Flussverlauf der Save (Slowenien)

Die in folgender Verlaufsbeschreibung vergrößert und fett hervorgehobenen Verkehrsübergänge bzw. Passhöhen liegen innerhalb des slowenischen Teiles des Einzugsgebietes der Save.

Die Quellen der Save liegen auf slowenischem Staatsgebiet in den Julijske Alpe im Nordwesten des Landes. Die Save entsteht durch Vereinigung der nördlicheren Sava Dolinka (Wurzener Save) mit der südlicheren Sava Bohinjka (Wocheiner Save) bei Radovljica (420 m, Bild unten).

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Die 45 km lange Sava Dolinka entspringt im südlich der Grenzortschaft Rateče (Gemeinde Kranjska Gora) im Planica-Tal in den Julischen Alpen im Ortsteil Tamar am Ostabhang der Zadnja Ponca (2.242 m) auf über 1.200 m Seehöhe als Nadiza, die einen Wasserfall (im Bild unten) überwindet.

Im Talgrund versickert sie nahe der Berghütte Tamar (im Bild unten). Sie taucht weiter nördlich östlich des die Julischen Alpen im Süden von den Karawanken im Norden trennenden Prehod Rateče (Ratschacher Sattel, Übergang in den vom Drauzufluss Gailitz durchflossenen Teil des italienischen Kanaltales bei Tarvis) als Sava Dolinka wieder auf, die als Grenzfluss zwischen den Julischen Alpen (rechtes Ufer) und den Karawanken nach linksseitiger Aufnahme der am Dreiländerberg Peč entsprungenen Trebiza in Ostrichtung abfließt und nach 3 km bei Podkoren (860 m) von Norden den Bach Kroznjak aufnimmt, aus dessen Tal eine Straße über den Korensko sedlo (Wurzenpass) ins österreichische Drautal führt.

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Weniger als 3 km weiter flussabwärts fließt der Sava Dolinka in Kranjska Gora (810 m) von Süden die Pišnica zu, durch deren Tal eine über den Vršič ins slowenische Sočatal führende Straße verläuft. Noch bevor die Sava Dolinka Hrušica, den westlichen Vorort von Jesenice (459 m, dt: Aßling) erreicht, von dem in Nordrichtung die Karawankentunnel (Autobahn und Eisenbahn) ins Kärntner Drautal führen, fließt ihr bei der Ortschaft Mojstrana (639 m) von Süden die 10 km lange, das Vratatal entwässernde Bistrica zu, die an den Nordhängen des Triglav (2.864 m, höchster Berg Sloweniens) entspringt. Durch ein Nebental des Vratatales führt eine Straße über die Anhöhe Zgornja Radovna ins östliche Nachbartal der Radovna.

Andrejj, CC BY-SA 3.0; Der Triglav (it: Monte Tricorno) ist eines der slowenischen Nationalsymbole und zentraler Teil des nationalen Wappens, das sich auch auf der Fahne des Landes wiederfindet. Er war auch die höchste Erhebung Jugoslawiens

Die Sava Dolinka passiert allmählich von Ost in Südostrichtung drehend die Stadt Jesenice, in deren südöstlichem Vorort Moste von rechts die Radovna einmündet, aus deren Tal nicht nur eine Straße über Zgornja Radovna nach Mojstrana führt, sondern es bestehen auch Verkehrswege über die Hochebene Pokljuka und über Rečica ins Tal der Sava Bohinjka. Schließlich kommt es 8 km flussabwärts der Radovnamündung, nachdem noch die Rečica die Sava Dolinka erreicht hat, zur Vereinigung mit der Sava Bohinjka bei Radovljica (420 m).

Die beiden Quellflüsse der 30 km langen Sava Bohinjka, die Velika Savica und die Mala Savica entspringen auf über 2.000 m Seehöhe im Triglav-Nationalpark in den Julischen Alpen. Die Velika Savika vereinigt sich nach Überwindung des Savica-Wasserfalles mit der Mala Savica zur Savica (dt: kleine Save), durchfließt den Bohinjsko Jezero (527 m, dt: Wocheiner See, im Bild unten vom Berg Vogel aus gesehen), verlässt ihn als Sava Bohinjka (dt: Wocheiner Save), durchfließt die Orte Bohinjska Bistrica (509 m) und Bohinjska Bela (478 m), nimmt beim Talausgang des Wocheinertales noch die den auf 475 m Seehöhe gelegenen Bleder See entwässernde Jezernica auf und vereinigt sich mit der Sava Dolinka zur Save.

