Walliser Po(Ticino)-Gebiet

Dieses von der Doveria entwässerte Gebiet ist das einzige deutschsprachige Gebiet der Schweiz, das im Inneren Alpenbogen liegt. Es liegt im Kanton Wallis und umfasst Teile der Walliser Alpen (Westteil) und der Lepontinischen Alpen (Ostteil), die durch den vom Simplonpass in Südrichtung abfließenden Chrumbach, der die Ortschaft Simplon (Bild unten) passiert und als Diveria nach Italien abfließt, getrennt werden. Es wird innerhalb der Schweiz vom Alpenhauptkamm (zum Rhônegebiet), sowie von der Staatsgrenze zu Italien (Region Piemont) begrenzt. Die Abgrenzungsbeschreibung des Gebietes erfolgt, – ausgehend vom Übertritt der Doveria nach Italien -, im Uhrzeigersinn. In den einzelnen Vorkapiteln wurden alle Abschnitte bereits beschrieben und werden hier wiederholend nochmals gerafft zusammengefasst.

Wandervogel, CC BY-SA 3.0

Die Umgrenzung des Walliser Ticinogebietes folgt vom Grenzübertritt der Doveria weg der Staatsgrenze, die in den Walliser Alpen vom rechten Doveriaufer in Südrichtung zum Camoscellahorn (2.612 m) ansteigt, nach der Cima Verosso (2.407 m) in Südwestrichtung dreht, den Pizzo Straciugo (2.713 m) und die Cima del Rosso (2.624 m) passiert und am Pizzo d’Andolla (3.654 m) den Alpenhauptkamm erreicht. Sie folgt dem die Po(Ticino)/ Rhône-Wasserscheide bildenden Alpenhauptkamm in Nordrichtung auf Schweizer Staatsgebiet, verläuft über Weissmies (4.017 m), Lagginhorn (4.010 m), Fletschhorn (3.393 m) und Böshorn (3.268 m) zum Simplonpass (2.005 m), geht in die Lepontinischen Alpen über und erreicht in Ostrichtung nach dem Hübschhorn (3.192 m) am Monte Leone (3.553 m) wieder die Staatsgrenze, der zur Punta Valgrande (2.857 m) gefolgt wird, nach der der Ausgangspunkt im Tal der Doveria nahe dem Straßengrenz-übergang (im Bild unten) wieder erreicht wird.

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Der Chrummbach (im Bild unten) entsteht an der Südauffahrt zum Simplonpass durch Zusammenfluss mehrerer Bergbäche. Er passiert nach fast 9 km unterhalb die Ortschaft Simplon Dorf (1.460 m) und vereinigt sich beim 3 km weiter unterhalb gelegenen Ortsteil Gabi mit der von Süden kommenden und das Lagginatal entwässernden Laggina zur Doveria (1.208 m).

Hp.Baumeler, CC BY-SA 4.0

Diese durchfließt in Westrichtung die 6 km lange zu einer militärischen Festung ausgebaute Gondoschlucht (im Bild unten), in der ihr von Norden zahlreiche am Alpjergletscher entsprungene Wildbäche zufließen, und erreicht am Schluchtausgang die Grenzortschaft Gondo (855 m), in der von Süden der Großes Wasser genannte Gebirgsbach zufließt, der das 12 km lange Zwischbergental entwässert. Kaum 1 km östlich von Gondo verlässt die Doveria die Schweiz (800 m).

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Als Diveria durchfließt sie das fast 20 km lange italienische Val Divedro (Region Piemont) und mündet oberhalb von Domodossola (270 m) in den Toce, der 40 km weiter südöstlich bei Verbania in den Lago Maggiore (193 m) mündet und so den Ticino erreicht.

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