Flussverlauf des Fier und der Rhône bis zur Einmündung des Canal de Savière

Die in folgender Verlaufsbeschreibung vergrößert und fett hervorgehobenen Verkehrsübergänge bzw. Passhöhen liegen innerhalb des Einzugsgebietes des Fier.

Der Fier entspringt im Gemeindegebiet von Manigod (im Bild unten) an der Nordflanke des Mont Charvin (2.409 m), einem Gipfel der den Borne-Alpen zugeordneten Chaîne des Aravis. In Nordwestrichtung fließend erreicht ihn nach über 10 km in Manigod (720 m) von Osten der Ruisseau Nant Bruyant, durch dessen Tal eine Straße über den Col de la Croix-Fry ins Tal seines rechten Nebenflusses Nom führt.

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In der 4 km flussabwärts gelegenen Ansiedlung Les Clefs fließt dem Fier von Süden der Ruisseau de Champfroid zu (670 m), durch dessen Tal eine über den Col du Marais führende Straße ins Isèregebiet führt. Les Clefs ist auch Ausgangs- und Endpunkt einer über den Col de Plan Bois führenden Panoramastraße. Weniger als 2 km flussabwärts von Les Clefs fließt dem Fier in der Ortschaft Thônes (im Bild unten) von Osten der Nom zu (574 m), von dessen Talschluss eine Straße über den Col des Aravis ins Isèregebiet führt. Aus seinem Tal führen Straßen in Südrichtung über den Col de la Croix-Fry ins obere Fiertal und in Nordrichtung über den Col de Saint-Jean-de-Sixt ins Arvegebiet.

Roland FRENZEL, CC BY-SA 3.0

In der 1 km flussabwärts der Nom-Mündung gelegenen Ortschaft Tury, wo von Norden der gleichnamige Bach und von Süden der Le Malnat zufließen, dreht der Fier in Westrichtung und es erreicht ihn 3 km später von Süden in der Ortschaft Alex der Ruisseau de Langogne, durch dessen Tal eine Straße über den Col de Bluffy zum Lac d`Annecy führt. Nach Alex dreht der Fier wieder in Nordwestrichtung und durchbricht die Schlucht Défilé de Dingy bei der Ortschaft Dingy-Saint-Clair (500 m), von wo ab der Fier bis zum Stadtrand von Annecy eine von Paddlern gern befahrene Wildwasserstrecke bildet. Nach der Schlucht berührt das linke Ufer des Fier den nordöstlichen Stadtrand von Annecy und es mündet unterhalb der am rechten Talrand gelegenen Ortschaft Nâves-Parmelan von Norden der Ruisseau de Grattepanche ein (475 m), dessen Tal eine Straße aufwärts folgt, die über den Sattel von Villaz und Aviernoz nach Thorens-Glières führt. Dem in Westrichtung drehenden Fier fließt kaum 2 km unterhalb der Grattepanchemündung bei der Ortschaft Onnex von Norden sein größter rechter Nebenfluss Filière zu (456 m).

Die 24 km lange Filière entspringt auf fast 1.500 m Seehöhe in den Borne-Alpen am Plateau des Glières, über das eine Straße über den Col des Glières ins Vallée de la Borne und somit ins Arvegebiet führt. Der in Westrichtung fließenden Filière fließt in der Ortschaft Thorens Glières von Norden der Le Flan zu (650 m), aus dessen Tal Straßen über den Col des Fleuries ebenfalls ins Arvegebiet und über den Übergang Croix des Esparzales nach Évires führen. Kurz nach Thorens Glières fließt der Filière von Süden der Nant de l`Aup zu (590 m), durch dessen Tal eine Straße über den Sattel von Villaz ins Fiertal führt. Weitere 5 km weiter westlich mündet bei der Ortschaft Le Plot (Gemeinde Groisy) von rechts der Le Daudens in die Filière (545 m), aus dessen Tal und Zuflusstälern Verkehrswege über die Übergänge Croix des Esparzales nach Thorens Glières, Col d`Évires ins Arvegebiet, sowie über das Plateau Le Chaumet und den Sattel von Groisy ins Les Usses-Gebiet führen. Nach der Daudensmündung dreht die Filière in Südrichtung und passiert die Orte Charvonnex und Mercier, zwischen denen von Westen der Ruisseau de Gusuet einmündet, durch dessen Tal eine Straße über den Col de la Frétallaz ins Tal des Viéran führt. Nachdem die Filière unterhalb des Weilers Le Pautex von Osten den vom Sattel von Villaz in Westrichtung abließenden bloß 1,7 km langen Ruisseau du Pautex aufgenommen hat erreicht sie den Ort Argonay (im Bild unten die dortige Mairie im Ortszentrum) und mündet in den Fier.