Martin Geisler, CC BY-SA 3.0

Aus dem Wocheiner Tal führt außer den bereits beschriebenen Verkehrsverbindungen ins Tal der Sava Dolinka über Pokljuka und Rečica auch eine (Bahn)Verbindung ins Sočagebiet durch den Kobla-Tunnel, der die Donau/Adria-Wasserscheide überwindet. Über den Bohinjsko Sedlo und Raztovka führen Straßen ins südlich benachbarte Tal des Savezubringers Selščica. Bei der kleinen, 13 km unterhalb von Radovljica gelegenen Ortschaft Ovsise mündet von rechts die Lipnica in die Save (371 m), aus deren Tal eine Straße über Dražgoše ins Selščicatal führt. Unmittelbar nach der Lipnicamündung fließt der Save von Norden (links) die 27 km lange Trziška Bistrica zu, die in den Karawanken nahe der österreichischen Grenze auf 1.460 m Seehöhe entspringt, die Schlucht Dovžanova soteska durchfließt (im Bild unten) und danach die Mošćenik aufnimmt, aus deren Tal eine Straße über den Ljubelj nach Kärnten ins Drautal führt.

Smihael, CC BY-SA 3.0

Rund 12 km nach der Einmündung der Trziška Bistrica passiert die Save die Stadt Kranj (358 m), in deren Stadtgebiet von links die die Karawanken von den Steiner Alpen trennende 41 km lange Kokra (dt: Kanker) einmündet, durch deren Tal eine Straße über den Jezerski vrh (Seebergsattel) nach Österreich ins Kärntner Drautal führt. Zum Grenzfluss zwischen den Steiner Alpen (linkes Ufer) und den Julichen Alpen geworden erreicht die Save 13 km flussabwärts von Kranj die Ortschaft Medvode (dt: Zwischenwassern), in der von rechts (Westen) die die Julischen Alpen vom Karst trennende Sora einmündet (313 m, im Bild unten).

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Die Sora entsteht durch Zusammenfluss der Selščica (Selška Sora) und Poljanščica (Poljanska Sora) in Škofja Loka (345 m). Beider Quellgebiete liegen an der Donau/Adria-Wasserscheide.

Die Selščica entspringt in den Julischen Alpen an den Ostabhängen des Petrovo-Brdo-Passes. Bis zur Stadt Železniki ist ihr Tal ein südliches Paralleltal zum Wocheinertal und mit diesem durch die Übergänge Bohinjsko Sedlo und Raztovka verbunden. Über den Petrovo-Brdo-Pass und Črni vrh pri Davča führen Straßen über die Donau/Adria-Wasserscheide ins Sočagebiet. Von Železniki führt eine Straße über Dražgoše ins nördlich benachbarte Tal der Lipnica.

Die südlichere Poljanščica entspringt am die Grenze zwischen den Julischen Alpen und dem Karst bildenden Cerknosattel und ihr gesamter Flusslauf gilt als Grenze zwischen den genannten Gebirgsgruppen; ihre südlichen Zuflüsse entspringen im Karstgebiet des Gemeindegebiets von Žiri (480 m, im Bild unten). Von dort führen über die Pässe Cerknosattel, Ledinsko Razpotje und Dole Straßen über die Donau/Adria-Wasserscheide ins Sočagebiet. Die Talschaften von Selščica und Poljanščica sind durch den Sattel von Javorje miteinander verbunden.

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Die Save durchfließt als Grenzfluss zwischen den Steiner Alpen (linkes Ufer) und dem alpinen Karst in der Folge die nördlichen Außenbezirke von Ljubljana (298 m) und nimmt in der noch zur Stadtgemeinde gehörenden Ortschaft Podgrad am östlichen Stadtrand zuerst von links die von Norden kommende Kamniška Bistrica -, und unmittelbar danach die aus dem Stadtzentrum von rechts (Westen) kommende Ljubljanica auf (264 m, siehe Bild unten).

