Flussverlauf der Drau (Slowenien) und der Donau bis zur Saveeinmündung

Die in folgender Verlaufsbeschreibung vergrößert und fett hervorgehobenen Verkehrsübergänge bzw. Passhöhen liegen innerhalb des slowenischen Teiles des Einzugsgebietes der Drau (excl. Murgebiet).

Die Drau entspringt in Italien (Provinz Südtirol) in den Dolomiten bei Toblach (1.220 m), wird unmittelbar nach dem Ursprung in Ostrichtung durch das Hochpustertal fließend zum Grenzfluss zwischen den Dolomiten und den Hohen Tauern (Nordufer) und noch innerhalb Italiens nach rechtsseitigem Zufluss des Sextener Baches zum Grenzfluss zwischen den Karnischen Alpen (Südufer) und den Hohen Tauern, tritt als solcher auf österreichisches Staatsgebiet (Osttirol) über (1.113 m), wird nach rechtsseitigem Zufluss des Gailbaches (1.062 m) zum Grenzfluss zwischen den Gailtaler Alpen (Südufer) und den Hohen Tauern, verlässt bei Lienz das Pustertal und nimmt von Norden die am Alpenhauptkamm entsprungene Isel auf (673 m), tritt bei der Talenge Kärntner Tor (632 m) ins Bundesland Kärnten über, nimmt danach von links die beiden vom Alpenhauptkamm kommenden Zuflüsse Möll (550 m) und (kurz danach) die die Gurktaler Alpen westlich begrenzende Lieser (542 m) auf, erreicht in Südostrichtung fließend als Grenzfluss Gurktaler Alpen/Gailtaler Alpen die Stadt Villach, an deren Ostrand von rechts die die Gailtaler Alpen von den Karawanken trennende Gail zufließt (484 m), deren südlicher Nebenfluss Gailitz in Italen (Provinz Udine) entspringt und aus deren Tal Straßen nach Slowenien -, und zwar über den Predel (it: Passo di Predil) ins Sočatal und über den Prehod Rateče (it: Valico di Fusine) ins Savetal führen.

Aus Nebentälern des unterhalb der Gailitzmündung der Gail zufließenden Kokrabaches führt eine Straße über den Korensko sedlo (Wurzenpass) ebenfalls ins Savetal. Als Grenzfluss zwischen den Karawanken (Südufer) und den Gurktaler Alpen tritt die wieder in Ostrichtung drehende Drau in den Rosental genannten Talabschnitt ein, an dessen Beginn von Süden der Rosenbach einmündet (460 m), aus dessen Quellgebiet die beiden Karawankentunnel (Autobahn und Eisenbahn) ins Savetal führen. Den die Grenze zu Slowenien bildenden Hauptkamm der Karawanken nördlich begleitend erreicht die Drau die Stadt Ferlach, bei der von Süden der im Oberlauf Loiblbach genannte Ferlacher Grießbach einmündet (430 m), der im Gebiet des Ljubelj (Loiblpass, Übergang ins slowenische Savegebiet) entspringt. Bevor die Drau in den Jauntal genannten Talabschnitt eintritt fließt ihr von Süden die Vellach zu (400 m), aus deren Tal Straßen über die Grenzpässe Jezerski vrh (Seebergsattel) und Pavličevo sedlo (Paulitschsattel) ins Savegebiet führen.

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Am Beginn des Jauntales mündet von Norden die die Gurktaler Alpen von den Lavanttaler Alpen trennende Gurk ein (391 m). Als Grenze zwischen den Lavanttaler Alpen (Nordufer) und den Karawanken durchfließt die Drau eine verkehrsweglose Talenge, nach der von Süden die Feistritz zufließt (368 m), aus deren Zuflusstälern Verkehrswege über die in den weiteren Ausführungen noch näher beschriebenen Übergänge Ravnjak-Mežica und Dolga Brda ins Tal des slowenischen Drauzuflusses Meza führen. Danach verlässt die Drau das Jauntal und es mündet bei der österreichischen Grenzortschaft Lavamünd von Norden die die Koralm (Gebirgsstock der Lavanttaler Alpen, slow: Goliza) westlich begrenzende Lavant ein (348 m). Unterhalb der Lavanteinmündung erreicht die Staatsgrenze zu Slowenien das rechte Ufer der Drau, die für rund 3 km zum Grenzfluss wird, ehe sie gänzlich auf slowenisches Staatsgebiet übertritt und nach weiteren 2 km die Stadt Dravograd (dt: Unterdrauburg) erreicht, bei der ihr von Süden die Meža (dt: Mieß) zufließt (342 m, im Bild unten in der Bildmitte).

