Rhône-Gebiet, Abgrenzung und Flusssystem

Die Rhône ist ein 812 km langer Fluss in der Schweiz (267 km) und in Frankreich. Er ist der wasserreichste Strom Frankreichs. Sie entspringt zwischen Grimsel- und Furkapass am Rhônegletscher in den Berner Alpen in der Schweiz. Der ursprüngliche deutsche Name der Rhône lautet Rotten und ist nur noch im Oberwallis offiziell in Gebrauch. Sie fließt vorerst in Ost-Westrichtung (im Bild unten bei Sion) und mündet innerhalb der Schweiz in den Genfersee an dessen Ostende, verlässt ihn am Südwestende im Kanton Genf als Grenzfluss zwischen Jura- und Alpengebiet, tritt auf französisches Staatsgebiet über, durchbricht zwischen der Einmündung des Canal de Savière bei Chanaz und der Einmündung der Isère bei Valence das Juragebiet, wobei sie in diesem Abschnitt bei Lyon von Südwest- in Südrichtung übergeht, begrenzt nach Zufluss der Durance bei Avignon das westlichste Alpengebiet und beginnt nördlich von Arles mit der Deltabildung. Vom Hauptstrom zweigt dort nach Westen die Petit Rhône ab und mündet westlich von Saintes-Maries-de-la-Mer im Golf von Lyon ins westliche Mittelmeer, während der Hauptarm als Grand Rhône westlich von Fos-sur-Mer das Meer erreicht. Diese führt etwa 90 % der Gesamtwassermenge der Rhône (im Durchschnitt 1.700 m³ pro Sekunde). Zwischen den beiden Mündungsarmen liegt die Carmargue mit ihrem berühmten Naturschutzgebiet.

Londo Mollari. CC BY-SA 2.0

Von ihrem 95.500 km² großen Einzugsgebiet liegen rund 9.500 km² auf Schweizer Staatsgebiet. Dieses Schweizer Rhône-Einzugsgebiet umfasst Teilgebiete der Waadtländer und Freiburger Voralpen, der Berner Alpen, der Lepontinischen Alpen, der Walliser Alpen, der Grajischen Alpen, der Savoyer Voralpen und des Schweizer Jura.