Brenta-Gebiet, Abgrenzung und Flusssystem

Die 174 km lange Brenta entsteht in der Valsugana genannten Talschaft in der Provinz Trient der Region Trentino-Südtirol östlich der Regionshauptstadt Trient auf 449 m Seehöhe durch den Zusammenfluss der Abflüsse des Lago di Caldonazzo und des Lago di Levico als Grenzfluss zwischen den Fleimstaler Alpen und den Vizentiner Alpen. Nach kurzem West- Ostverlauf dreht sie in Südostrichtung, wird zum Grenzfluss zwischen den Dolomiten und den Vizentiner Alpen (Westufer), tritt als solcher in die Region Venezien ein, verlässt bei Bassano Grappa in die Venezianische Tiefebene eintretend das Alpengebiet, wird vor Padua kanalisiert und erreicht als künstlicher Flusslauf bei Chioggia die Adria.

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Ihr 2.300 km² großes Einzugsgebiet erstreckt sich über Teilgebiete der italienischen Regionen Trentino-Alto Adige und Veneto und umfasst Teilgebiete der Vizentiner Alpen, der Fleimstaler Alpen, der Dolomiten und der Oberitalienischen (Venezianischen) Tiefebene. Das aus dieser Ebene aufragende kaum 200 km² große Gebiet der Euganeischen Hügeln liegt gänzlich im Einzugsgebiet der Brenta.

von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Brenta bis
Adriaküste bei Porto Fossone Die rechte Einzugsgebietsgrenze der Brenta beginnt außerhalb des Alpengebietes in der Oberitalienischen Tiefebene im Übergangsbereich Poebene/Venezianische Tiefebene nördlich von Porto Fossone an der Adria in der Region Veneto bereits dort als Brenta/Etsch-Wasserscheide (siehe Ausführungen im Vorkapitel Etsch-Gebiet), verläuft rund 80 km in Westrichtung, dreht sodann in Nordrichtung, erreicht vor Montebello Vicentino die Südabhänge der Vizentiner Alpen und steigt entlang der die Täler des Guà und des Etschzuflusses Chiampo trennenden Hügelkette an, passiert die Übergänge Arzignano, Nogarole Vicentino, Passo dei Sette Roccoli und Passo Santa Caterina und erreicht die Cima di Marana (1.554 m, im Bild unten mit Blickrichtung zur Provinzhauptastadt Vicenca), den südlichsten Gipfel der im Volksmund Catena delle Tre Croci (Kette der drei Kreuze) genannten Bergkette. Nach Überwindung des höchsten Berges dieser Bergkette, des 1.975 m hohen Monte Zevola, vereinigt sich die Brenta/Etsch-Wasserscheide mit der Regoinsgrenze Veneto/Trentino Alto Adige, erreicht am für KFZ-Verkehr gesperrten Passo di Campogrosso den Talschluss des Agnotales (im Unterlauf Guàtal), von wo sie weiter über den Hauptkamm des Passubiomassives verläuft und dabei den Passo Pian delle Fugazze und den Passo Borcola passiert. Weiter in Nordrichtung innerhalb des Trentinos über den Passo Coe, den Passo del Sommo und die Hochebene Altopiano della Vigolana erreicht die rechte Einzugsgebietsgrenze der Brenta auf der Talwasserscheide von Pergine das Quellgebiet der Brenta, passiert dieses westlich, wird von der rechten zur linken Brenta-Einzugsgebietsgrenze und geht von den Vizentiner Alpen in die Fleimstaler Alpen über. Sie verläuft weiter in Ostrichtung über den Passo Manghen, geht am Passo Rolle in die Dolomiten über und steigt zum Hauptkamm der Pale di San Martino an, nahe deren höchster Erhebung Vezzana (3.192 m) sie wieder auf die Regionsgrenze zu Venezien trifft und endet, da dort jenseits des Brentagebietes das Einzugsgebiet der Etsch endet und jenes des Piave beginnt. Die nunmehrige Brenta/Piave-Wasserscheide folgt in Südrichtung (in etwa) der Regionsgrenze über Cima Corona (2.768 m), Croda Granda (2.849 m) und Sass D`Ortiga (2.649 m) zur Punta Caldrolon (2.275 m), verlässt die Regionsgrenze und verläuft innerhalb des Trentinos über Le Rochette (2.309 m) und Cima Feltraio (2.295 m) zum Passo Cereda. Passo Cereda
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