Velika Remeta und der Flussverlauf der Save

328 m, Fruška Gora, Save/Kalin potok

Eine kleine Nebenstraße führt von Krušedol Selo in Nordrichtung über die Ortschaft Velika Remeta in die Donaustadt Sremski Karlovici. Sie passiert die Wasserscheide nordöstlich des Ortsgebietes unweit des Klosters von Velika Remeta (im Bild unten). Von der Nordauffahrt zweigen nach InĎija und Čortanovci führende Straßen ab.

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Wasserscheide  Save Kalin potok
Abflüsse  Ubawaz – Budakovaki potok – Jarčina – diverse Kanäle – Save – Donau Eschikowatschkij und Lipowatschkij potok – Kalin potok – Donau
Mündung  Schwarzes Meer
von Verlauf der linken Einzugsgebietsgrenze der Save in Serbien bis
Velika Remeta In die Ebene Posavina abfallend wird die oft kaum mehr wahrnehmbare Save/Donau-Wasserscheide in der Folge an zahlreichen namenlosen Übergängen von diversen Verkehrswegen gequert. Sie verläuft über Maradik, passiert die Kleinstadt InĎija im Westen und durchläuft die Dörfer Ljukovo, Golubinci und Vojka, passiert den Belgrader Flughafen im Norden, dreht in Ostrichtung, erreicht schließlich zwischen dem nördlich an der Donau gelegenen Stadtbezirk Slem und dem durch die Save von der Belgrader Altstadt getrennten Stadtbezirk Novi Beograd im Süden das Ende des Alpengebietes und endet an der Saveeinmündung in die Donau. Belgrad

 

Der Flussverlauf der Save

Die 945 km lange Save ist der drittlängste und wasserreichste Nebenfluss der Donau. Sie entsteht im Nordwesten Sloweniens in den Julischen Alpen durch den Zusammenfluss der Sava Bohinjka mit der Sava Dolinka bei Radovljica (420 m).

Die über 30 km lange Sava Bohinjka ist der Abfluss des 3,18 km² großen in einem Talkessel der Julischen Alpen gelegenen Bohinjsko jezero (524 m, dt: Wocheinersee), der von mehreren teils auf über 2.000 m Seehöhe entsprungenen Gebirgsbächen gespeist wird. Größter Zufluss ist die Savica, die ihrerseits aus dem Zusammenfluss der einen 51 m hohen Wasserfall überwindenden Velika Savica (im Bild unten) mit der Mala Savica entstanden ist. Aus dem Bohinjkatal führt ein Eisenbahntunnel (Koblatunnel) ins Einzugsgebiet des Isonzo.

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Die 45 km lange Sava Dolinka entspringt nahe des die Julischen Alpen im Süden von den Karawanken im Norden trennenden italienisch/slowenischen Grenzpass Ratschacher Sattel (Übergang ins Draugebiet). Als Grenzfluss zwischen den Julischen Alpen (rechtes Ufer) und den Karawanken erreicht sie von Ost- in Südostrichtung drehend nach über 40 km Radovljica, wobei auf diesem Weg aus ihrem Tal Verkehrswege in Nordrichtung über den Wurzenpass und die beiden Karawankentunnel (Autobahn und Eisenbahn) nach Österreich ins Draugebiet führen. Nach der Vereinigung mit der Sava Bohinjka zur Save wird diese selbst zum Grenzfluss zwischen den Julischen Alpen (rechtes Ufer) und den Karawanken. Der Save fließen von links nach 15 km zuerst die vom Loiblpass (Übergang ins österreichische Drautal) kommende 27 km lange Trziška Bistrica -, und nach weiteren 9 km bei Kranj die die Karawanken von den Steiner Alpen trennende 34 km lange Kokra zu (360 m), die vor ihrer Mündung im Stadtgebiet Kranjs eine 1,5 km lange und bis zu 30 m tiefe Schlucht passiert (im Bild unten) und aus deren Quellgebiet eine Straßenverbindung über den Seebergsattel nach Kärnten ins Draugebiet führt.

