Abgrenzung des italienischen Alpengebietes

Gemäß vorherrschender Lehrmeinung verläuft die Alpen/Apenninen-Grenze im Bereich des Äußeren Alpenbogens, – also zwischen Savona und dem am Alpenhauptkamm liegenden Col di Cadibona -, entlang der natürlichen Flussläufe des Letimbro, der im Stadtgebiet von Savona ins Meer mündet, und dessen rechten Nebenflusses Lavanestro, der am Col di Cadibona entspringt und in den nördlichen Stadtteilen von Savona in den Letimbro einmündet.

Im Inneren Alpenbogen zwischen dem Col di Cadibona und Ceva hingegen versteht sich die Alpen/Apenninen-Grenze als gedachte (und somit künstliche) über die Kleinpässe Colle di Cosseria und Colle di Montezemolo führende Linie zwischen diesen beiden Örtlichkeiten, die die drei Quellflüsse des Flusses Bormida kreuzt, und zwar die Bormida di Mallare in der Ortschaft Altare, die Bormida di Pallare in der Ortschaft Carcare und die Bormida di Millesimo in der Kleinstadt Millesimo. Die Strecke Col di Cadibona-Altare-Carcare-Colle di Cosseria-Millesimo-Passo de Montezemolo-Ceva entspricht einer rund 25 km langen geraden Linie.

Marco Plassio, CC BY-SA 3.0

Ab Ceva (im Bild oben) entspricht die innere Bandgrenze des italienischen Alpengebietes dem Ende des Alpengebiets am Übergang in die Oberitalienische Tiefebene, ist meist fließend und somit kaum exakt festzulegen. Sie verläuft von Ceva vorerst in Westrichtung entlang der Alpi Liguri (dt: Ligurische Alpen) über Mondovi bis zur über dem Südrand der Poebene gelegenen Stadt Cuneo (im Bild unten), wo die Alpi Marittime (dt: Seealpen) an deren Nordostecke kurz berührt werden, und danach in Nordrichtung entlang der Alpi Cozie (dt: Cottische Alpen) über Dronero, Busca, Saluzo, Cavour, Pinerola und Piossaco, bis sie nach Passage des westlichen Stadtrands von Turin die Alpi Graie (dt: Grajische Alpen) erreicht und in Nordostrichtung dreht.

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Über Lombardore erreicht die Alpengrenze nach Cavaglia die Alpi Pennine (dt: Walliser Alpen; auch Pennische Alpen) und verläuft entlang dieser weiter in Nordostrichtung über Biella und Gattinara, bis sie südlich des Lago Maggiore dessen Abfluss Ticino quert, damit in die Lombardei übertritt, danach entlang des Südrandes der Prealpi Luganesi (dt: Luganer Voralpen oder auch Luganer Alpen) verläuft und schließlich zwischen Varese und Como den schmalsten Teil des italienischen Alpengebietes erreicht

Die Südgrenze des Alpengebietes verläuft dort am Fuße der Südabhänge des Parco Regionale Spina Verde di Como, der auf der italienischen (südlichen) Seite eines südlich der Schweizer Stadt Chiasso verlaufenden (Grenz)Hügelzuges liegt, der Anhöhen von über 550 m Seehöhe aufweist, als Ausläufergebirge der Alpen bzw. voralpiner Hügelzug anzusehen ist und deshalb im Rahmen gegenständlicher Ausführungen auch die nördlich dieses Erholungsgebietes im südlichsten Schweizer Bezirk Mendrisiotto (Kanton Tessin) liegende kaum 30 km² große Ebene rund um Chiasso, – obwohl diese als Teil der Poebene angesehen wird -, als Alpengebiet behandelt wird. Die Staatsgrenze bildet dort in West- Ostrichtung quer über diesen Hügelzug verlaufend gleichzeitig die Nordgrenze des erwähnten italienischen Naturparks, bis sie nach rund 7 km in Nordrichtung in die Ebene östlich von Chiasso und westlich des Comoseeufers abfällt und sogleich wieder zur den Comosee westlich begrenzenden Gebirgskette ansteigt. Während dieses 7 km langen Grenzabschnittes, in dem auch der auf 494 m Seehöhe liegende südlichste Punkt der Schweiz liegt, ist die Staatsgrenze vom südlich von ihr gelegenen Übergang des Grenzhügelzuges in die Ebene und damit vom Ende des Alpengebietes nur knappe 2 km entfernt.