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Die 35 km lange Kamniška Bistrica entspringt an der Jezerska Kočna (2.540 m, im Bild unten) in den Steiner Alpen. Sie fließt stets in Südrichtung und es mündet, – bevor sie die für diese Gebirgsgruppe namensgebende Stadt Kamnik (dt: Stein in Oberkrain) erreicht -, bei Kregarjevo von Osten die Črna zu (494 m), die an der Westauffahrt des Prelaz Črnivec entspringt und durch deren nördliches Nebental eine Straße über den Volovljek ins obere Savinjatal führt.

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Nach der Črnamündung passiert die Kamniška Bistrica die Ortschaften Godič und Mekinje, erreicht den nördlichen Stadtrand von Kamnik und es fließt ihr im Stadtgebiet von Osten die Nevljica zu (381 m), deren Tal über den Prelaz Kozjak mit dem Motnišnicetal verbunden ist. In der weniger als 10 km südlich von Kamnik gelegenen Kleinstadt Domzale fließt der Kamniška Bistrica von Osten die Rača zu (302 m), durch deren Nebental der Radomlja die Hauptverkehrsrouten von Laibach über den Trojane nach Celje führen. Durch ein linkes Nebental der Radomlja führt eine Straße über den Sattel von Trata ins Medijatal. Weniger als 10 km südlich von Domzale mündet die Kamniška Bistrica in die Save (264 m).

Die Ljubljanica ist ein unter diesem Namen 41 km, insgesamt vermutlich jedoch weit über 80 km langer Fluss in Slowenien. Etwa 20 km seines Verlaufes führen durch unterirdische Karsthöhlen. Das Ljubljanicatal (im Bild unten bei Vrhinca) trennt von Postojna bis zum Laibacher Becken die Alpen vom Dinarischen Gebirge und bildet somit die Alpengebietsgrenze.

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Die Ljubljanica wird auch „Fluss mit sieben Namen“ genannt, da sich in ihr die Karstflüsse Strzen, Cerknišcica, Unica, Logašcica, Pivka und Rak vereinigen, die jeweils abschnittsweise unter anderen Namen zu Tage treten. Die genannten Flüsse sind teils alpinen, teils dinarischen Ursprunges. Von den Quellgebieten alpiner Ljubljanica-Zubringer führen über die Übergänge Črni Vrh, Hrušica und das Razdrtoplateau Verkehrswege über die Donau/Adria-Wasserscheide ins Sočagebiet und es sind deren Täler teils durch den ebenfalls bereits beschriebenen Passübergang Adelsberger Pforte miteinander verbunden.

Die Quellen der Pivka sind am weitesten von Postojna und über 80 km von der Ljubljanicamündung in Podgrad entfernt, weshalb meist dieser Quellfluss für die Berechnung der Gesamtlänge des Ljubljanicaflusslaufes herangezogen wird. Die Pivka entspringt außerhalb des Alpengebietes nördlich von Ilirska Bistrica auf 582 m Seehöhe, fließt am Ort Pivka (547 m) vorbei und verschwindet bei Postojna (554 m) in den Höhlen von Postojna. Nachdem sie dieses und die anschließenden Höhlensysteme (Pivka Jama) durchflossen hat, tritt sie teilweise bei Planina als Unica wieder zu Tage (im Bild unten), durchfließt das Planinatal, versickert südlich von Logatec abermals, tritt bei Vrhnika (293 m) endgültig, und ab da nun als Ljubljanica, wieder zu Tage, durchfließt in Ostrichtung das Laibacher Moor (Ljubljansko barje), dessen Nordrand als Alpengebietsgrenze gilt, dreht in Nordrichtung und es mündet beim Austritt aus dem Moorgebiet am südlichen Stadtrand Laibachs nahe der Autobahnbrücke der A 2 von rechts der Moorfluss Izica ein, von dessen östlichem Einzugsgebiet Hauptverkehrswege über Šmarje-Sap ins Becken von Grosuplje und weiter ins Tal der Krka führen.