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Bis zum 12 km flußabwärts gelegenen rechtsseitigen Zufluss der die Julischen Alpen vom Karst trennenden 52 km langen Sora bei Medvode (313 m), aus deren Tal und Nebentälern über die Übergänge Petrovo-Brdo-Pass, Črni vrh pri Davča, Cerknosattel, Ledinsko Razpotje und Dole Straßen ins Isonzogebiet führen, trennt die Save die Steiner Alpen (linkes Ufer) von den Julischen Alpen -, und danach vom alpinen Teil des Karstgebirges. Kaum 5 km weiter flußabwärts erreicht die Save den Nordrand der Metropolregion von Ljubljana, dreht vor dem Stadtgebiet in Ostrichtung, passiert die nördlichen Stadtrandgebiete der slowenischen Hauptstadt und erreicht Podgrad (275 m), einen östlichen Vorort Laibachs, bei dem von Norden die das Zentrum der Steiner Alpen entwässernde 33 km lange Kamnik Bistrica -, und gegenüber deren Mündung von Südwesten die aus dem Stadtzentrum Laibachs (im Bild unten) kommende und im Oberlauf die Alpengebietsgrenze bildende 85 km lange Ljubljanica einmündet (264 m), aus deren Ursprungsgebiet über die alpinen Karstübergänge Hochebene von Schwarzenberg, Birnbaumer Wald und das Razdrtoplateau Verkehrswege ins Isonzogebiet verlaufen.

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Östlich von Podgrad tritt die Save am Ostende des Laibacher Beckens ins Voralpengebiet des Cillier Berglands über und erreicht nach 60 km den Eisenbahnknotenpunkt Zidani Most, bei dem von Norden die 102 km lange Savinja einmündet (190 m, im Bild unten), aus deren Tal über den österreichisch/slowenischen Grenzpass Paulitschsattel, sowie über die innerslowenischen Übergänge Spodnje Sleme pri Podolševa, Zavodnje-Slemepass, Graška Gora, Sattel von Mislinja, Sattel von Krizevec, Sattel von Jazbine, Pletovarjetunnel und Dolga Gora Verkehrswege ins Draugebiet führen.

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Nach weiteren 45 km mündet bei der Ortschaft Breţice (150 m) von rechts die den Zumberak nördlich begrenzende und diesen vom Cillier Bergland trennende Krka (dt: Krainer Gurk) ein, deren 73 km langer Flusslauf als Nordgrenze des Balkan gesehen wird und die Save selbst bildet danach bis zur Donaueinmündung in Belgrad die Nordgrenze der Balkanhalbinsel. Kaum 10 km später mündet am Rande des Gemeindegebietes von Breţice von Norden die die slowenish/kroatische Grenze bildende 90 km lange Sotla ein (135 m, im Bild unten), deren Quellgebiet in Slowenien liegt und von dem über die Übergänge Pečica-Sattel, Boč, Stoperce-Brzika und Sveti Jurij Verkehrswege ins slowenische Draugebiet führen.

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Nach dem Sotlazufluss wird die Save auf einem Flussabschnitt von über 2 km zum Grenzfluss zwischen Kroatien (linkes Ufer) und Slowenien, nach dem sie gänzlich nach Kroatien übertritt und nach weiteren 20 km westlich von Zagreb bei Zaprešić von Norden die das Cillier Bergland vom Medvednica trennende 75 km lange Krapina aufnimmt (128 m, im Bild unten), aus deren Tal und Nebentälern über die knapp noch in Slowenien gelegenen Passhöhen Dolgi Vrh (Hauptgrenzübergang Gruškovje/Macelj) und Travni Vrh-Zgornje Gruškovje, sowie über die in Kroatien gelegenen Passhöhen Čemernikasattel, Gornje Jesenje und Sattel von Novi Golubovec Verkehrswege ins Draugebiet führen.