Berger, CC BY-SA 3.0; Der Grenzübergang Chiasso ins hügelige italienische Voralpengebiet bei Como

Während die Staatsgrenze (= äußere Bandgrenze) danach in Nordrichtung ins Gebirge abdreht, verläuft die dortige Südgrenze der Alpen weiter in Ostsüdostrichtung südlich von Como und anschließend der kleinen, südlich des Lago di Como liegenden Seen (Lago di Alserio, Lago di Pusiano, Lago di Annone usw.), bis sie nördlich von Paderno d`Adda die Adda quert, damit in die Ostalpen übertritt und den Südrand der Alpi Orobie (dt: Bergamasker Alpen) erreicht.

Die innere Bandgrenze zieht weiter über Bergamo zum Südufer des Lago d`Iseo, erreicht westlich von Brescia den Südrand der Prealpi Bresciane e Gardesane (dt: Gardaseeberge), passiert Brescia und verläuft danach entlang des Südufers des Gardasees, tritt östlich von Sirmione (im Bild unten) in die Region Venezien über, quert südöstlich von Verona in Nordostrichtung drehend die Etsch und hat damit den Südrand der Prealpi Vicentine (dt: Vizentiner Alpen) und den breitesten Teil des italienischen Alpengebietes erreicht. Die die äußere Bandgrenze bildende österreichische Staatsgrenze verläuft über 200 km weiter nördlich.

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Weiter über Vicenza, Bassano di Grappa und Montebelluna überschreitet die Südgrenze des italienischen Alpengebietes bei Nervesa della Battaglia den Piave und erreicht den Südrand der Alpi Carniche (dt: Karnische Alpen). Entlang derer Südabhänge über Congeliano, Vittorio Veneto und Sarmede wird nördlich von Cordignano die Regionsgrenze zu Friaul-Julisch Venezien überschritten und weiter über Caneva, Aviano, Meduno und San Daniele del Friuli bei Osoppo der nördlichste Punkt der südlichen Alpengrenze des italienischen Alpengebietes erreicht. Nach Querung des Tagliamento verläuft die Alpengrenze ab dort nunmehr entlang der Alpi Giulie (dt: Julische Alpen) in Südostrichtung nördlich von Udine über Buja, Tricesimo, Cividale del Friuli, Manzano, Cormons bis Gradisca d`Isonzo und nähert sich dort der östlich gelegenen slowenischen Grenze bis auf 5 km an. Nach Querung des Isonzo nimmt die innere Bandgrenze des italienishen Alpengebietes, – nunmehr innerhalb des Carso (dt: Karst) -, Südrichtung ein und erreicht nach weniger als 10 km in der Küstenstadt Monfalcone (im Bild unten der Hafen) ihr Ende an der Küste des Adriatische Meeres.

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Die seitlichen Bandgrenzen des italienischen Alpengebietes bilden die Küstenlinien ab den oben beschriebenen Ausgangs- bzw. Endpunkten der inneren Bandgrenze, nämlich

  • im Osten der vom Karsthochplateau des Triestiner Küstenlandes gesäumte Küstenabschnitt des Golfs von Triest zwischen Monfalcone und der Rosandramündung in den südlichen Vororten Triests, und
  • im Westen die Küstenlinie der italienischen Riviera zwischen der Letimbromündung in Savona und der Mündung des die italienisch/französischen Grenze bildenden Torrente San Luigi in Balzi Rossi (Bild unten), einem westlichen Vorort Ventimiglias.
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Die äußere Bandgrenze des italienischen Alpengebietes ist, – mit Ausnahme der östlichsten 16 km -, ident mit der politischen 1.884 km langen Staatsgrenze Italiens zu den Nachbarländern Frankreich (488 km), Schweiz (734 km), Österreich (430 km) und Slowenien (232 km, davon 216 km im alpinen Gebiet) und ist somit, – zum Unterschied zur inneren Bandgrenze -, vermessungstechnisch präzisiert. Es sei einschiebend vermerkt, dass die überwiegend am Alpenhauptkamm verlaufende Staatsgrenze zu Frankreich und Österreich auf die von Italien mit diesen Ländern in den Jahren 1947 (Paris, Siegermacht Frankreich) und 1919 (St. Germain, Siegermacht Italien) geschlossenen Friedensverträgen basiert. Die reale Grenzlinie verläuft nicht immer tatsächlich exakt am Kamm, sondern sie wurde aus militärstrategischen Erwägungen abschnittsweise vor allem im Bereich von Verkehrsübergängen auf Seite des jeweiligen Kriegsverlierers einige 100 m unterhalb der Kammhöhe festgesetzt. Im Rahmen gegenständlicher Ausführungen bleiben diese Abweichungen jedoch unbeachtet und es wird bei Grenzverlaufsbeschreibungen stets vom Hauptkamm als Grenzlinie ausgegangen.

