Luganer Alpen

Die innerhalb der Schweiz verlaufende Nordgrenze der Luganer Alpen, die in Italien noch in Varese-Voralpen und Como-Voralpen unterteilt werden, verläuft von der am Ostufer des Lago Maggiore gelegenen Grenzortschaft Caviano (im Bild unten) im Westen bis zum Grenzpass San-Jorio im Osten. Von Caviano bis zur Einmündung des Ticino in den Lago Maggiore am Nordufer des Sees bildet der See selbst die innerschweizer Nordgrenze der Luganer Alpen. Zwischen Ticinomündung und San-Jorio-Pass bildet auch aus Schweizer Sicht die sogenannte Insubrische Linie die Nordgrenze der Luganer Alpen. Sie trennt diese (gem. SOIUSA) von den nördlich gelegenen Lepontinischen Alpen. Die Insubrische Linie ist Teil der 700 km langen Periadriatische Naht, einer tektonischen Störungslinie der Alpen, die im hier relevanten Abschnitt dem Flusslauf des Ticino aufwärts durch die Magadinoebene bis zur Einmündung der Morobbia bei Bellinzona (Hauptort des Kantons Tessin) folgt und weiter das Morobbiatal aufwärts zum nur zu Fuß erreichbaren San-Jorio-Pass verläuft.

© mountainzones.com

Die ab dem San-Jorio-Pass innerhalb der Luganer Alpen vorerst in Südsüdostrichtung -, später kurz in Westrichtung (den südlichsten Punkt der Schweiz passierend) und schließlich in Nordrichtung bis Caviano verlaufende Staatsgrenze zu Italien (siehe Grenzverlaufsbeschreibung) bildet den restlichen Teil der Begrenzung des Schweizer Gebietsanteils an den Luganer Alpen. Im Zentrum dieses kleinen, ausschließlich im Kanton Tessin gelegenen Gebietes liegt die Stadt Lugano, die größte Stadt des Tessins.

Luca Bergamasco, CC BY 3.0

Rund 3 km südlich des San-Jorio-Passes liegt rund 1 km östlich der Staatsgrenze auf italienischem Staatsgebiet der Pizzo di Gino (2.245 m), der höchste Berg der Luganer Alpen. Kaum 3 km westlich dieses Berges liegt der Camoghè (2.228 m. im Bild unten), der höchste Berg der Luganer Alpen auf Schweizer Staatsgebiet.

© Panoramio