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Die Ljubljanica durchfließt das Stadtzentrum Laibachs, verlässt in Nordostrichtung das Stadtgebiet und mündet, – nachdem ihr im Vorort Podgrad von rechts noch die Besnica zugeflossen ist, aus deren Tal über Malo Trebeljevo eine Straße nach Litija führt -, in die Save.

Die Save geht nach der Einmündung der Kamniška Bistrica und der Ljubljanica ins Cillier Bergland über und erreicht 25 km weiter östlich die ehemalige Bleibergwerkstadt Stadt Litija (238 m, dt: Littai), nach der von Süden die Reka einmündet, aus deren Quellgebiet eine Straße über Malo Trebeljevo ins Grosuplje- und Laibacher Becken führt, und der kurz vorher der Jablaniški Potok von rechts zugeflossen ist. Durch das vom Črni Potok durchflossene Nebental des Jablaniški Potok führt eine Straße über den Sattel von Leskovica pri Šmartnem ins Krkatal. Durch das Tal des Jablaniški Potok führt eine Straßenverbindung über Javorje pri Gabrovki ins Quellgebiet der Mirna und über Velika Presca in den Talschluss des Sopotatales. Rund 17 km unterhalb Litijas passiert die Save die Kleinstadt Zagorje ob Savi (269 m, dt: Seger an der Sau), bei der ihr von Norden die Medija zufließt, durch deren Tal über den Prelaz Trata eine Straße ins Radomljatal führt. Kaum 2 km später mündet der Medvedovgraben in die Save, aus dem über Podkum eine Straße ins Tal des rechten Savezuflusses Sopota führt. Unterhalb der südlichen Einmündung des Medvedograbens erreicht die Save weitere 4 km flussabwärts von Norden die Trboveljščica (228 m), aus deren Quellgebiet über den Podmejski Vrh eine Straße nach Prebold ins Savinjatal führt. Nach linksseitiger Einmündung des Baches Boben passiert die Save 8 km weiter den Eisenbahnknotenpunkt Zidani Most, wo von Norden die Savinja einmündet (204 m).

In Zidani Most zweigt von der das Savetal weiter abwärts begleitenden Eisenbahnverbindung Ljubljana-Zagreb-Beograd die ehemalige Traditionslinie der österreichischen Südbahnstrecke Wien-Triest ab. Im Bild unten der Bahnhof des Bahnknotenpunktes Zidani Most (dt: Steinbrück). Im Hintergrund ist die namensgebende steinerne Eisenbahnbrücke über die Savinjamündung erkennbar. Davor zweigt die Südbahnstrecke Richtung Maribor links ab.

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Von Triest über Postojna und Ljubljana (ab dort das Savetal abwärts) kommend erreicht die Südbahnstrecke obigen Bahnhof. Von dort führt sie das Savinjatal aufwärts bis Celje und folgt dann in Ostrichtung dem Flusslauf der Voglajna aufwärts über Šentjur pri Celju (dt: Sankt Georgen bei Cilli) bis sie bei Dolga Gora durch einen Tunnel das Dravinjatal erreicht und dieses quert. Wie die parallel westlich verlaufende Autobahn A 1 erreicht sie schließlich Maribor, wo die Drautalbahn in Westrichtung abzweigt, quert die Drau (siehe Bild unten) und führt über Graz, Bruck an der Mur und den Semmering bis nach Wien.