Die Staatsgrenze zu Frankreich steigt im Gebiet des Äußeren Alpenbogens als Grenze zwischen der italienischen Region Ligurien im Osten und der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Westen von der Küste weg in den Alpi Marittime (frz: Alpes maritimes) westlich von Ventimiglia in Nordrichtung zum Monte Grammondo (1.378 m, im Bild unten) an, fällt über den Cuore (1.095 m) zum Tal des Roya-Nebenflusses Bevera ab, quert in Ostrichtung das Beveratal und anschließend das benachbarte Royatal und tritt damit in die Alpi Liguri (frz: Alpes Ligures) über.

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Sie steigt zu der das Einzugsgebiet der Roya im Osten begrenzenden Gebirgskette an und folgt deren Kamm in Nordrichtung bis zum Monte Saccarello, der in der Kamm- und Gipfelkette des vom nordöstlich gelegenen Colle di Cadibona kommenden Alpenhauptkamms liegt und auch Grenzberg zwischen den italienischen Regionen Ligurien und Piemont ist.

Die Staatsgrenze hat damit das Gebiet des Äußeren Alpenbogens verlassen und folgt ab dort dem die Grenze zwischen den Gebieten des Inneren und des Äußeren Alpenbogens bildenden Alpenhauptkamm, der vorerst weiter in Nordrichtung bis zur Punta Marguareis (frz: Pointe Marguareis) verläuft, dann in Westrichtung am Colle di Tenda (frz: Col de Tende, dt: Tendapass) in die Seealpen zurückkehrt, nach dem Mont Clapier allmählich in Nordrichtung dreht und über den Colle della Lombarda (frz: Col de la Lombarde) und den Rocher des trois évêques den Colle della Maddalena (frz: Col de Larche) erreicht, an dessen Scheitelpunkt auf italienischer Seite der kleine Lago della Maddalena liegt (1.974 m, im Bild unten von der Passhöhe gesehen), und dort in die Alpi Cozie (frz: Alpes Cotiennes) übertritt.

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Die Staatsgrenze verläuft weiter über den Colle dell’Agnello (frz: Col Agnel) bis zum Grand Charvia (frz: Mont Gimont), von dem die Staatsgrenze vom Alpenhauptkamm ins Gebiet des Inneren Alpenbogens abfällt, das Tal des vom französischen Pass Colle del Monginevro (frz: Col de Montgenevre) kommenden Torrent La Doire beim Wintersportort Claviere (1.760 m, im Bild unten) quert, danach entlang des Ostabhanges des Mont Chaberton verläuft und kurz vor dem Rocher des Grandes Becs den Alpenhauptkamm wieder erreicht.

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In Nordrichtung verlässt die Staatsgrenze am östlich des innerfranzösischen Passes Colle della Scala (frz: Col de l’Echelle) gelegenen Sommer du Guiau (2.656 m) abermals den Alpenhauptkamm, quert im Gebiet des Inneren Alpenbogens den Talgrund des gänzlich zu Frankreich gehörende Vallée Étroite an dessen Talausgang, steigt zu dem das Vallée Étroite im Norden begrenzenden Bergmassiv an, folgt in Nordwestrichtung dessen Kamm, passiert am Rocca Bernauda (3.226 m) den westlichsten Punkt Italiens, dreht in Nordostrichtung und erreicht auf der Cime de la Planette (3.071 m), bei der in Frankreich die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur endet und die Region Auvergne-Rhône-Alpes beginnt, wieder den Alpenhauptkamm.

Entlang des Alpenhauptkamms dreht die Staatsgrenze nach der von Bahn und Autobahn untertunnelten Pointe de Fréjus in Ostrichtung, verlässt am Col Clapier ou Savine neuerlich den Alpenhauptkamm und verläuft im Inneren Alpenbogen entlang des Randes des dem innerfranzösischen Pass Colle del Moncenisio (frz: Col du Mont Cenis) südlich vorgelagerten Plateaus, quert den von diesem Plateau ins Susatal abfließenden Bach Chenisia, tritt damit in die Alpi Graie (frz: Alpes Grées) über und erreicht am Mont Tour wieder den Alpenhauptkamm.

Diesem folgt die Staatsgrenze in Nordrichtung, dreht an der Levanna Orientale in Nordwestrichtung, erreicht westlich der Pointe de la Galise (im Bild unten) auf italienischer Seite das Gebiet der autonomen Region Aostatal, passiert den Colle del Piccolo San Bernardo (frz: Col du Petit Saint-Bernard, dt: Kleiner St. Bernhard), dreht am Aiguille de Bionnassay in Nordostrichtung und verläuft über das Massiv des Monte Bianco (frz: Mont Blanc), des mit 4.810 m höchsten Berges Europas, bis zum Monte Dolent (frz: Mont Dolent), der das Dreiländereck Italien/Frankreich/Schweiz bildet.

