Abgrenzung und Entwässerung des serbischen Alpengebietes (Fruška Gora)

Als Fortsetzung (und Ende) der kroatisch/slawonischen zwischen Donau und Save verlaufenden alpinen Mittelgebirgszüge ist der Bergstock Fruška Gora  hydrologisch dem Inneren Alpenbogen und den Ostalpen zuzuordnen. Seine Südostausläufer fallen in die Ebene Posavina ab und erreichen den Nordrand der serbischen Hauptstadt Belgrad.

© Panoramio; Blick vom Belgrader Stadtteil Novi Beograd Richtung Fruška Gora (oben rechts) und die Posavina genannte Ebene des Savetales

Die Westgrenze des serbischen Alpengebietes bildet die Staatsgrenze zu Kroatien, die von Šid (Grenzübergang Šid/Tovarnik) bis Vizić rund 12 km in Ostrichtung verläuft und dann in Nordrichtung zur Donau abfällt, die sie nach 8 km bei Neštin (Grenzübergang Neštin/Ilok) erreicht. Die Nord- und Ostgrenze bildet der Flusslauf der Donau zwischen Neštin und Belgrad. Die Südgrenze des serbischen Alpengebietes bildet der fließende Übergang des Gebirgszuges in die Posavina genannte Ebene des Savetals zwischen Belgrad und Šid.

Das serbische Alpengebiet entwässert ausschließlich in die Donau. Die vom Hauptkamm der Fruška Gora in Nord- und Ostrichtung abfließenden Kleinbäche erreichen alle nach weniger als 10 km direkt die Donau. Die in Südrichtung abfließenden Gewässer erreichen diese über die Save; wobei die Bäche westlich von Vizić die Save über den Bosut erreichen. Auch die östlich von Vizić abfließenden Gewässer erreichen nicht direkt die Save, sondern werden in Kanalsystemen „eingefangen“, die der Felderbewässerung und dem Hochwasserschutz dienen. Eine exakte Bestimmung der Gewässerläufe ist deshalb nicht immer möglich. Die miteinander vernetzten Kanäle erreichen die Save durch teils künstliche Zuläufe, die überwiegend östlich der Stadt Sremska Mitrovica bei Jarak, Galovica Prhovo und der Ortschaft Progar, die bereits zum Gemeindegebiet von Surčin, einem westlichen Stadtbezirk von Belgrad gehört, einmünden.