Passo dell‘Aprica (Apricapass)

1.176 m, Alpi Retiche/Alpi Orobie, Adda/Oglio

Der flache Sattel dieses lombardischen Passes, der die Rätischen Alpen von den Bergamasker Alpen trennt, bildet die Grenze der lombardischen Provinzen Sondrio und Brescia. Er ist ein wichtiger und alter Übergang aus dem Veltlin im Westen ins östliche zur Provinz Brescia gehörende Valcamonica. Im Spätmittelalter war er für die zur Kontinentalmacht aufgestiegene Seerepublik Venedig von großer Bedeutung, da er (in Umgehung der unter Habsburgerherrschaft stehenden Tiroler Pässe) den ungehinderten Zugang ins Bündner Land sicherstellte. Unmittelbar östlich der Passhöhe (im Bild unten) liegt der nach dem Pass benannte Wintersportort Aprica.

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Die Strada statale 39 del Passo di Aprica verbindet die Talorte Tresenda im von der Adda durchflossenen Veltlin, und Corteno Golgi (925 m) im vom Fiumicello durchflossenen Val di Córteno, das bei Edolo in das vom Oglio durchflossene Valcamonica mündet.

Wasserscheide  Adda – Po Oglio – Po
Abflüsse  Torrente Belvedere – (Obere) Adda – Lago di Como – (Untere) Adda – Po Fiumicello – Oglio – Po
Mündung  Adriatisches Meer
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von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Adda bis
Passo dell‘Aprica Die Adda/Oglio-Wasserscheide steigt in Südrichtung zum Monte Torsolazo (2.604 m) an, dreht nach dem Monte Sellero (2.733 m) am Monte Tre Confini (2.570 m) in Westrichtung, verläuft über den Passo del Venerocolo (2.317 m) und den Monte Venerocolino (2.569 m) zum Monte Demignone (2.583 m), dreht in Südwestrichtung und verläuft über den Passo di Belvisio (2.520 m) zum Pizzo Tre Confini (2.864 m), nach dem sie über den Monte Sasna (2.216 m) den historischen Saumpfadpass Passo della Manina (1.796 m, im Bild oben) erreicht. Sie passiert in Südrichtung Pizzo di Petto (2.259 m), Monte Ferrante (2.426 m), Passo Scagnetto (2.076 m) und Presolana (2.571 m, im Bild unten), danach in Südwestrichtung über Pizzo Olone (1.985 m), Monte Campo (1.951 m) und Monte Paré (1.642 m) zur Cima Blum (1.293 m), von der sie über Cima Crapet (1.146 m) und Monte Simer (961 m) ins Ortsgebiet von Klausen abfällt, dass auf der Hochebene Altopiano di Clusone liegt. Altopiano di Clusone
Ago76, CC BY-SA 3.0