© camptocamp.org

Ab dort verlaufen Alpenhauptkamm und die italienische Staatsgrenze (nunmehr zur Schweiz, Kanton Wallis) in Ostrichtung, treten am Colle del Gran San Bernardo (frz: Col du Grand Saint-Bernard, dt: Großer St. Bernhard) in die Alpi Pennine (dt: Walliser Alpen) über, drehen nach dem Matterhorn im Monte Rosa Massiv an der Ludwigshöhe, wo auf italienischer Seite die autonome Region Aostatal endet und das Piemont wieder beginnt, in Nordostrichtung und erreichen den Pizzo d`Andolla, wo die Staatsgrenze den Alpenhauptkamm neuerlich verlässt.

Die Staatsgrenze verläuft ab dem Pizzo d`Andolla im Gebiet des Inneren Alpenbogens entlang der das Schweizer Zwischbergental (Kanton Wallis) östlich begleitenden Bergkette über die Cima Mattaroni zum Pizzo L’Omasca, fällt von dort in Nordrichtung ins Tal der vom Schweizer Simplonpass kommenden Diveria ab, quert dieses und tritt damit in die Alpi Lepontine (dt: Lepontinische Alpen) über, steigt zur Punta Valgrande an und vereinigt sich an der Punta Terrarossa (dt: Wasenhorn, 3.246 m, im Bild unten) wieder mit dem Alpenhauptkamm.

Franco Pecchio, CC BY 2.0

Über das Bortelhorn (im Bild unten) und das Albrunhorn folgt die Staatsgrenze dem Alpenhauptkamm bis zum Piccolo Corno Gries (dt: Kleines Grieshorn), wo auf Schweizer Seite der Kanton Wallis endet und der Kanton Ticino (dt: Tessin) beginnt, und der Alpenhauptkamm in Nordostrichtung der Kantonsgrenze folgend ins Schweizer Staatsgebiet eintritt und den Schweizer Alpenhauptkammübergängen Passo della Novena (dt: Nufenenpass), Passo del San Gottardo (dt: Gotthardpass) und Passo del Lucomagno (dt: Lukmanierpass) zustrebt.

© camptocamp.org

Dieie Staatsgrenze hingegen verläuft, – nunmehr wieder im Gebiet des Inneren Alpenbogens -, noch kurz in Ostrichtung über das Grieshorn (im Bild unten der rechte Gipfel), dreht am Passo di San Giacomo in Südsüdostrichtung und fällt nach Kastelhorn, Monte Basòdino, Tamierhorn, Kalberhorn, Passo Cazzòla und Pizzo Quadro in den Talgrund des Valle di Campo ab, steigt zum Pizzo dell’Alpe Gelato wieder an, durchquert nach dem Pilone das Valle Onsernone und danach auch das von der Melezza durchflossene Valle Vigezzo und fällt schließlich nach Überwindung des Monte Limidario zum tiefsten Punkt der Schweiz, den auf 193 m Seehöhe gelegenen Lago Maggiore ab.

© Max64/hickr

Die Staatsgrenze durchquert diesen auf italienischer Seite die Grenze zwischen dem Piemont und der Lombardei bildenden See im nördlichen Teil zwischen den Ortschaften San Bartolomea am Westufer und Zenna am Ostufer, tritt damit ins Gebiet der Prealpi Luganesi (dt: Luganer Alpen) über, steigt als Grenze zwischen dem Kanton Tessin und der Lombardei zum Monte Paglione wieder an, folgt dem Sturzbach Torrente Ri abwärts ins vom Torrente Laveree durchflossene Valle Vedasca, steigt von dort zum Monte Pola an, wendet sich vor Erreichung seines Gipfels in Südrichtung, verläuft unterhalb der Kammlinie westlich der Gipfel von Monte Magino und Poncione di Breno und steigt zum Monte Lena an, fällt über den Passo di Monte Faeta ins Tal der Tresa (Abfluss des Lago di Lugano zum Lago Maggiore) ab, folgt deren Flusslauf aufwärts bis zu ihrem Austritt aus dem Lago di Lugano (dt: Luganersee), durchquert dessen Westarm in Südrichtung, verlässt diesen am Südufer nahe der italienischen Ortschaft Porto Ceresio (im Bild unten), steigt zur Albero di Sella an und verläuft entlang dem die Wasserscheide zwischen den Pozuflüssen Ticino und Olona bildenden Hügelzug bis zum Poncione d’Arzo.