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Die 98 km lange Savinja entspringt in den Kamniške Alpe am nordwestlichen Abhang der Oistritza (2.350 m) oberhalb der Touristenattraktion des über 100 m hohen Rinka-Wasserfalls im Talschluss des Logartales, von wo Verehrswege über den Pavličevo sedlo (Paulitschsattel) nach Österreich ins Drautal -, und über den Spodnje Sleme pri Podolševa ins slowenische Mezatal führen. Ab Solčava (643 m) fließt sie in Südostrichtung zwischen den Steiner Alpen (Westufer) und den Karawanken durch Luče (600 m, dt: Leutsch), wo ihr von rechts die Lučnica zufließt, durch deren Tal eine Straße über den Volovljek nach Kamnik ins Tal der Kamniška Bistrica führt. In der 10 km weiter flussabwärts gelegenen Ortschaft Ljubno ob Savinji (423 m, dt: Laufen) fließt ihr von links die Ljubnica -, und weitere 10 km später bei Nazarje (286 m) von rechts die Dreta zu, durch deren Tal über den Prelaz Črnivec ebenfalls eine Straße nach Kamnik führt. Weitere 10 km flussabwärts mündet unterhalb von Šmartno ob Paki (313 m, dt: St. Martin an der Pack) von Norden (links) die Paka ein, die im mittleren Teil ihres Flusslaufes die Industriestadt Velenje, dem Sitz des weltbekannten Haushaltsgeräteherstellers Gorenje (siehe Bild unten) passiert.

© Fa. Gorenje

Durch Zuflusstäler der Paka führen über den Zavodnje-Slemepass, Graška Gora und den Sattel von Mislinja Straßen ins obere Mezatal und somit ins Draugebiet. Nach dem Zufluss der Paka geht die Savinja ins Cillier Bergland über und es münden nach Polzela bei Prebold (271 m) von rechts sowohl die Bolska, durch deren Talschaften über den Prelaz Kozjak und den Trojanerpass Verkehrsverbindungen ins Mündungsgebiet der Kamniška Bistrica im Nordosten von Laibach bestehen, als auch die Velika Reka ein, durch deren Tal eine Straße über den Podmejski Vrh ins Savetal führt. Weitere 15 km östlich dreht die Savinja in der Stadt Celje (244 m) in Südrichtung und es fließt ihr dort von Osten die Voglajna zu, der selbst kurz vorher im Stadtgebiet die Hudinja zugeflossen ist. Durch Nebentäler der Hudinja führt eine Straße über den Sattel von Krizevec ins Dravinjatal und somit ins Draugebiet. Ebenso ins Dravinjatal führen aus den oberen Voglajna-Zuflusstälern die Übergänge Sattel von Jazbine, Pletovarjetunnel und Dolga Gora. Unterhalb von Celje durchfließt die Savinja die Stadt Laško (228 m, dt: Tüffer, im Bild unten) und erreicht in Zidani Most die Save.

Szeder László, CC BY-SA 4.0

Die Save behält nach Zidani Most die Südostrichtung bei, durchfließt nach 2 km Radeče (203 m), wo ihr von rechts die Sopota zufließt, aus deren Tal Straßen über Velika Presca und Podkum ins Savetal bei Zagorje ob Savi führen, und erreicht weitere 13 km weiter die Stadt Sevnica (dt: Lichtenwald), gegenüber der ihr von Südwesten die Mirna (dt: Neuring) zufließt (181 m), durch deren Tal eine Lokalbahnverbindung über Dol pri Trebnjem mit dem Verkehrsknotenpunkt Trebnje besteht und am Talschluss über Javorje pri Gabrovki eine Straße ins Savetal führt. In der Stadt Sevnica mündet von links der Bach Sevnična in die Save, durch dessen Tal über Sentvid pri Planini eine Straße ins Tal des Sotlazuflusses Bistrica führt. Kurz nachdem die Save bei der 19 km flussabwärts von Sevnica gelegenen Stadt Krško (163 m, dt: Gurkfeld) vom dortigen Atomkraftwerk (im Bild unten während eines Save-Hochwassers) aufgewärmt worden ist, fließt ihr gegenüber von Brezice von rechts die im Unterlauf das Cillier Bergland vom Gorjanci (Usokengebirge, kroat: Žumberak) trennende Krka zu (145 m).

