Lech-Gebiet (Deutschland), Abgrenzung und Flusssystem

Der deutsche Anteil des 3.926 km² großen Einzugsgebietes des 264 km langen Lechs ist im Norden vom Donautal, im Osten von den Einzugsgebieten der Friedberger Ach und der Isar, im Süden von der Staatsgrenze zu Österreich und im Westen von den Einzugsgebieten der Iller, der Günz, der Mindel und der Schmutter begrenzt. Der Lech entspringt im österreichischen Bundesland Vorarlberg im Lechquellengebirge, tritt in Ostrichtung ins Bundesland Tirol über, durchfließt allmählich in Nordrichtung drehend dessen Nordwestteil und tritt bei Füssen auf deutsches Staatgsgebiet über. Er entwässert Teilgebiete des Lechquellengebirges, der Lechtaler Alpen, der Allgäuer Alpen und der Ammergauer Alpen und sein Einzugsgebiet verteilt sich auf Teilgebiete der österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol, sowie des Freistaates Bayern.

Von den auf deutschem Staatsgebiet liegenden Gebirgsgruppen entwässert der Lech den Westteil der Ammergauer Alpen (auch Ammergebirge) und die Ostabhänge der Allgäuer Alpen.

Die Ammergauer Alpen liegen überwiegend in Bayern. Der Westteil ihrer südlichen Ausläufer erstreckt sich bis ins österreichische Bundesland Tirol, wo auch ihr höchster Berg, der Daniel (2.340 m) liegt. Die Westgrenze zu den Allgäuer Alpen bildet der Lech zwischen Schongau am Lech und der österreichischen Bezirksstadt Reutte. Die in Österreich liegende Zwischentoren genannte Talfurche zwischen Reutte und Lermoos bildet die Südwestgrenze zu den Lechtaler Alpen. Als Südostgrenze zum Wettersteingebirge gilt das Loisachtal zwischen Lermoos und Garmisch-Partenkirchen (Einmündung Partnach/Kankerbach).

Geiserich77, CC BY 3.0

Der weitere Flusslauf der Loisach von Garmisch-Partenkirchen bis Murndorf am Staffelsee bildet die Ostgrenze der Ammergauer Alpen zu den Bayerischen Voralpen. Zwischen Murnau am Staffelsee und Schongau verläuft der fließende Übergang der Ammergauer Alpen ins nördlich anschließende Voralpengebiet (Bayerisches Alpenvorland).

von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Lech in Deutschland
bis
Marxing Die rechte Einzugsgebietsgrenze des Lech verläuft von der Donaueinmündung bei Marxing ab innerhalb des den Ammergauer Alpen nördlich vorgelagerten Alpenvorlandes rund 80 km lang in Südrichtung entlang eines unscheinbaren, das Lech- vom Tal der Friedberger Ach trennenden Hügelzuges, auf dem sie die Stadt Augsburg bei Kissing östlich passiert, bis sie nordöstlich von Landsberg am Lech (im Bild unten mit Lechwehr) die Ortschaft Untermühlhausen im Gemeindegebiet von Penzing erreicht, nahe der beim Penzinger Militärflugplatz die dort Verlorener Bach genannte Friedberger Ach entspringt und es endet jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet der Friedberger Ach und es beginnt jenes der Isar. Die nunmehrige Lech/Isar-Wasserscheide dreht in Südwestrichtung, wird von der Eisenbahn und der Autobahn A 96 (München-Lindau) gequert und erreicht oberhalb (südlich) von Landsberg am Lech den rechten Talrand des Lechtales, dem sie in Südrichtung, – von zahlreichen Nebenstraßen gequert und abschnittsweise von der als Kammstraße zwischen dem Tal des Amperzuflusses Windach und dem Lechtal verlaufenden St 2057 begleitet -, folgt und nach dem Schongauer Forst das Ortsgebiet des Marktes Peiting durchläuft. Peiting
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