Guérin Nicolas, CC BY-SA 3.0

Vom Poncione d’Arzo fällt die Staatsgrenze sodann ins Tal des aus Nordost kommenden Olonazuflusses Rio Ranza (in Italien Gaggiolo genannt, im Bild unten) ab und quert diesen ein erstes Mal. Entlang dem das linke Ranzaufer begleitenden Bergrücken verläuft sie weiter in Südrichtung bis Gaggiolo, wo der Rio Ranza in Ostrichtung dreht.

Mpiz, CC BY-SA 2.5

Die Südrichtung beibehaltend quert die Staatsgrenze den Rio Ranza ein zweites Mal und dreht danach selbst in Ostrichtung, um kurz danach den zwischenzeitlich wieder in Südrichtung fließenden Rio Ranza ein drittes Mal zu queren und danach vom Einzugsgebiet der Olona wieder ins Einzugsgebiet des Ticino zurückzukehren. In Ostrichtung quert die Staatsgrenze danach die Luganerseezuflüsse Laveggio und Rio di Prella, verlässt nahe der 502 m hohen Pauzella wieder das Ticinogebiet und wechselt ins Einzugsgebiet der Adda. Nordöstlich der Gemeinde Ronago erreicht die Staatsgrenze den Comoseezubringer Faloppia, folgt dessen Flusslauf aufwärts in Südrichtung, dreht nach rund 2 km in Ostrichtung, passiert den südlichsten Punkt der Schweiz und dreht danach kurz vor der Stadt Como nahe des 562 m hohen Aussichtsberges Dosso Palanza in Nordrichtung, fällt durch den Grenzgraben des Rio della Maiocca in die Ebene östlich der Schweizer Grenzstadt Chiasso und westlich des Comosees ab, quert diese und auch den Comoseezufluss Breggia und steigt nach 3 km zum westlich des Comosees aufragenden Gebirgsstock an, verläuft über den Monte Bisbino und den Monte Generoso, nach dem sie wieder ins Ticinogebiet wechselt, zum Monte Caprino, an dessen Westfuß am Ostufer des Luganersees die 2,6 km² große italienische Exklave Campione (im Bild unten) liegt.

© footage.framepool.com

Vom Monte Campione fällt die Staatsgrenze in Nordrichtung zum Ufer des nördlichen Teils des Luganersees ab, durchquert diesen die Nordrichtung beibehaltend, steigt westlich der am Nordufer gelegenen Ortschaft Albogasso zum Colma Regia an, verläuft weiter in Nordostrichtung über den Monte Cucco und den Gazirolla zum Saumpass Passo San Jorio (2.012 m, im Bild unten), wo die Staatsgrenze in die Lepontinischen Alpen zurückkehrt und auf Schweizer Seite der Kanton Tessin endet und der Kanton Graubünden beginnt.

© hikr/Ivan Butti

Nunmehr in Nordrichtung zwischen dem Schweizer Val Mesolicina (dt: Misox, Ticinoeinzugsgebiet) im Westen und dem italienischen Val San Giacomo (Addaeinzugsgebiet) im Osten erreicht die Staatsgrenze nach der Cima Marmontana, dem Piz de la Forcola und der Cima de Barna östlich des Pizzo Curciusa wieder den vom westlich in der Schweiz gelegenen Passo del San Bernardino (dt: San-Bernardino-Pass) kommenden Alpenhauptkamm, der dort ident mit der Europäische Kontinentalwasserscheide (Rhein/Po) ist.

Sie folgt diesem in Nordrichtung über den Pizzo Zoccone zum Passo dello Spluga (dt: Splügenpass, im Bild unten), wo sie von den Alpi Lepontine in die Alpi Retiche (dt: Rätische Alpen) und damit von den Westalpen in die Ostalpen übertritt.

Adrian Michael, CC BY-SA 3.0

Am östlich des Splügen gelegenen Piz Timun trennt sich die Staatsgrenze wieder vom Alpenhauptkamm und verläuft in Nordostrichtung ins Gebiet des Äußeren Alpen-bogens, quert das Abflusstal des Lago di Lei und verläuft weiter bis zum die Ostgrenze des Valle di Lei bildenden Bergrücken, dreht in Südrichtung, erreicht an der Cima da Lägh wieder den Alpenhauptkamm und verlässt somit wieder den Äußeren Alpenbogen.

