie beim Pielamund knapp unterhalb der Melker Donaubrücke (im Bild unten) in die Donau mündet.

© karl-gotsch

Ein letztes Mal durchbricht die nach der Pielachmündung in Nordrichtung drehende Donau das Gebirgsmassiv der Böhmischen Masse an dessen Südostende und durchfließt, – eingebettet zwischen der Hochebene des Waldviertels (linkes Ufer) und dem Dunkelsteinerwald -, den fast 35 km langen Wachau genannten Abschnitt des Donautales. Sie passiert die am rechten Ufer gelegenen Touristenattraktionen Schloss Schönbühel (Stkm 2.032) und die Burgruine Aggstein, dreht bei dem im Zentrum des teilweise in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen Wachau-Gebietes gelegenen Ort Spitz an der Donau (Stkm 2.019) in Nordostrichtung, vollzieht nach der am linken Ufer gelegenen Ortschaft Weißenkirchen in der Wachau (Stkm 2.013) eine die am rechten Ufer gelegene Ortschaft Rossatz umschmiegende Nordschleife, nach der sie bei der Stadt Dürrnstein (Stkm 2.009, linkes Ufer) in Ostrichtung dreht, passiert das über dem rechten Ufer gelegene Stift Göttweig und die am linken Ufer gelegene Stadt Krems an der Donau (203 m, Stkm 2.002), nach der sich das Hochplateau des Waldviertels vom linken Donauufer zurückzieht, und tritt, – nachdem von Süden die Fladnitz zugeflossen ist (Stkm 2.000) -, am Nordostende des Dunkelsteinerwaldes bei Hollenburg in die Ebene des Tullnerfeldes ein, in der sie bei Altenwörth aufgestaut wird (Donaulaufkraftwerk Altenwörth, Oberwasserhöhe 193,5 m, Stkm 1.980). Unterhalb der Staustufe erreicht (über einen Altarm) von links der 153 km lange Kamp die Donau, dessen linker Zufluss Zwettl an der Kontinentalwasserscheide entspringt. Knapp unterhalb des Kraftwerks mündet von rechts die Traisen in die Donau (180 m, Stkm 1.979) und führt dieser (nach Inn und Enns) wieder vom Alpenhauptkamm stammendes Wasser zu (siehe Traisen-Gebiet).