Ammersattel

1.118 m, Ammergauer Alpen, Donau(Lech/Isar)gebiet

Die Scheitelhöhe des Ammersattels liegt zwar innerhalb Österreichs (siehe Ausführungen im Band 5), wird jedoch aus Übersichts- und Vollständigkeitsgründen hier ebenfalls dargestellt. Dieser Pass trennt das Tal des Planseezuflusses Torsäulenbach vom Tal des Ammerzuflusses Linder. Die über diesen Pass führende Landesstraße L 255 verbindet den Tiroler Bezirkshauptort Reutte mit dem bayerischen Passionsspielort Oberammergau. Die vom Plansee (976 m) kommende Westauffahrt wird im obersten Abschnitt von der Staatsgrenze nördlich begleitet, die östlich der Scheitelhöhe in Südrichtung dreht und die Ostabfahrt wenige 100 m unterhalb des Scheitels quert. Die Passstraße tritt somit im obersten Teil der Ostabfahrt nach Bayern über und führt das Lindertal abwärts, wobei sie auf halbem Weg nach Oberammergau das Bayerische Königsschloss Linderhof (im Bild unten die Südfassade) passiert.

Martin Falbisoner, CC BY-SA 4.0
Wasserscheide  Lech Isar
Abflüsse  Mittereckgrabenbach – Roggentalbach – Torsäulenbach – Plansee – Archbach – Lech – Donau Fischbach – Linder – Ammer – Ammersee – Amper – Isar – Donau
Mündung  Schwarzes Meer

Innerhalb Tirols im höchstgelegenen Gebiet der Ammergauer Alpen verläuft die Lech/Isar-Wasserscheide über die Hochschrutte (2.247 m), fällt (den Daniel genannten höchsten Berg der Ammergauer Alpen westlich passierend) zur Talwasserscheide Lähn ab, geht in die Lechtaler Alpen über und endet an der Gartner Wand, da jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet der Isar endet und jenes des Inn beginnt. Die nunmehrige Lech/Inn-Wasserscheide verläuft in Westrichtung dem Hauptkamm der Lechtaler Alpen folgend über das Hahntennjoch bis zum auf der Europäischen Hauptwasserscheide gelegenen Valfagehrjoch (auch Grenzberg Tirol/Vorarlberg, im Bild unten), auf dem jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet des Inn (und damit auch der Donau und des Schwarzen Meeres) endet und jenes des Rheins (und damit des Atlantiks) beginnt.

© deine-berge.de/Tom Hofer

Die nunmehr mit der Kontinentalwasserscheide (Donau/Rhein) idente rechte Einzugsgebietsgrenze des Lechs folgt ein kurzes Stück der Landesgrenze Tirol/Vorarlberg, tritt in Westrichtung nach Vorarlberg über, geht am Flexenpass ins Lechquellengebirge über, umgeht in Nordrichtung drehend die Lechquellen und wird von der rechten zur linken Lech-Einzugsgebietsgrenze, geht am Hochtannbergpass in die Allgäuer Alpen über und es endet an der Höferspitze jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet Rheins (und damit des Atlantiks) und es beginnt jenes der Iller. Die Lechgebietsgrenze verlässt somit dort die Kontinentalwasserscheide und verläuft wieder innerhalb des Donau-Einzugsgebietes weiter als Lech/Iller-Wasserscheide, die am Haldenwangerkopf (in der Karte unten markiert) wieder die deutsche Grenze erreicht.

NordNordWest, CC BY-SA 3.0 de
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Lech in Deutschland bis
Haldenwangerkopf Die Lech/Iller-Wasserscheide folgt der Staatsgrenze (bis zum Haldenwangereck als Grenze Vorarlberg/Bayern, danach Tirol/Bayern) bis zum Wannenjoch, tritt nach Bayern über und verläuft (siehe Ausführungen im Vorkapitel Iller-Gebiet) über die Übergänge Oberjoch, Alpe Metzeberg, Oy und Hintere Waxhalden, tritt bei Obereiberg ins Alpenvorland über und endet am Haarberg, da jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet der Iller endet und jenes der Günz beginnt. Die nunmehrige Lech/Günz-Wasserscheide dreht in Nordostrichtung, passiert nach dem Schlegelsberg (887 m) den Ort Marxer, einen östlichen Vorort von Günzach, verläuft weiter über die Ansiedlung Mittelberg (875 m) und endet nach weiteren 5 km im südlich der Ortschaft Ebersbach gelegenen Spannwald genannten Waldhügelgebiet, wo jenseits des Lechgebietes das Einzugsgebiet der Günz endet und jenes der Mindel beginnt. Die nunmehrige Lech/Mindel-Wasserscheide geht in Ostrichtung über und erreicht am Sattlersbuckel (863 m) die das Wertachtal im Westen begrenzende Hügelkette, deren Verlauf sie in Nordrichtung folgt. Sie durchquert die Ansiedlung Brandeln, passiert westlich die Stadt Kaufbeuren, wird nach 7 km von der aus Mindelheim ins Wertachtal bei Pforzen führenden B 16 gequert, verläuft weiter durch den Schlingerwald, erreicht nach 8 km den auf 625 m Seehöhe liegenden östlichen Ortsteil Gartenstadt des Kneippkurortes Bad Wörishofen (im Bild unten der Kneippbrunnen) und wird danach bei Türkheim (599 m) von der Autobahn A 96 (München Lindau) und der Bahnlinie München-Memmingen gequert. In Schönbrunn, einem nördlichen Ortsteil des Marktes Türkheim, überschreitet sie die Südgrenze des Naturparks Augsburg Westliche Wälder und es endet dort auf einer Moosmähder genannten Hochmoorfläche jenseits der Lechgebietes das Einzugsgebiet der Mindel und es beginnt jenes der Schmutter. Scönbrunn
User:Riessdo, CC BY-SA 3.0
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Lech in Deutschland bis
Schönbrunn Die Lech/Schmutter-Wasserscheide verläuft, – von Haupt- und Nebenstraßen an namenlosen Übergängen gequert -, weiter in Nordrichtung am Ostrand des Naturparks entlang des linken Ufers der Wertach, die nach 40 km in der Stadt Augsburg in den Lech mündet. Nach Durchquerung des Ostrandes von Neusäß, einem an der Schmutter gelegenen nordwestlichen Vorort von Augsburg, wo sie von mehreren Bahntrassen und auch von der Autobahn A 8 (Abschnitt München-Stuttgart) gequert wird, durchläuft die Lechgebietsgrenze entlang wenig markanter zwischen den Flussläufen der Schmutter und des Lechs gelegenen Hügelzüge das zur Ebene des Donautales abfallende Voralpengebiet, bis sie die Donau nördlich der Ortschaft Genderklingen (im Bild unten) erreicht. Donau bei Genderklingen

Zum Flussverlauf des Lech