Sie folgt wieder dem Alpenhauptkann ein kurzes Stück in Südostrichtung bis zum Passo da la Prasgnola, von dem sie in Südrichtung wieder ins Gebiet des Inneren Alpenbogens dem Sturzbach Lovero folgend ins Val Bregaglia (dt: Bergell) abfällt, die vom Passo del Maloggia (dt: Malojapass) aus der Schweiz kommende Mera quert und sogleich durch das Val Casagnina zur Bocchetta della Tegiola (im Bild rechts) wieder ansteigt.

© camptocamp.org

In Ostrichtung das Bergell südlich begleitend verläuft die Staatsgrenze über die Punta Trubinasca, den Passo di Bondo, den Pizzo di Zocca und die Punta Rasica bis zum Monte Sissone, dreht in Nordrichtung und erreicht über die Cima di Vazzeda, den Monte Rosso und den Monte del Forno am Pizzo Muretto wieder den Alpenhauptkamm. In Ostrichtung folgt die Staatsgrenze dem Alpenhauptkamm ins Berninamassiv, passiert den Piz Bernina südlich und verlässt am Piz Palü den Alpenhauptkamm in Südrichtung ins Gebiet des Inneren Alpenbogens.

Über den Piz Varauna, das Corno Campascio, den Monte Garde, den Piz Sareggio und den Monte Combolo begleitet die Staatsgrenze das Schweizer Valposchiavo (dt: Puschlav) im Westen bis zum Piz Cancan, von wo sie in Ostrichtung ins Puschlav abfällt. Sie quert dieses Tal nördlich der im Veltlin gelegenen italienischen Stadt Tirano, die Endstelle der Berninabahn ist, deren Trasse quer durchs Stadtzentrum führt (im Bild unten bei der Piazza Basilica).

Herbert Ortner, CC BY 3.0

Danach steigt sie zum Monte Masuccio wieder an, dreht in Nordrichtung und begleitet das Puschlav nunmehr im Osten bis sie nach Überwindung des Pizzo Ometto, des Pizzo del Termine und des Piz Trevisina am Piz Val Nera wieder den Alpenhauptkamm erreicht, der dort in Ostrichtung ins italienische Staatsgebiet eintritt und das Livignoplateau östlich begrenzend über den Passo di Foscagno dem am Talschluss des Valle di Fraele liegenden Passo di Fraele zustrebt.

Die Staatsgrenze hingegen folgt in Westrichtung ein kurzes Stück dem Alpenhauptkamm über den Piz Ursera bis zur Forcola di Livigno, unmittelbar nach der der Alpenhauptkamm in Südwestrichtung zum Schweizer Passo del Bernina (dt: Berninapass) abfällt, während die Staatsgrenze in Nordrichtung ein zweites Mal ins Gebiet des Äußeren Alpenbogens eintritt und das östlich gelegene (italienische) Valle di Livigno begleitend über den Piz la Stretta und den Munt Cotschen zum Piz Serra (im Bild unten der linke Gipfel) verläuft.

© glauser.net

Ab dort in Ostrichtung drehend fällt die Staatsgrenze nach Überwindung des Piz da l`Acqua zur Staumauer des Lago di Livigno ab und verläuft durch den See südlich des von einem Autotunnel unterquerten Munt la Schera, verlässt wieder den Stausee in Nordostrichtung durch das Tal des Ova da Caschabella, verläuft bis zu dessen Talschluss, dreht in Südrichtung zur Cima del Serraglio, fällt von dieser ins Val Mora ab, quert dieses beim Passo Val Mora (1.934 m, im Bild unten), steigt zum Piz Mon`Ata an, erreicht in Ostrichtung an der Cima la Casina wieder den vom südwestlich gelegenen Passo di Fraele kommenden Alpenhauptkamm und verlässt damit wieder das Gebiet des Äußeren Alpenbogens.

© mountainbiketrails.de

Die Staatsgrenze folgt wenige Kilometer lang dem Alpenhauptkamm in Ostrichtung die Addastauseen Lago di San Giacomo und Lago di Cancano im Norden passierend über den Monte Cornaccia (im Bild unten) bis zum Monte Forcola, ab wo der Alpenhauptkamm über Schweizer Staatsgebiet in Nordwestrichtung zum Pass dal Fuorn (dt: Ofenpass) weiter verläuft.

