Save-Gebiet (Slowenien), Abgrenzung und Flusssystem

Der slowenische Anteil des alpinen Einzugsgebietes der Save ist im Nordwesten von der auch die Einzugsgebietsgrenze zum Draugebiet bildenden Staatsgrenze zu Italien -, im Norden von der ebenfalls auch die Einzugsgebietsgrenze zum Draugebiet bildenden Staatsgrenze zu Österreich -, innerhalb Sloweniens im Nordosten und Osten vom Draugebiet -, im Süden von der Staatsgrenze zu Kroatien und dem innerhalb Sloweniens gelegenen Übergang ins Dinarische Gebirge (Alpengebietsgrenze), und im Westen vom Einzugsgebiet der Soča (Isonzo) begrenzt. Von den slowenischen alpinen Gebirgsgruppen werden die Südabhänge der Karawanken, die Osthälfte der Julischen Alpen und des alpinen Karsts, die Steiner Alpen (ausgenommen derer nach Österreich in die Drau entwässernden Nordabhänge), der Westen des Cillier Berglandes, Nordwestteile des Matzelgebirges und das gesamte Usokengebirge von der Save entwässert.

Wie erwähnt ist die Save der Hauptfluss Sloweniens. Ihre rechte Einzugsgebietsgrenze ist im slowenischen Abschnitt ident mit der Donau/Adria-Wasserscheide; ihre linke Einzugsgebietsgrenze verläuft im oberen Abschnitt stets als Save/Drau-Wasserscheide mitten durch Slowenien.

Tschubby, CC BY-SA 3.0

Aus Übersichtlichkeitsgründen erfolgt die folgende Schilderung der Gebietsgrenze des slowenischen Savegebietes entgegen dem Uhrzeigersinn, um am Beginn der Verlaufsbeschreibung die im Vorkapitel bereits geschilderte Abgrenzung zum Draugebiet wiederholend und mehr die „Saveseite“ fokussierend nochmals darzustellen.

Die linke Einzugsgebietsgrenze der Save beginnt in der serbischen Hauptstadt Belgrad bei der Einmündung in die Donau. Sie verläuft innerhalb Serbiens stets in Donaunähe und steigt von Belgrad in Nordnordwestrichtung zum Hauptkamm der Fruška Gora an, folgt diesem in Westrichtung, tritt im Westteil dieses Gebirgsstockes nach Kroatien über, durchläuft, – sich von der Donau entfernend -, die leicht erhöhte Ebene Dakovacki Ravnjak, wird dort zur Save/Vuka-Wasserscheide, steigt zum Hauptkamm der slawonischen Mittelgebirgszüge an, wird ab dem 260 m hohen im Krndija-Gebirgsstock liegenden Tromeda zur Save/Drau-Wasserscheide und erreicht in Westnordwestrichtung über die Gebirgszüge Papuk, Bilogora, Kalničko Gorje und Ivanščica verlaufend das Matzelgebirge (siehe Ausführungen im Folgekapitel Kroatien).