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Die 42 km lange Meža entspringt in Österreich im Bundesland Kärnten in den Karawanken bei der Maroldalm (Gemeindegebiet Eisenkappel) im Westteil des Peca (dt: Petzen) auf 1.350 m Seehöhe, überschreitet in Ostrichtung den Bergstock Olševa nördlich begrenzend kurz nach ihrem Ursprung die Grenze zu Slowenien und nimmt vor der Ansiedlung Koprivna von Norden den gleichnamigen Bach auf (800 m), durch dessen Tal eine Straße zum Sedlo Preval führt. Der die Ostrichtung beibehaltenden Meža fließen von Norden zuerst die Topla -, durch deren Tal eine Straße zum Sedlo Preval verläuft, und kurz danach der Helenski potok zu (620 m), durch dessen Tal eine Straße zum Vrh šteng und weiter bis ins Gemeindegebiet von Mežica führt. Am Westrand des Ortsgebietes von Črna na Koroškem (dt: Schwarzenbach, im Bild unten) fließt der Meža von Süden die Bistra zu, aus deren Tal eine Straße über die Passhöhe Spodnje Sleme pri Podolševa ins Tal der Savinja führt. Im Ortsgebiet von Črna na Koroškem fließt der in Nordrichtung drehenden Meža von rechts der Jaworski potok zu (574 m), durch dessen Tal eine Straße über den Zavodnje-Slemepass ebenfalls ins Savegebiet führt. Im 3 km nördlich von Črna na Koroškem gelegenen Ortsteil Zerjav fließt der Meža von Osten der Jazbinski potok zu, durch dessen Tal eine Straße über Jazbina und den Narovski Vrh ins Tal der Suha führt.

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Die Meža passiert 5 km nördlich von Zerjav die Ortschaft Mežica (dt: Mießberg), wo ihr von links der kaum 2 km lange Bach Šumec zufließt (480 m), aus dessen Tal eine Straße über den Vrh šteng nach Črna na Koroškem führt. Im Quellbereich des Šumec verläuft eine Straße über den Übergang Ravnjak-Mežica (dt: Raunjak-Mießberg) ins Kärntner Loisbachtal. Nur 5 km flussabwärts von Mežica mündet von links der aus Dolga Brda kommende Bach bei der zu Prevalje gehörenden Ortschaft Poljana (420 m) in die dort wieder in Ostrichtung drehende Meža ein, durch dessen Tal ebenfalls Verkehrswege in die Kärntner Stadt Bleiburg führen. Die Meža durchfließt unterhalb von Poljana die Ortschaften Prevalje (411 m, dt: Prävali) und Ravne na Koroskem (394 m, dt: Gutenstein), wo von Süden die Suha einmündet, aus deren Tal eine Straße über den Narovski Vrh ins Tal des Jazbinski potok führt. In der 14 km weiter flussabwärts gelegenen Ortschaft Dobrova pri Dravogradu (355 m, Vorort von Dravograd) mündet von rechts die Mislinja (dt: Mißling) ein, die kurz vorher Slovenj Gradec (im Bild unten, dt: Windischgrätz, Geburstsort des Komponisten Hugo Wolf) durchflossen hat. Aus deren Tal führen über die Übergange Graška Gora und den Sattel von Mislinja Straßen ins Savegebiet. Die Mislinja trennt unterhalb des letztgenannten Überganges das Bachergebirge von den Karawanken, weshalb nach ihrer Einmündung in die Meža diese bis zu ihrer Einmündung in die Drau für rund 1 km selbst zur Trennlinie zwischen Karawanken und Bachergebirge wird. Die Meža gilt als meistverschmutzter Fluss Sloweniens. Verursacher der Verunreinigungen ist das Hüttenwerk Železarna Ravne, das flussabwärts von Črna na Koroškem angesiedelt ist.

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Die Drau fließt nach der Mežaeinmündung weiter in Ostrichtung in einem engen Tal zwischen dem Bachern im Süden und der Koralm (Bergstock der Lavanttaler Alpen) im Norden und erreicht unterhalb von Dravograd, nachdem ihr bei Muta von Norden die aus Österreich kommende Mučka Bistrica (dt: Feistritz) zugeflossen ist (320 m), nach über 15 km die in einem breiteren Talkessel (Radeljsko polje) gelegene Ortschaft Radlje ob Dravi (dt: Mahrenberg, 315 m, im Bild unten), wo von Norden der Radeljski potok zufließt, durch dessen Tal eine Straße über den Radlje (Radlpass) ins österreichische Murgebiet führt, und von Süden bei der dort am rechten Drauufer gelegenen Ortschaft Vuhred die Vuhreščica einmündet, deren Tal über die Passhöhe Ribnica Pohorju mit dem östlichen Nachbartal der Velka verbunden ist.