© scarponiepedali.it/Marco Di Tommaso

Die Staatsgrenze hingegen verläuft weiter in Ostrichtung im Gebiet des Inneren Alpenbogens über Piz Schumbraida, Piz Umbrail und den Passo dell’Umbrail, dessen Scheitelhöhe wenige 100 m nördlich der Staatsgrenze auf Schweizer Staatsgebiet liegt, bis zur Cima Garibaldi (dt: Dreisprachenspitze), wo auf italienischer Seite die Lombardei endet und die Region Trentino-Südtirol beginnt. Sie dreht dort in Nordrichtung und verläuft über Piz Costainas (dt: Furkelspitze), Piz Sielva und Monte Cavallaccio (östlichster Punkt der Schweiz), von dem sie ins Val Müstair abfällt, dieses quert, zum Piz Terza (dt: Urtirolaspitz) ansteigt und den vom westlich in der Schweiz gelegenen Ofenpass kommenden Alpenhauptkamm wieder erreicht.

Wieder dem Alpenhauptkamm folgend verläuft die Staatsgrenze in Nordrichtung über den Muntpitschen bis zur Punta della Vedretta (dt: Fernerspitz). Während der Alpenhauptkamm von dort die Nordrichtung beibehaltend zum das Schweizer Val d’Uina vom Südtiroler Schlinigtal trennenden Passo di Slingia (dt: Schlinigpass) abfällt und zum Craist’Ota ansteigt, verläuft die Staatsgrenze in Nordwestrichtung ein drittes Mal innerhalb des Gebietes des Äußeren Alpenbogens zum Piz Rims (im Bild unten), fällt in Nordostrichtung in den Talboden des Val d’Uina ab, quert dieses Tal ca. 500 m unterhalb des die Wasserscheide bildenden Schlinigpasses, steigt zum Craist’Ota an und hat damit das Gebiet des Äußeren Alpenbogens verlassen und den Alpenhauptkamm wieder erreicht.

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Von dort folgt die Staatsgrenze wieder dem Alpenhauptkamm in Nordrichtung bis zum Äußeren Nockenkopf, verlässt dort die in Ostrichtung zum Reschenplateau abfallende Alpenhauptkammkette, verläuft, – die Nordrichtung beibehaltend -, ein viertes Mal innerhalb des Gebietes des Äußeren Alpenbogens zum Piz Lad (im Bild unten von Osten gesehen), an dessen Nordfuß das Dreiländereck Italien/Schweiz/Österreich liegt.

Cactus26, CC BY-SA 3.0

In Ostrichtung, – nunmehr als Grenze zu Österreich (Bundesland Tirol) -, fällt die Staatsgrenze zum Stillebach knapp unterhalb (nördlich) der Scheitelhöhe des Passo di Resia (dt: Reschenpass, auch Reschenscheideck) ab, quert diesen und geht in die Alpi Venoste (dt: Ötztaler Alpen) über, vereinigt sich am Ostrand des Reschenplateaus wieder mit dem Alpenhauptkamm, folgt diesem zum Passo del Rombo (dt: Timmelsjoch), geht in die Alpi dello Stubai (dt: Stubaier Alpen) über, folgt deren Hauptkamm bis zum Passo del Brennero (dt: Brennerpass), geht in die Alpi della Zillertal (dt: Zillertaler Alpen) über, passiert dessen höchsten Gipfel Hochfeiler (3.509 m, im Bild unten der mittlere Gipfel), verläuft über den Dreiecker, wo auf der österreichischen Seite Tirol endet und Salzburg beginnt, passiert das Testa Gemella Occidentale (dt: Westliches Zwillingsköpfl), den nördlichsten Punkt Italiens (N 47Grad 05’31“ E 12 Grad 11’09“) und damit auch den nördlichsten Punkt des Einzugsgebietes der Adria, geht nach der Birnlücke in die Alti Taun (dt: Hohe Tauern) über und err eicht die das Dreiländereck Salzburg/Osttirol/Südtirol bildenden Picco dei Tre Signori (dt: Dreiherrnspitze).

Svíčková, CC BY-SA 3.0

Auf der Dreiherrnspitze verlässt die italienische Staatsgrenze in Südrichtung endgültig den Alpenhauptkamm und verläuft ab nun stets im Gebiet des Inneren Alpenbogens, – nunmehr als Grenze zum österreichischen Bundesland (Ost)Tirol -, über Rötspitze und den Passo Stalle (dt: Staller Sattel, im Bild unten) zum Hochrast, von dem sie entlang des Grenzbaches Erlbach ins dort Hochpustertal genannte Drautal abfällt, dieses quert, damit von den Hohen Tauern in die Alpi Carniche (dt: Karnische Alpen) wechselt und zu dem am Westende des Karnischen Hauptkamms liegenden Monte Elmo (dt: Helm) wieder ansteigt.