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von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Save in Slowenien bis
Matzelgebirge Im Matzelgebirge (slow: Haloze) überschreitet die Save/Drau-Wasserscheide an der Brezowa Gora die slowenische Grenze (siehe Ausführungen im Vorkapitel Drau-Gebiet), erreicht nach rund 2 km die oberhalb des im Einzugsbereich des kroatischen Savezuflusses Krapina gelegenen internationalen Autobahngrenzüberganges Gruškovje/Macelj liegenden Anhöhen Travni Vrh und Dolgi Vrh, nach denen sie weiter in Westrichtung verlaufend auf einer Strecke von über 10 km bis zur Maceljska gora (718 m, im Bild oben) zum Grenzkamm zwischen Slowenien und Kroatien wird, danach auf slowenisches Staatsgebiet übertritt und am Übergang Sveti Jurij vom Matzelgebirge ins Voralpengebiet des Cillier Berglandes übertritt. Als Trennlinie zwischen dem Drauzufluss Dravinja und dem slowenisch/kroatischen Savezufluss Sotla passiert sie außer dem bereits erwähnten Übergang Sveti Jurij noch allmählich von West- in Nordwestrichtung drehend die Übergänge Stoperce-Brzika, Boč und den Pečicasattel. Weiter in Nordrichtung drehend endet auf der Saveseite der Wasserscheide am Gabernik das Einzugsgebiet der in Südrichtung abfließenden Sotla und es beginnt jenes des westlich der Save/Drau-Wasserscheide verlaufenden ebenfalls in Nord-Südrichtung fließenden größten slowenischen Savezubringers Savinja, in die sich die von den weiteren im Cillier Bergland liegenden vom Save- ins Draugebiet führenden Übergängen Dolga Gora, Pletovarjetunnel (im Bild unten), Jazbinesattel und den am Übergang zum Bachergebirge liegenden Križevecsattel in Westrichtung abfließenden Gewässer ergießen. Krizevecsattel-Bachergebirge
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© hribi.net; Passhöhe Spodnje Sleme pri Podolševa
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Save in Slowenien bis
Kriţevecsattel-Bachergebirge Während auf der „Drauseite“ der Wasserscheide im Bachergebirge das Einzugsgebiet des größten slowenischen Drauzubringers Dravinja endet und jenes der Meza beginnt, entfernt sich die Einzugsgebietsgrenze der Save auch nach ihrem Übertritt vom Bachern in die Karawanken am Mislinjasattel immer mehr vom Flusslauf der Save. Die Nordrichtung beibehaltend passiert sie die Übergänge Graška Gora, Zavodnje-Slemepass und Spodnje Sleme pri Podolševa (Passhöhe im Bild oben), erreicht nach der Govca die österreichische Grenze und nähert sich als Grenzkamm in Westrichtung verlaufend wieder dem Flusslauf der Save an. Erst nach dem Pavličevo sedlo (Paulitschsattel) endet im nördlichsten Teil der Steiner Alpen nach dem Sanntaler Sattel das Einzugsgebiet der Savinja und es beginnt jenes der Kokra (dt: Kanker), die vom folgenden Übergang Jezerski vrh (Seebergsattel) in Südwestrichtung direkt der Save zustrebt. Dieses endet jedoch bereits wieder am Petschounik (1.640 m), da dort das Einzugsgebiet des direkten Savezuflusses Tržiška Bistrica, in die auch der vom nächsten Grenzpass Ljubelj (Loiblpass) in Südrichtung abfließende Bach mündet, beginnt. Schließlich erreicht die linke Einzugsgebietsgrenze der Save am Hochstuhl den Nordrand des Tales der Sava Dolinka, begleitet dieses die Westrichtung immer noch beibehaltend, wird im Bereich von Jesenice von Bahn und Autobahn untertunnelt (Karawankentunnel), passiert den Korensko sedlo (Wurzenpass), dreht am das Dreiländereck Slowenien/Italien/Österreich bildenden Peč in Südrichtung, geht (nunmehr als Grenzkamm zu Italien) am Prehod Rateče (Ratschacher Sattel, it: Valico di Fusine), an dessen Ostflanke die Sava Dolinka entspringt, von den Karawanken in die Julischen Alpen über und erreicht nach dem Ponca an der V. Koncu špica, an der jenseits des Savegebietes das Einzugsgebiet der Drau endet und jenes der Soča beginnt, die Donau/Adria-Wasserscheide. Sie folgt dieser (nunmehr als Save/Soča-Wasserscheide) die Staatsgrenze verlassend und auf slowenisches Staatsgebiet übertretend in Südrichtung, überwindet die Kotova špica (2.376 m) und erreicht nach kaum 2 km den Gipfel des Jalovec (2.645 m), wendet sich in Umgehung des nördlich gelegenen slowenischen Planicatales nach Osten und erreicht über den Travnik (2.379 m, im Bild unten) die Passhöhe des Vršič. Vršič
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