Soča(Isonzo)-Gebiet und das Karsthochplateau des Triestiner Küstenlandes

Die 140 km lange Soča (it: Isonzo) entspringt am Fuße des Travnik (2.379 m) im Mangart-Jalovec-Massiv innerhalb Sloweniens in den Julischen Alpen, fließt in grundsätzlicher Nord-Südrichtung, tritt bei Nova Gorica auf italienisches Staatsgebiet über, verlässt das Alpengebiet und mündet südlich von Monfalcone als Isonzo in die Adria.

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Der slowenische Anteil des alpinen Einzugsgebietes der Soča ist im Westen von der Staatsgrenze zu Italien, im Norden vom Einzugsgebiet der Drau, im Nordosten vom Einzugsgebiet der Save, im Südosten vom Dinarischen Gebirge (Alpengebietsgrenze), und im Südwesten vom Karsthochplateau des Triestiner Küstenlandes begrenzt. Von den auf slowenischem Staatsgebiet liegenden Gebirgsgruppen werden der Mittelteil der Julischen Alpen und der Westteil des alpinen Karstes von der Soča entwässert.

Die rechte (westliche) Einzugsgebietsgrenze der Soča beginnt außerhalb des Alpengebietes in Italien (siehe dazu auch Ausführungen in Band 2), wo dieser Fluss Isonzo genannt wird, bei seiner Einmündung in die Adria östlich von Grado am Westrand des Isonzodeltas im Naturschutzgebiet Riserva naturale della Foce dell’Isonzo (im Bild unten). Sie durchläuft als Einzugsgebietsgrenze zu diversen Grundwasserflüssen die Oberitalienische (Friauler) Tiefebene östlich von Palmanova, quert die Stadt Udine und trifft nordwestlich des Stadtgebietes auf die Einzugsgebietsgrenze des Tagliamento.

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Als Isonzo/Tagliamento-Wasserscheide erreicht sie östlich von Gemona die Julischen Alpen. In Ostrichtung verläuft sie entlang der das Tal des Isonzo-Nebenfluss Torrente Torre nördlich begleitenden Gebirgskette bis zum Monte Musi, fällt dann zur Passhöhe Sella Carnizza ab und erreicht schließlich nach dem Monte Chila auf dem in der das Sočatal im Westen begrenzenden Bergkette liegenden, dem Skutnik (1.720 m, im Bild unten Gipfelkreuz und Grenzstein) vorgelagerten Vrh Plagne (1.663 m) die slowenische Grenze.

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von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Soča in Slowenien bis
Vrh Plagne Die Soča/Tagliamento-Wasserscheide folgt in Nordrichtung der Staatsgrenze über den Velika Baba (2.137 m, Bild unten) bis zum Kanin, wo sie auf die Donau/Adria-Wasserscheide trifft, da dort jenseits des Sočagebietes das Einzugsgebiet des Tagliamento endet und jenes der Drau beginnt.

Sie folgt als Soča/Drau-Wasserscheide (siehe Vorkapitel Drau-Gebiet) weiter der Staatsgrenze über den Predel und den Mangart bis zur V. Koncu špica, an der jenseits des Sočagebietes das Einzugsgebiet der Drau endet und jenes der Save beginnt.

Als Soča/Save-Wasserscheide (siehe Vorkapitel Save-Gebiet) tritt sie ins slowenische Staatsgebiet ein, passiert am Vršič nördlich die Sočaquellen und wird zur linken Soča-Einzugsgebietsgrenze, verläuft über Kobla, Petrovo-Brdo-Pass, Črni vrh pri Davča und Cerknosattel, wo sie in den Karst übertritt, und weiter über Ledinsko Razpotje, Dole, Hochebene von Schwarzenberg und Birnbaumer Wald bis zum Razdrtoplateau, wo jenseits des Sočagebietes das Einzugsgebiet der Save endet und jenes der Reka beginnt.

Razdrtoplateau
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von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Soča in Slowenien bis
Razdrtoplateau Am Razdrtoplateau trennt sich die Einzugsgebietsgrenze der Soča von der das Alpengebiet verlassenden Donau(Save)/Adria-Wasserscheide und verläuft, – nunmehr als Soča/Reka-Wasserscheide -, der Alpengebietsgrenze folgend in Umgehung der Quellgebiete der beiden Rašaquellbäche Bazovica und Senozeski potok vorerst in Südwestrichtung, bis sie am Vrh Slatna (914 m, im Bild unten der Gipfelbereich mit mit dem Nanos-Bergstock im Hintergrund) die Nordostecke des Karsthochplateaus des Triestiner Küstenlandes erreicht. Sie dreht dem Nordostrand des Plateaus folgend in Nordwestrichtung, verläuft über den Strmec (754 m) zur Čebulovica (643 m) und wird an deren Ostschulter am Gabrk (dt: Gabrik) von mehreren Straßen gequert. Gabrk
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