© argonay.fr

Von West- in Südwestrichtung drehend und das Stadtgebiet von Annecy entgegen dem Uhrzeigersinn umschmiegend erreicht der Fier Meythet, einen nordwestlichen Vorort Annecys, wo ihm von Norden der Viéran zufließt, aus dessen Tal und Nebentälern Verkehrswege über die Übergänge Col de la Frétallaz ins untere Filièrtal -, sowie über das Plateau Villy-le Pelloux und den Col de Mandallaz ins Les Usses-Gebiet führen. Knapp unterhalb des rechtsseitigen Viéranzuflusses mündet von links der die Borne-Alpen vom Gauges-Massiv trennende Thiou genannte Abfluss des Lac d`Annecy in den Fier.

Der 14,5 km lange und bis zu 3,5 km breite Lac d`Annecy trennt die Borne-Alpen im Osten vom Massif de Bauges im Westen und ist mit einer Fläche von 27,59 km² der sechstgrößte See Frankreichs. Der als angeblich sauberster See Europas touristisch vermarktete auf 447 m Seehöhe gelegene Gebirgssee wird durch die Unterwasserquelle Boubioz und zahleiche Zuflüsse (Ire, Eau morte, Laudon, Bornette, Biolon etc.) gespeist. In der an seinem Ostufer gelegenen Ortschaft Menthon-Saint-Bernard (im Bild unten) mündet der Nant de Bluffy in den Lac d`Annecy, durch dessen Tal eine Straße über den Col de Bluffy nach Alex ins obere Fiertal führt. Aus dem Tal des weiter südlich bei Angon (Gemeinde Talloires) einmündenden Nant d`Oy führt eine Straße zum Col de la Forclaz-Montmin.

Didier Halatre, CC BY-SA 3.0

Durch das Tal des südlichen Lac d`Annecy-Zuflusses Eau morte verlaufen zahlreiche Verkehrswege über die Talwasserscheide von Faverges ins Isèregebiet, wohin auch eine durch ein südliches Nebental des Eau morte über den Col de Tamié verlaufende Straße führt. Aus einem rechten Nebental des Eau morte führt eine Straße über den Col de la Forclaz-Montmin zum Ostufer des Lac d`Annecy (447 m) bei Talloires. Durchs Tal des westlich des Eau morte in den Lac d`Annecy einmündenden Ruisseai l`Ire führt ein für den allgemeinen Verkehr gesperrter Schotterweg über den Col de Chérel (1.498 m, im Bild unten) ins Tal des Chéran. Das Vallée du Chéran kann vom Lac d`Annecy aus nur aus dem Tal des von Westen in den See einmündenden Laudon über den Col de Leschaux -, und von der Stadt Annecy aus durchs Tal des Torrent Ste Catherine (mündet beim Austritt des Thiou von Süden in den See) und über die Crêt de Châtillon erreicht werden.

© lesbauges.com

In der am Nordufer des Lac d`Annecy gelegenen gleichnamigen Stadt liegt der Thiou genannte nur 3,5 km lange Abfluss des Lac d`Annecy, wo auch der kleine Gebirgsbach Torrent Ste Catherine den See erreicht, aus dessen Tal eine Straße über die Crêt de Châtillon ins Tal des Chéran führt. Der Thiou durchfließt in Westrichtung das Stadtgebiet von Annecy, nimmt dort von linke den Ruisseau des Trois Fontaines auf, aus dessen Tal eine über das Plateau Quintal verlaufende Straße ebenfalls ins Tal des Chéran führt, und mündet nach linksseitiger Aufnahme des Stadtbaches Ruisseau de Loverchy am nördlichen Stadtrand Annecys in den Fier.

Kaum 1 km westlich der Thioumündung fließt dem nunmehr selbst zur Grenze zwischen Borne-Alpen (rechtes Ufer) und Bauges-Massiv gewordene Fier von Norden der Nant de Calvi zu, von dessen Quellgebiet Verkehrswege über La Balme-de-Sillingy ins Tal der Les Petites Usses führen. Der Fier durchbricht nach weiteren 10 km bei Lovagny die (unbefahrbare) Schlucht Gorges du Fier, die über eine schmale fast 300 m lange und 26 m hoch über dem Fluss am nackten Fels befestigte Brücke Le Pont des Liasses (im Bild unten) öffentlich zugänglich ist.

© picasaweb.google.com

Danach durchfließt der Fier voralpines Hügelgebiet. Aus den Tälern der rechtsseitig einmündenden Bäche (Ruisseau des Courbes, Ruisseau de Vaudrenaz, Ruisseau de Lagnat und Ravin de Merluz) führen Straßen über namenlose Übergänge ins Tal der Les Usses. Die linksseitigen Zuflüsse (Ruisseau du Marais de l`Aile, Nant des Frasses, Nant de la Verne, etc.) entspringen am zwischen dem Fiertal und dem untersten Teil des sich aus Südostrichtung nähernden Chérantales gelegenen Plateau Marcellaz-Albanais, über das zahlreiche die genannten Täler verbindende Straßen verlaufen. Der Chéran mündet schließlich rund 10 km unterhalb der Gorges du Fier von links in den Fier (320 m).

