Fier-Gebiet, Abgrenzung und Flusssystem

Der 72 km lange Fier entspringt in den Savoyer Voralpen (Préalpes Isère et Savoies), und zwar in der den Borne-Alpen zugeordneten Gebirgskette Chaîne des Aravis an der Nordflanke des Mont Charvin auf 1.970 m Seehöhe und erreicht die Rhône knapp 8 km unterhalb der Einmündung der Les Usses.

www.sila.fr/Signature-du-Contrat-de-bassin-Fier-Lac-d-Annecy.html?lang=fr

Nur 15 km vor seiner Mündung fließt ihm von Südosten sein größter Nebenfluss Chéran zu, der im Massif des Bauges (ebenfalls eine Untergruppe der Savoyer Voralpen) entsprungen ist. Während der Fier nach seinem Ursprung allmählich von Nordwest- in Südwestrichtung dreht, fließt der Chéran vorerst in Südwestrichtung und dreht allmählich in Nordwestrichtung bis es zur Vereinigung mit dem Fier kommt.

https://www.cheran.fr/le-cheran/bassin-versant/

Zwischen dem nördlichen Halbbogen des Fier und dem südlichen Halbbogen des Chéran liegt der Lac d`Annecy, dessen Thiou genannter Abfluss ein linker Zufluss des Fier ist. Da somit auch der in einem großen (gleichnamigen) Talbecken gelegene Lac d`Annecy zum Flusssystem des Fier gehört, erstreckt sich dessen gänzlich in der Region Auvergne-Rhône-Alpes gelegenes Einzugsgebiet auf immerhin 1.380 km² und umfasst ausschließlich Teilgebiete der beiden oben genannten Untergruppen, nämlich der Borne-Alpen und des Bauges-Massives der Préalpes Isère et Savoies.

von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Fier bis
Rhônetal bei Châteaufort Die rechte Einzugsgebietsgrenze des Fier steigt von seiner südlich von Seyssel gelegenen Mündung vom linken Rhôneufer in Nordostrichtung zum Montagne des Princes (932 m) an und verläuft weiter in den Westausläufern der Borne-Alpen als Fier/Usses-Wasserscheide (siehe Ausführungen im Vorkapitel Les Usses-Gebiet) in Ostrichtung vom Plateau Clermont bis La Balme-de-Sillingy, passiert danach den Col de Mandallaz, das Plateau Villy-le-Pelloux, das Ortsgebiet von Groisy und das Plateau Le Chaumet und erreicht die kleine Anhöhe Mont Béné, bei der jenseits des Fiergebietes das Einzugsgebiet der Les Usses endet und jenes der Arve beginnt. Als Arve/Fier-Wasserscheide erreicht die Fier-Gebietsgrenze nach dem Col d`Evires und dem Col de Fleuries das Zentrum der Bornes Alpen (siehe Ausführungen im Vorkapitel Arve-Gebiet), in dem sie zum Col des Glières ansteigt, danach ins Ortsgebiet von Saint-Jean-de-Sixt abfällt, dort die Scheitelhöhe des Col Saint-Jean-de-Sixt passiert, zur Gebirgskette Chaîne des Aravis ansteigt und diese am Gipfel der Tête Pelouse erreicht, auf der jenseits des Fiergebietes das Einzugsgebiet der Arve endet und jenes der Isère beginnt, die bei Valence die Rhone erreicht. Die nunmehr zur Fier/Isère-Wasserscheide gewordene rechte Einzugsgebietsgrenze des Fier folgt dem Hauptkamm der Aravis-Kette in Südwestrichtung, passiert die Gipfeln La Roualle (2.589 m), La Grande Balmaz (2.616 m), Pointe des Verres (2.532 m) und Aiguille de Borderan (2.492 m), nach der sie zum Col des Aravis (im Bild unten die Passhöhe) abfällt. Col des Aravis
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