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Aus dem Tal der 10 km flussabwärts bei Podvelka (304 m) von Süden in die dort wieder in einem engen Talabschnitt fließende Drau einmündenden Gebirgsbach Velka (im Bild unten) führt nicht nur die bereits erwähnte Straße nach Ribnica Pohorju, sondern es führt auch eine Straßenverbindung über die Passhöhe Cinkova zaga ins östliche Nachbartal der Radolnja.

Josef Moser, CC BY-SA 3.0

Rund 6 km flussabwärts von Podvelka münden bei der Ortschaft Ožbalt von Norden der Ožbaltski potok und die Črmenica ein, aus deren Täler Straßen über die Grenzpässe Remšnik-Kapla und Gradišče na Kozjaku/Oberguess ins steirische Murgebiet führen. Nach weiteren 4 km mündet von Süden die Radolnja in die Drau (300 m), aus deren Tal Straßen einerseits über Cinkova žaga ins westliche Nachbartal der Velka, und andererseits über die Übergänge Rogla und Koča na Pesku ins Dravinjatal führen. Kaum 3 km flussabwärts der Radolnjamündung erreicht die Drau von Norden der Šturmov potok, in dessen Quellgebiet über den Grenzpass Ostrem vrhu ebenfalls eine Straße ins österreichische Murgebiet führt. Auf den nächsten 20 km geht nach Selnica ob Dravi der das linke Drauufer begleitende Bergrücken des Poßruck (slow: Kozjak) in die Windischen Büheln (Slovenske Gorice) über und es mündet in der gegenüber von Selnica am Südufer gelegenen Ortschaft Ruše (dt: Maria Rast) die Lobnica ein (280 m), aus deren Tal Straßen über das Plateau Osankarica und die Anhöhe Tinčeva bajta ebenfalls ins Tal der Dravinja führen. Rund 12 km östlich von Ruše passiert die Drau die ostslowenische Metropole Maribor (dt: Marburg, 268 m, im Bild unten), nach der sie in Südostrichtung dreht und, – da sich sowohl die Hügeln der Windischen Bühel vom linken Ufer, als auch die Ausläufer des Bachern vom rechten Ufer zurückziehen -, in die Ebene des Pettauer Feldes (slow: Ptujskega polja) einfließt.

Andrej Jakobčič, CC BY-SA 3.0

Die Drau passiert nach 30 km die Stadt Ptuj (220 m, dt: Pettau) und wird danach zum Ptujsko Jezero aufgestaut. Unterhalb des Stauraumes mündet bei der zur Gemeinde Videm gehörenden Ortschaft Dravci von Westen kommend die das Matzelgebirge nördlich begrenzende Dravinja in die Drau (209 m) und auch die Ostabhänge des Haloze (Matzelgebirge) erreichen dort (die Drau in Ostrichtung drängend) das rechte Drauufer. Weitere 10 km später erreichen bei der Stadt Ormoţ auch die Windischen Bühel wieder das linke Drauufer, wodurch das Pettauer Feld im Südosten von alpinen Gebirgszügen von der Pannonischen Tiefebene abgegrenzt wird.

Blick von Ptuj zum Ptujsko Jezero in der Ebene des Pettauer Feldes mit den Hügeln des Matzelgebirges im Hintergrund

Die fast 80 km lange Dravinja (dt: Drann) ist der größte Nebenfluss der Drau in Slowenien. Sie entspringt im Pohorje am Ovčarjev vrh auf über 1.200 m Seehöhe. Aus ihrem Quellgebiet führt (ihrem linken Nebenfluss Gradiški graben aufwärts folgend) eine Straße über Rogla und das Radolnjatal ins Drautal. Sie fließt vorerst als Sturzbach in Südostrichtung bis zum Thermenkurort Zreče (396 m, im Bild unten), vor dem von links die Bohorinščica zufließt, aus deren Tal eine Straße über die Planina na Pohorju in ein östlich benachbartes Nebental führt.

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Nach rechtsseitigem Zufluss der Ljubnica passiert die Dravinja das Ortsgebiet von Zreče und danach das Stadtgebiet von Slovenske Konjice (dt: Gobonitz, 285 m, im Bild unten), an dessen Nordrand von rechts die Koprivnica zufließt, aus deren Tal eine Straße über den Sattel von Krizevec nach Celje und somit ins Savegebiet führt.