Suradnik13, CC BY-SA 3.0

Noch bevor die Save das Stadtgebiet von Zagreb erreicht, mündet von Südwesten die den Zumberak von den Vukomeričke-gorice trennende kaum 10 km lange Lomnica ein und sie Save durchfließt danach die südlichen Stadtteile Zagrebs (im Bild unten), dreht in Südostrichtung und erreicht nach rund 50 km die Stadt Sisak (100 m), bei der von Westen die am Gorski Kotar im Nationalpark Risnjak entsprungene und im Unterlauf die Vukomeričke-gorice südlich begrenzende (und somit die Alpengebietsgrenze bildende) 296 km lange Kupa einmündet.

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Nach der Kupaeinmündung entfernen sich von beiden Saveufern die Gebirgsketten, und zwar vom linken Ufer jene der (alpinen) Slawonischen Berge und vom rechten Ufer jene des nicht dem Alpengebiet zuzuzählenden Dinarischen Gebirges und machen der Posavina genannten Flussebene der Save Platz, die als Teil der Pannonischen Tiefebene gilt und deshalb nicht mehr zum Alpengebiet zählt, da sie später nahtlos in diese übergeht. Zum schiffbaren Fluss geworden verlässt die Save in die Posavina einfließend das Alpengebiet und nimmt nach über 40 km bei der Ortschaft Lonja von links (Alpenseite) zuerst die im Kalnikgebirge entsprungene 133 km lange Lonja -, und 5 km später bei der Ortschaft Trebez den gleichnamigen Fluss auf (96 m). Aus dem Einzugsgebiet dieser beiden Flüsse, die abschnittsweise parallel verlaufen, sich sogar vereinigen, jedoch kurz vor der Mündung im „storchenreichen“ Naturpark Lonjsko Polje (im Bild unten die dort typische Holzbauweise) wieder trennen führen Verkehrswege über den Sattel von Donje Makojišće, den Kalniksattel, Apatovec, Racitnica, Lončarica und den Sattel von Dulovac in die Podravina genannte von der Drau durchflossene Ebene.

Fraxinus, CC BY-SA 4.0

Rund 30 km unterhalb von Lonja fließt bei der Grenzstadt (zu Bosnien und Herzegovina, BiH) Jasenovac von rechts die 212 km lange Una in die Save (94 m), die in Kroatien entspringt, jedoch kurz danach im Nationalpark Una nach Bosnien-Herzegowina übertritt und von rechts den Unac aufnimmt (im Bild unten), die Stadt Bihac passiert und im Unterlauf bis zur Mündung über weite Strecken die historische und heutige Grenze zwischen Bosnien und Kroatien bildet.

Julian Nyča, CC BY-SA 3.0

Ab dem Unazufluss bildet die Save die Staatsgrenze zwischen Kroatien (linkes Ufer) und Bosnien-Herzegowina und es fließt ihr nach über 70 km mäanderreichen Verlauf bei der bosnischen Stadt Srbac von rechts der nahe dem Makljenpass auf 1.780 m Seehöhe entsprungene 235 km lange Vrbas zu (93 m). Nur 20 km unterhalb von Srbac mündet bei der kroatischen Stadt Slavonski Kobaš von links die 89 km lange Orljava ein (92 m), die auf 800 m Seehöhe im Papuk-Gebirge entspringt und u. a. den Poţega-Kessel entwässert, aus deren Quellgebiet Straßen über Djedovica, Koprivnato brdo, Petrov vrh und Gradac ins Draugebiet (Podravina) führen.

Die Save erreicht nach weiteren 80 km die bosnische Grenzstadt Šamac, bei der ihr von rechts die 271 km lange Bosna zufließt (89 m, siehe unten), die auf 560 m Seehöhe im Gemeindegebiet von Ilidţa nahe dem Ivanpass und der bosnischen Hauptstadt Sarajewo entspringt und durch deren Tal die derzeit noch großteils in Bau befindliche bosnische Autobahn A1 (bosnischer Autoput, Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors Vc, Budapest-Süddalmatien) verläuft.