© alpenpass.eu

Am Monte Elmo dreht die Staatsgrenze in Ostrichtung und verläuft dem Karnischen Hauptkamm folgend über die Hollbrucker Spitze, die Montagna del Ferro und die Cima Frugnoni, zwischen denen auf italienischer Seite die Region Trentino-Alto Adige endet und die Region Veneto beginnt, den Monte Antola (dt: Steinkarspitz), wo auf österreichischer Seite Tirol endet und Kärnten beginnt, den Monte Oregone (dt: Hochalpl, im Bild unten), wo auf italienischer Seite die Region Veneto wieder endet und die autonome Region Friuli-Venezia Giulia beginnt, den Passo di Monte Croce Carnico (dt: Plöckenpass) und den Passo di Ramollo (dt: Nassfeld) bis zum östlichen Ende des Karnischen Hauptkamms. Weiter in Ostrichtung fällt sie ins Tal der Slizza (dt: Gaillitz) ab, quert dieses östlich von Tarvisio und geht von den Karnischen Alpen in die Caravanche (dt: Karawanken) über, steigt, – nachdem sie auch den rechten Slizzazufluss Rio della Chiusa (dt: Klausbach) gequert hat -, zum Karawankenhauptkamm an und erreicht nach Tschabin (1.273 m) und Homitsch (1.301 m) am Monte Forno (dt: Ofen, slow: Peč, 1.508 m) das Dreiländereck Italien/Österreich/Slowenien und damit das Einzugsgebiet der Save.

© summitpost/Gangolf-Haub

Die nunmehr italienisch/slowenische Staatsgrenze fällt vom Monte Forno in Südrichtung zum Valico di Fusine (dt: Ratschacher Sattel, slow: Prehod Rateče) ab, wechselt dort von den Karawanken in die Alpi Giulie (dt: Julische Alpen), steigt die Südrichtung beibehaltend zum Ponca an, erreicht an der V. Koncu spica (Nordgipfel der Kotova spica) das Einzugsgebiet des Isonzo, dreht in Südwestrichtung und verläuft über den Mangart, den Passo di Predil und den Kanin bis zum Monte Guarda (slow: Skutnik, im Bild unten), fällt in Südrichtung ins Ucceatal ab, quert dieses und steigt auf die vom Südufer der Uccea aufragenden Gebirgsstöcke wieder an, wo sie den westlichsten Punkt Sloweniens erreicht.

© hikr/orome

Die Staatsgrenze umgeht westlich das Quellgebiet des Natisone (slow: Nadiža) und quert danach in Ostrichtung deren Tal, steigt zum Monte Matajur an, verläuft nach dem Liveksattel wieder in Südrichtung entlang des Kamms des Monte Colovrat, von dem sie am Talschluss des Val Judrio in Südwestrichtung in dieses Tal abfällt und dem Flusslauf des Judrio bis zum Talausgang beim Winzerort Mernico folgt. Dort dreht die Staatsgrenze in Südrichtung und durchquert das hügelige Collio-Weinbaugebiet (im Bild unten), wobei sie kurz in Ostrichtung dreht.

© turismofvg.it

Im Norden der Stadt Gorizia (dt: Görz) dreht sie dann abermals in Südrichtung, fällt ins Isonzotal ab, quert im Stadtgebiet von Görz den Isonzo und kurz danach bei der Ortschaft Rupa den ebenfalls aus Slowenien kommenden linken Isonzozufluss Vipava, wechselt von den Julischen Alpen ins Karstgebiet und steigt zu dem das Vipavatal im Süden begrenzenden und dieses von der Karsthochebene des Triestiner Küstenland trennenden Hügelzug der Črni hribi an.

Entlang des Westrandes der Karsthochebene weiter in Südrichtung dreht sie rund 5 km nördlich der Küstenstadt Monfalcone in Südostrichtung und verläuft parallel zur Küste weiterhin das Karstplateau begrenzend bis zum Südwestabhang des Veliko Gradišče, wo sie oberhalb des Dorfes Grozzana (im Bild unten) in Südwestrichtung dreht und in das die Halbinsel Istrien begrenzende Val Rosandra zum Grenzort Botazzo abfällt. Dort trennt sich die Alpengebietsgrenze von der Staatsgrenze, die das Rosandratal quert und weiter in Westrichtung über das Gebiet der Halbinsel Istrien verläuft und nach 16 km die Küste des Golfes von Triest beim Grenzort Lazaretto (Gemeinde Muggia) erreicht.

© mapio.net/edvin bernetic

Die Grenze des italienischen Alpengebietes hingegen folgt in Nordwestrichtung innerhalb Italiens dem Flusslauf der Rosandra rund 3 km abwärts bis zu deren Mündung in die Adria in den südlichen Vororten Triests, wo sie endet.