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Die Dravinja verlässt das Pohorjegebiet, tritt ins Cillier Bergland über, wird kurz nach Slovenske Konjice von der Autobahn A1 (Maribor-Celje) überquert und nimmt von Norden die Oplotnica auf (281 m), aus deren Tal Straßen über die Planina na Pohorju ins Tal der Bohorinščica und zum Oberlauf der Dravinja zurück -, über die Hochfläche Osankarica ins Tal der Lobnica -, und über den Übergang Koča na Pesku ins Tal der Radolnja und ins Drautal oberhalb von Marburg führen. Nach kurzem Südverlauf fließt der Dravinja bei Ziče von Westen die Zičnica zu (272 m), aus deren Tal Verkehrswege über den Sattel von Jazbine und den Pletovarjetunnel ins Savegebiet führen. Danach wieder in Ostrichtung fließend erreicht von Süden die aus dem Savegebiet kommende historische Bahnstrecke der Südbahn durch den Tunnel von Dolga Gora das Dravinjatal, begleitet die Dravinja ein kurzes Stück bis Poljčane (265 m, im Bild unten mit dem Boč im Hintergrund), wo von Süden die Bela zufließt, aus deren Tal Straßen über Pečica-Sattel und Boč ins Savegebiet führen, und verlässt dort wieder das Tal in (Nord)Richtung Maribor.

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Der infolge geringen Gefälles immer stärker mäandernden Dravinja fließt 8 km später bei Makole von Norden die Loznica zu (240 m), aus deren Tal entlang ihres linken Nebenflusses Bistrica eine Straße über die Passhöhe Tinčeva bajta und das Lobnicatal ins Drautal westlich von Marburg führt. Kaum 10 km später fließt der Dravinja bei Majšperk von rechts die Skralska zu (230 m), aus deren Tal eine Hauptstraße über Stoperce-Brzika nach Rogatec ins Quellgebiet des Savezuflusses Sotla führt. Der das Cillier Bergland verlassenden, in die Ebene des Pettauer Feldes eintretenden und den Gebirgsstock Haloze nördlich begrenzenden Dravinja fließt nach 10 km von Süden die Rogatnica zu (218 m), aus deren Tal und Nebentäler Verkehrswege über die Übergänge Sveti Juri und Dolgi Vrh ins Savegebiet und nach Kroatien führen. Nach linksseitiger Aufnahme der 40 km langen Polskava bei Videm pri Ptuju (215 m), die im Schigebiet Smučišče Mariborsko Pohorje (im Bild unten mit Blick auf Maribor) im Ostteil des Bachern entspringt, mündet die Dravinja bei Dravci in die Drau (209 m).

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Kaum 1 km unterhalb der Dravinjamündung fließen der Drau noch (ebenfalls von rechts) die Písčina und weitere 5 km später die Bela zu. Von einem von der Lipnica durchflossenen Nebental der Písčina führt eine kleine Bergstraße über die innerhalb des Ortsgebietes von Zgornje Gruškovje gelegene Anhöhe Travni Vrh zum bereits im Savegebiet liegenden internationalen Grenzübergang Gruškovje/Macelj. Von den Quellgebieten der Písčina und der Bela führen Straßen über die in der Hauptkammkette des Matzelgebirges liegenden Grenzpässe Cvetlinsattel und Zlogonjesattel ins Nachbartal des (ebenfalls rechten) Drauzuflusses Bednja. Bei der kaum 10 km flussabwärts von Dravci am rechten Drauufer gelegenen Ortschaft Zavrč erreicht die Staatsgrenze zu Kroatien das rechte Drauufer und es wird ab dort die Drau für fast 20 km zum Grenzfluss zwischen Slowenien und Kroatien. Vor der am (linken) slowenischen Ufer liegenden Stadt Ormoz fließt ihr bei Gorišnica von links die Pesnica zu (190 m).

Die 65 km lange Pesnica (dt: Pößnitz) ist der zentrale Fluss der westlichen Windischen Bühel, die von ihr in Südostrichtung durchflossen werden. Ihre Quellbäche entspringen auf österreichischem Staatsgebiet westlich des Grenzüberganges Langegg/Vrhovci an den Südabhängen des südsteirischen Weinbaugebietes auf über 500 m Seehöhe. Nach Vereinigung zur Pesnica überschreitet diese in Südostrichtung bei Langegg (310 m) die slowenische Grenze und nimmt nach 6 km bei Zgornja Kungota (272 m, im Bild unten) von Norden den Svečinski potok auf, dem kurz zuvor der Plački potok zugeflossen ist, durch dessen Tal eine Straße über den Grenzübergang Cirnik ins österreichische (steirische) Murgebiet führt. Die Pesnica passiert nördlich die 8 km südlich gelegene Stadt Maribor, nimmt dort bei Pesnica pri Mariboru von links die vom Grenzort Šentilj in Südrichtung abfließende Cirknica auf (253 m) und erreicht fast 15 km weiter östlich den Südrand der zwischen ihren Zubringerbächen Globovnica und Velka gelegenen Stadt Lenart v. Slovenskih Goricah (dt: Sankt Leonhard in den Windischen Büheln).