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Die Save passiert nach weiteren 60 km die nahe des Dreiländerecks Kroatien/Bosnien und Herzegowina/Serbien gelegene kroatische Grenzortschaft Račinovci (84 m), erreicht das erwähnte Dreiländereck bei der bosnischen Gemeinde Vršani.

Die Save verlässt oberhalb der serbischen Grenzortschaft Jamena Kroatien, verläuft weiter über 25 km lang als Grenzfluss, nunmehr zwischen Serbien (linkes Ufer) und Bosnien-Herzegowina und passiert die serbische Grenzstadt Sremska Rača (78 m), kurz nach der ihr von Süden ihr größter Nebenfluss, nämlich die ein Einzugsgebiet von 19.926 km² entwässernde und im Unterlauf die bosnisch/serbische Grenze bildende 346 km (inkl. Quellfluss Tara) 486 km lange Drina zufließt (77 m, im Bild unten die Mündung), die der Save (und damit auch der Donau und dem Schwarzen Meer) aus Montenegro (durch die Quellflüsse Tara und Piva) und Albanien (durch den rechten Nebenfluss Lim) stammendes Wasser zuführt.

Julian Nyča, CC BY 3.0

Nach dem Drinazufluss tritt die Save gänzlich auf serbisches Territorium über und es fließt ihr nach 6 km von links der 186 km lange aus Kroatien kommende Bosut bei der gleichnamigen Ortschaft zu, von dessen Unterlauf über den Grenzsattel von Sot/Ljuba eine Straße zur kroatischen Donau-Grenzstadt Ilok und, – parallel östlich dieser Route -, eine weitere Nebenstraße innerhalb Serbiens über Vizić zum serbischen Donau-Grenzort Neštin führt. Nach der Bosutmündung passiert die Save nach 25 km die an den Südausläufern der Fruška Gora gelegenen Stadt Sremska Mitrovica, von der in Nordrichtung zahlreiche Straßen über die Übergänge Tschotowi, Crveni Čot, Zmajevac und Iriški Venac den Hauptkamm der Fruška Gora querend ins Donautal in den Großraum von Novi Sad führen.

© Panoramio; In Sremska Mitrovica liegt nicht nur das größte Gefängnis Serbiens, sondern auch ein beliebter „Save-Strand“

Nach Sremska Mitrovica dreht die Save, – sich von den Südausläufern der Fruška Gora entfernend -, kurz in Südrichtung, um sich bei der 40 km flussabwärts in der weiten Ebene gelegenen Bezirksstadt Šabac wieder in Ostrichtung zu wenden und stark mäandernd nach über 60 km bei Obrenovac (76 m), wo von Süden die Kolubara einmündet (im Luftbild unten in der Bildecke rechts unten erkennbar), die Metropolregion von Belgrad zu erreichen.

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Weiter in Nordostrichtung erreicht die Save nach der 20 km flussabwärts gelegenen Stadt Ostruznička die westlichen Vororte Belgrads, bis an deren Nordrand die Südostausläufer der Fruška Gora reichen, durch die mehrere Verkehrswege, u. a. über Velika Remeta (Beschreibung oben), ins Donautal östlich von Novi Sad führen.

Die Save durchfließt, – die Altstadt (rechtes Ufer, im Bild unten) vom Stadtteil Novi Beograd trennend -, das Stadtgebiet von Belgrad, teilt sich, – nachdem ihr noch von rechts die Topčiderka zugeflossen ist -, in 2 Flussarme auf und mündet am Südostende des Alpengebietes von rechts, und zwar bei (Donau)Stromkilometer 1.172 der nördliche Nebenarm und bei Stkm 1.170 der Hauptarm, auf 75 m Seehöhe in die Donau.

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