Serbien

Einziger alpiner Gebirgszug auf serbischem Staatsgebiet ist die Fruška Gora (dt: veraltet auch Verdnikgebirge oder Frankenwald). Dieser in West-Ostrichtung 80 km lange und bis zu 25 km breite Gebirgsstock liegt im Nordteil des Landes in der Provinz Vojvodina am südlichen Donauufer zwischen dem an der kroatischen Grenze liegenden Grenzdorf Šid im Westen und der am rechten Donauufer gegenüber der Theißmündung gelegenen Ortschaft Stari Slankamen im Osten.

Die Fruška Gora vom Weltraum gesehen

Der nächst gelegene Annäherungspunkt des serbischen Alpengebietes zum Alpenhauptkamm ist der am rechten Donauufer gelegene serbisch/kroatische Grenzübergang Neštin/Ilok. Von dort nordwestlich sind die in der Alpenhauptkammkette in Österreich liegenden Niederen Tauern fast 500 km (Luftlinie) entfernt. Dazwischen liegen Kroatien, Ostslowenien und der zum Inneren Alpenbogen gehörende Teil des österreichischen Bundeslandes Steiermark.

Weite Gebiete (über 25 km²) der Fruška Gora sind seit 1960 Nationalparkgebiet und sind für die Liste des UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbes nominiert. Der Park ist bekannt für seine vielfältige Flora und Fauna, darunter über 700 Arten von Heilkräutern sowie viele gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Luchse, Hirsche, Europäische Mufflons, Eber, Marder und auch Salamander. Höchste Erhebung der Fruška Gora und damit des serbischen Alpengebietes ist der 539 m hohe Crveni Čot, der allerdings nicht der höchste Berg Serbiens ist. Nach Abspaltung des Kosovos ist nunmehr der im Westbalkan liegende 2.169 m hohe Midzor, ein Grenzberg zu Bulgarien, der höchste Berg Serbiens.

Mit 17 über den Bergstock verstreuten mittelalterlichen serbisch-orthodoxen Klöstern (im Bild unten das KlosterMalab Remta) gilt die Fruška Gora als einer der drei heiligen Berge in der christlich-orthodoxen Welt (neben dem Berg Sinai mit dem Katharinenkloster und dem Berg Athos mit dem Kloster Hilandar).

© serbien.my-guide.org

Mit ihren Fresken und Bibliotheken zählen die Klöster der Fruška Gora (im Bild unten das Kloster Šišatova) zu den bedeutendsten in Europa. Ihre Architektur besteht aus einer Mischung byzantinischer und barocker Elemente.

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