© Občina Kungota

Von dort schlängelt sich die Pesnica in Südostrichtung mehr als 20 km durch das Hügelgebiet der Windischen Bühel und es fließen ihr in diesem Abschnitt von links u. a. die Velka, danach die Drvanja, und schließlich die Brnca zu, durch deren Täler Verkehrswege über die Übergänge Sveta Ana, Ihova und Cerkvenjak in den Ostteil der Windischen Bühel und somit ins Einzugsgebiet der Mur führen. Die Pesnica erreicht bei Dornava (dt: Dornau) das Pettauer Feld, dessen Nordrand von ihr durchflossen wird, bis sie westlich von Ormoz bei Gorišnica die Drau erreicht.

© deacademic.com; Blick von Ormoz über die Drau zum kroatischen Ufer nach Einmündung der Pesnica

Unmittelbar unterhalb der Pesnicamündung erreicht auch die Lešnica am westlichen Stadtrand von Ormoz von Norden kommend die Drau, durch deren Tal eine Straße über Sveti Tomaz in die slowenische Murebene führt. Östlich von Ormoz wird die Drau abermals -, und zwar zum Ormoško jezero aufgestaut (189 m), dessen Umgebung bereits pannonischen Charakter hat (siehe Bild unten), und es mündet von Norden der Pavlovski potok in den Stauraum, durch dessen Tal Verkehrswege über Mekotnjak und Radomerščak ins Murgebiet führen.

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Knapp unterhalb des Stauraumes münden noch von der slovenischen Seite die Libanja -, und schließlich beim 12 km östlich von Ormoz gelegenen Grenzort Središče ob Dravi (im Bild unten) die Trnava ein, durch deren Täler Straßen über die Übergänge Jeruzalem und Hermanci ebenfalls ins Murgebiet führen. Danach verlässt die Drau, – 144 km flussabwärts von Dravograd -, Slowenien und tritt auf kroatisches Staatsgebiet über (183 m). Sie fließt in die Ebene von Varazdin, den westlichsten Teil des mit der Pannonischen Tiefebene verbundenen Medimurje ein und verlässt somit das Alpengebiet. Sie nimmt 50 km später die Mur auf, wird zum Grenzfluss zwischen Ungarn (linkes Ufer) und Kroatien, tritt schließlich wieder gänzlich auf kroatisches Staatsgebiet über und erreicht östlich der kroatischen Stadt Osijek die Donau (90 m).

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Die Donau bildet im Abschnitt der Draueinmündung (Stkm 1.382) die Grenze zwischen Serbien (linkes Ufer) und Kroatien. Sie passiert die kroatische Stadt Vukovar (Stkm 1.337), nach der ihr die aus Kroatien kommende Vuka zufließt (85 m) und wird danach, – allmählich in Ostrichtung drehend -, wieder zur Alpengebietsgrenze, da die Westabhänge der Fruška Gora, des letzten und östlichsten (mittel)alpinen Bergrückens, ihr kroatisches (rechtes) Ufer erreichen. Nach der kroatischen Grenzstadt Ilok tritt die Donau bei Stkm 1.295,5 gänzlich auf serbisches Staatsgebiet über. In Ostrichtung entlang der zu ihrem rechten Ufer abfallenden Nordabhänge der Fruška Gora fließend passiert die Donau die gegenüber der Stadt Novi Sad bei Stkm 1.355 am rechten Ufer liegende historische Festung Peterwardein und dreht nach linksseitigem Zufluss der in der Ukraine an der Kontinentalwasserscheide entsprungenen 965 km langen Theiss (längster und, – nach der Save -, zweitwasserreichster Nebenfluss der Donau) bei Stkm 1.215 in Südrichtung, fließt nunmehr entlang der Ostabhänge der Fruška Gora (= östlichster Teil des Alpengebietes) und erreicht die serbische Hauptstadt Belgrad, in der ihr von rechts auf 75 m Seehöhe die Save zufließt (Stkm 1.170, siehe Save-Gebiet)