Der 54 km lange Chéran entspringt im Massif des Bauges südlich der Pointe de Chaurionde (2.173 m) auf fast 2.000 m Seehöhe an der Gemeindegrenze von Verrens-Arvey und Jarsy. In Südwestrichtung stürzt er in das kaum besiedelte Waldtal Vallon de Bellevaux hinab, an dessen Ende der Fluss in Nordwestrichtung dreht und bei der Ortschaft École (763 m) von Süden der Ruisseau des Grands Prés zufließt, aus dessen Tal eine Straße über den Col du Frêne ins Isèretal führt. Nach rechtsseitigem Zufluss des Grand Nant bei La Compôte (680 m) mündet in der Ortschaft Le Châtelard ebenfalls von Norden der Ruisseau des Garins in den Chéran, aus dessen Tal eine Straße zum Col du Plane führt. Unterhalb von Le Châtelard (im Bild unten) mündet von Süden der Ruisseau d`Aillon in den Chéran (624 m), aus dessen Tal Straßen über den Col du Lindar und den Col des Prés ins Isèregebiet führen.

© villagesdefrance.fr/Emile Taillefer

Vom Talschluss des kurz danach bei Leschereines ebenfalls von links einmündenden Ruisseau de Saint-François (590 m) führt eine Straße über den Col de Plainpalais ins Leyssetal. Bevor der Chéran in eine Schlucht einfließt, mündet noch 2 km flussabwärts von Leschereines von Norden der Nant des Glapigny ein, aus dessen Tal Straßen über den Col du Plane ins obere Chérantal, sowie über die Passhöhen Col de Leschaux und Crêt de Châtillon zum Lac d`Annecy führen. Nachdem der Chéran die über 10 km lange Schlucht Gorges du Chéran durchflossen hat, tritt er an deren Ende ins dort Albanais genannte Alpenvorland ein. Bei der hoch über seinem linken Ufer gelegenen Ortschaft Cusy mündet von Süden der Ruisseau Nant de Rey ein, von dessen Oberlauf Straßen über das Plateau Saint-Offenge zum Lac de Bourget führen. Unterhalb von Cusy mündet von links der Ruisseau du Favant ein, von dessen Talschluss eine Straße über den Col du Goléron ebenfalls ins Einzugsgebiet des Lac du Bourget führt. Der Chéran erreicht schließlich 8 km unterhalb von Cusy den Kantonshauptort Alby-sur-Chéran (399 m, im Bild unten), nach dem ihm von rechts der Ruisseau Nant de l’Eau Salée zufließt, aus dessen Nebentälern über das Plateau Quintal zahlreiche Verkehrswege nach Annecy führen. Im folgenden 10 km langen Flussabschnitt bis zur Kleinstadt Rumilly verlassen rechtsseitig zahlreiche über das Plateau Marcellaz-Albanais ins Fiertal führende Kleinstraßen das Chérantal. Im Stadtgebiet von Rumilly mündet von links der Ruisseau la Néphaz ein (342 m), aus dessen Tal Straßen über den Col de Cessens und den Col de Sapeney ins Lac du Bourget-Gebiet führen. Schließlich mündet der Chéran 3 km unterhalb von Rumilly in den Fier.

© Pierre Huchette

Den Fier erreicht 4 km nach dem Chéranzufluss im Gemeindegebiet von Val di Fier von rechts die La Morge, durch deren Tal Straßen über das Plateau Clermont zum Unterlauf der Les Usses führen; und kurz danach von links der Ruisseau Parmand, aus dessen Tal eine Bergstraße über den Col de Clergon in die Chautagne genannte kleine Ebene des Rhônetales führt. Nach rechtsseitiger Aufnahme des Ruisseau d`Essert in der ebenfalls zur Gemeinde Val di Fier gehörenden Ortschaft Saint-André (302 m), durch dessen Tal ebenfalls Straßen zum Plateau Clermont hinauf führen, durchfließt der Fier abermals eine zwischen der Montagne des Princess im Norden und der Montagne du Gros Foug im Süden gelegene Gorges du Val de Fier genannte rund 5 km lange Schlucht und mündet schließlich bei der zur Gemeinde Motz gehörenden Ortschaft Châteaufort in die Rhône (255 m).

Unterhalb der Fiereinmündung fließt die Rhône teilweise kanalisiert weiter in Südrichtung entlang der ihr Ostufer begleitenden Ebene Chautagne, aus der eine Straße über den Col de Clergon nach Val di Fier führt, passiert nach 10 km die an ihrem Westufer gelegene Kleinstadt Culoz (247 m) und erreicht nach weiteren 5 km die am Ostufer gelegene Ortschaft Chanaz, bei der von Osten der die Alpengebietsgrenze bildende schiffbare Canal de Savières, der 4,5 km lange Abfluss des Lac du Bourget einmündet (230 m).