MORS – slovenskavojska.si, CC BY 3.0

Die Krka (dt: Krainer Gurk) ist mit ca. 111 km der längste Fluss in Dolenjska (dt: Unterkrain) in Slowenien. Der Fluss entspringt aus zwei von unterirdischen, gewaltig schäumenden von Karstgewässern gespeisten Quellen in der Nähe des Dorfes Gradiček (276 m) knappe zwei Kilometer nordwestlich vom gleichnamigen Wallfahrtsort Krka und ca. 10 km südlich von Ivančna Gorica gelegen, von wo über die Passhöhe von Šmarje-Sap Hauptverkehrsrouten ins Laibacher Becken führen. Das gesamte Krkatal gilt als Nordgrenze der Balkanhalbinsel und es wird im Rahmen gegenständlicher Ausführungen der oberste Teil des Tales bis zur südlichen Einmündung der Radešica (Črmošnjica) bei Meniška Vas als Alpengebietsgrenze, die ab dort dem Črmošnjicatal in Südrichtung folgt, gesehen. Im obersten Abschnitt in südöstlicher Richtung das Cillier Bergland südlich begrenzend und von Bergstöcken des Dinarischen Gebirges trennend und über Tuffsteinschwellen fließend an den Orten Lese, Marinča vas, Fuţina (265 m), Zagradec (262 m) und Zuzemberk (239 m, dt: Seisenberg, im Bild unten) vorbei, durchdringt der Fluss malerische Schluchten.

Nach Soteska (225 m) ändert die Krka – etwas behäbiger geworden – ihren Lauf in nordöstliche Richtung und es fließen ihr beim Thermenkurort Dolenjske Toplice (dt: Töplitz, im Bild unten) von Süden die Sušica -, und unmittelbar vorher noch die die Alpengrenze bildende Črmošnjica zu (217 m), die kurz vor der Mündung noch den Namen wechselt und als Radešica die Krka erreicht. Durch ihr Tal führt eine Straße über die Passhöhe Brezovica ins Tal der Kolpa.

© terme-krka.com

Rund 12 km flussabwärts der Radešicamündung durchfließt die Krka als Grenze zwischen dem Usokengebirge (Südufer) und dem Cillier Bergland die Stadt Novo Mesto (202 m, im Bild unten), bei der von Norden die Prečna einmündet, aus deren Tal Verkehrswege über Leskovica pri Šmartnem nach Litija ins Savetal und über Dol pri Trebnjem ins Mirnatal führen, und von Süden der Bach Tezka voda zufließt, aus dessen Tal eine Straße und eine Bahnlinie über den Übergang Sela pri Vrčicah ins Tal des Kolpazuflusses Lahinja führt. Durch östliche Nebentäler des Tezka voda verläuft eine Hauptverkehrsstraße über Vahta nach Metlika ins Kolpatal.

Julian Nyča, CC BY-SA 4.0

Entlang der Nordabhänge des Gorjanci fließt die Krka in Ostrichtung durch Otočec (194 m), Druzinska vas (164 m), Kostanjevica na Krki (154 m, dt: Landstraß, älter auch Landestrost) und Cerklje ob Krki bis sie über 40 km unterhalb von Novo Mesto bei Brezice die Save erreicht. In diesem unteren Verlauf ist der Fluss wesentlich breiter, besonders tief, und im Sommer warm.

© Panoramio; Kostanjevica na Krki ist die älteste und kleinste Stadt von Krain und liegt auf einer künstlichen Insel im Flussbett der Krka

Der nach der Krkaeinmündung (im Bild unten) selbst zur Grenze zwischen dem Cillier Bergland (Nordufer) und dem Gorjanci gewordenen Save fließt kaum 10 km flussabwärts von Brezice nahe der noch zur Gemeinde Brezice gehörenden Ansiedlung Jesenice (135 m) von Norden der slowenisch/kroatische Grenzfluss Sotla (dt: Sottl, Sottla oder Sattelbach, kroat: Sutla) zu.

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Die Sotla ist ein etwa 90 km langer linker Nebenfluss der Save und bildet fast über seinen gesamten Verlauf, vom Ursprung bis zur Mündung, die slowenisch/kroatische Grenze. Die Sotla entspringt auf 640 m Seehöhe im Grenzgebiet zu Kroatien an den südlichen Hängen unterhalb der beiden höchsten Bergkuppen Maceljska gora (718 m) und Veliki Belinovec (717 m) des bewaldeten Grenzgebirges Haloze (im Bild unten die Quelle).

© jelenski blog.dnevnik.hr

Von den Tälern der oberen rechten (slowenischen) Sotlazuflüsse Zahenberc, Draganja, Mestinjscica und Lemberzica führen über die Übergänge Sveti Jurij, Stoperce-Brzika, Boč, und Pečica-Sattel Verkehrswege ins Dravinjatal und damit ins Draugebiet. Vom Ursprung fließt das Gewässer zunächst in südliche Richtung bis zum nur mehr 260 m hoch gelegenen Dorf Trlično (im Bild unten).

© Panoramio

Ab hier windet sich das Flüsschen durch ein abwechslungsreiches Hügelland durchs Gemeindegebiet von Rogatec in westliche Richtung. Etwa 3 km unterhalb des Hauptortes ändert das Gewässer seinen Lauf und fließt gemächlich nach Süden bis es Podčetrtek (219 m, dt: Windischlandsberg), den Hauptort des oberen Sotlatales erreicht. Von hier ab schlägt der Fluss eine leichte südöstliche Richtung ein und zieht in mehr oder weniger ausgedehnten Mäandern durch eine hügelige Weingartenlandschaft. In der Ortschaft Bistrica ob Sotli (206 m, im Bild unten) fließt ihr von Westen die Bistrica zu, durch deren Tal eine über Sentvid pri Planini verlaufende Straße ins Savetal bei Sevnica führt.

© stajerskival.si

Unterhalb der 6 km flussabwärts der Bistricamündung gelegenen Ortschaft Kunšperk (208 m, dt: Königsberg) passiert die Sotla eine 2 km lange, durch die beiden bewaldeten Bergrücken Zelenjak (507 m) und Cesargradska gora (509 m) gebildete enge Schlucht (siehe Bild unten).

Suradnik13, CC BY-SA 4.0

Nach Verlassen der Talenge wendet die Sotla ihren Lauf nach Süden und durchfließt langsam die Weingegend von Bizeljsko (178 m, dt: Wisell, im Bild unten). Etwa 2 km südlich der Ortschaft Rigonce (140 m, dt: Riegelsdorf) mündet die Sotla in die Save.

Nach der Sotlamündung wird die Save für rund 2 km zum Grenzfluss zwischen Slowenien (Südufer) und Kroatien, tritt sodann nach rechtsseitigem Zufluss des Grenzbaches Bregana (im Bild unten der Grenzübergang Obrezje-Bregana) gänzlich auf kroatisches Staatsgebiet über und nimmt nach rund 15 km östlich von Zagreb von Norden die das Cillier Bergland von den Slawonischen Bergen trennende Krapina auf, aus deren Quellgebiet über die knapp innerhalb Sloweniens gelegenen Haloze-Passhöhen Travni Vrh-Zgornje Gruškovje und Dolgi Vrh Verkehrswege ins slowenische Draugebiet führen.

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Die nach Zagreb in Südostrichtung fließende und die Slawonischen Berge (linkes Ufer) von den dem Gorjanci östlich vorgelagerten Vukomeričke gorice trennende Save erreicht nach 50 km die Stadt Sisak, bei der ihr von Westen die Kolpa (kroat: Kupla) zufließt (100 m), die im Oberlauf Grenzfluss zwischen Slowenien und Kroatien ist und ab dem nördlichen Zufluss des slowenischen Flusses Lahinja (im Bild unten die Mündung), aus deren Tal Verkehrswege über die Übergänge Brezovica und Sela pri Vrčicah ins Krkatal führen, auch die Alpengebietsgrenze bildet, als solche bei Metlika noch die Sušica aufnimmt, aus deren Tal eine überregionale Straße über Vahta ebenfalls ins Krkatal führt, nach Kroatien übertritt und in Ostrichtung die alpinen Bergstöcke Gorjanci und Vukomeričke gorice südlich begrenzend bei Sisak die Save erreicht.

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Nach dem Kolpazufluss verlässt die Save als schiffbarer Fluss in den Posavina genannten Teil der Pannonischen Tiefebene eintretend das Alpengebiet, wird zum Grenzfluss zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegovina (rechtes Ufer) und danach zwischen Serbien und BiH, tritt sodann nach Serbien über und mündet in der serbischen Hauptstadt Belgrad in die Donau (75 m).