Appenzeller Alpen

Das Gebiet der Appenzeller Alpen verteilt sich auf die Kantone Aargau (Kleinstgebiet im äußersten Westen bei Würenlos), Zürich (Westen und Nordwesten), Thurgau (Norden) und St. Gallen (Nordost, Ost-, Mittel- und Südteil). Im Zentrum und (wie auch der Kanton Thurgau) gänzlich innerhalb des Gebietes der Appenzeller Alpen liegen die vom Kanton St. Gallen umschlossenen Kantone Appenzell-Außerrhoden und Appenzell-Innerrhoden.

Auf deutschem Staatsgebiet (Bundesland Baden-Württemberg) liegen am Südufer des Bodensees auf rund 2 km² der Stadtteil Paradies und die Altstadt von Konstanz. Im äußersten Nordosten liegt (ebenfalls am Südufer des Bodensees) der zu Österreich gehörende westlich des Alpenrheins gelegene und damit dem Voralpengebiet der Appenzeller Alpen zuzuzählende rund 40 km² große (West)Teil des Rheindeltas, in dem die Vorarlberger Ortschaften Gaissau, Höchst und Fußach liegen. Höchster Berg der Appenzeller Alpen ist der Säntis (2.502 m, Bild unten), der das Dreikantoneneck Appenzell-Außerrhoden/Appenzell-Innerrhoden/St. Gallen bildet.

© powderguide.com

Die Nordwestgrenze des Gebietes der Appenzeller Alpen zwischen Würenlos (Kanton Aargau) und Schaffhausen zum Juragebirge (Alpengebietsgrenze) bilden bis zum Südufer des Hochrheins bei Rheinsfelden das Furtbachtal und die östlichen Abhänge und Ausläufer des Juragebirgsstockes Lägern, wobei die Gebietsgrenze kaum 3 km östlich von Würenlos die Kantonsgrenze Aargau/Zürich überschreitet. Der Flusslauf des Hochrheins bis ins Stadtgebiet von Schaffhausen (im Bild unten), wo er auch Kantonsgrenze zwischen Schaffhausen und Zürich ist und die Ausläufer des Juragebirgsstocks Randen begrenzt, bildet den nordöstlichsten Teil der Trennlinie zwischen dem Gebiet der Appenzeller Alpen und dem Juragebirge.

Wandervogel, CC BY-SA 3.0

Der oberste Abschnitt des Hochrheins im Osten Schaffhausens und der die Westalpen/Ostalpengrenze bildende Bodensee sind die Nordgrenze der Ausläufer der Appenzeller Alpen und trennen diese von dem den Allgäuer Alpen nordwestlich vorgelagerten Schwäbischen Alpenvorland, dessen Hügel das Nord- und Westufer des Bodensees begleiten. Bis zum östlichen Stadtrand Schaffhausens bildet der Hochrhein weiterhin die Kantonsgrenze zwischen Schaffhausen und Zürich. Dann trennt er das Gebiet der Deutschen Exklave Büsingen am Hochrhein (Nordufer) vom Kanton Thurgau. Danach bildet er für kaum 1 km die Grenze zwischen Schaffhausen und Thurgau. Zwischen Diessenhofen (Kanton Thurgau im Bild unten) und Rheinklingen bildet er neuerlich die Staatsgrenze zwischen Deutschland und der Schweiz.

Adrian Michael, CC BY-SA 3.0

Zwischen Rheinklingen und seinem Ausfluss aus dem Untersee genannten westlichen Teil des Bodensees östlich der Stadt Stein am Rhein bildet er neuerlich die Kantonsgrenze zwischen der am Nordufer gelegenen, von Deutschland und dem Thurgau umgrenzten Exklave des Kantons Schaffhausen und dem Kanton Thurgau. Kurz nach seinem Austritt aus dem Bodensee durchfließt der Hochrhein im Bereich von Stein am Rhein das Gebiet Schaffhausens, da die am Südufer gelegenen Stadtteile von Stein am Rhein ebenfalls zum Kanton Schaffhausen gehören (einziges Gebiet des Kantons Schaffhausen, das am linken Hochrheinufer liegt) und daher die Kantonsgrenze Schaffhausen/Thurgau den Hochrhein 2 x quert. Der weitere Verlauf der Nordgrenze des im Rahmen gegenständlicher Ausführungen noch den Appenzeller Alpen zugeordneten Gebietes verläuft entlang des Südufers des Bodensees bis zur Einmündung des Alpenrheins am östlichen Seeende auf österreichischem Staatsgebiet, wobei sie das Stadtgebiet von Konstanz und damit deutsches Staatsgebiet passiert, bei Arbon vom Kanton Thurgau in den Kanton St. Gallen übertritt, kaum 1 km weiter eine vom Kanton St. Gallen und dem Bodensee umgrenzte von der Ortschaft Horn gebildete Thurgauer Exklave passiert, westlich von Rorschach (im Bild unten der dortige Bodenseehafen) wieder in den Kanton St. Gallen übertritt, rund 9 km weiter östlich beim Flugplatz St. Gallen-Altenrhein die Staatsgrenze zu Österreich überschreitet und bei Fußach die Alpenrheinmündung erreicht.

böhringer friedrich, CC BY-SA 2.5

Der ebenfalls die Westalpen/Ostalpen-Grenze bildende in Süd-Nordrichtung fließende Alpenrhein bildet zwischen seiner auf österreichischem Staatsgebiet liegenden Einmündung in den Bodensee im Norden und der Ortschaft Sargans im Süden die Ostgrenze der Appenzeller Alpen. Diese erreicht 5 km oberhalb (südlich) der Alpenrheinmündung die Schweizer Grenze bei St. Margrethen (im Bild unten am linken Ufer des Alten Rheins), folgt dieser bis Diepoldsau, passiert über Schweizer Staatsgebiet (Kanton St. Gallen) verlaufend Diepoldsau am westlichen Ortsrand und vereinigt sich im Süden dieser Ortschaft wieder mit der Staatsgrenze.

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Der Alpenrhein bildet danach weiter die Staatsgrenze der Schweiz, und zwar bis Sennwald weiter zu Österreich und danach bis Sargans zu Liechtenstein. Er trennt die Appenzeller Alpen zwischen Bodensee und der (rechtsseitigen östlichen) Einmündung der Ill gegenüber der Schweizer Ortschaft Rüthi (im Bild unten mit dem den Alpenrhein begleitenden Binnenkanal) vom Bregenzerwald und zwischen Rüthi und Sargans von den Rätischen Alpen. Bei Sargans verlassen sowohl die Staatsgrenze, als auch die Gebietsgrenze der Appenzeller Alpen den Alpenrhein, der oberhalb von Sargans die innerschweizer Kantonsgrenze St Gallen/Graubünden bildet. Die Staatsgrenze verläuft ab dort in Ostrichtung im Ostalpengebiet als Grenze Liechtenstein/Graubünden weiter.

Schofför, CC BY-SA 3.0

Die Gebietsgrenze der Appenzeller Alpen wird von deren Ost- zur Südgrenze und zwar zu den Glarner Alpen und verläuft von Sargans in Westrichtung im Gebiet des Kantons St. Gallen über den Sarganser Sattel und das Seeztal bis zum Walensee (im Bild unten das Nordufer), der in Ost-Westrichtung bis zum Austritt des Linthkanals gequert wird, wobei die Westhälfte des Walensees und der von diesem abfließende Linthkanal die Kantonsgrenze zwischen St. Gallen (Nordufer) und Glarus (Südufer) bildet. Die Gebietsgrenze zu den Glarner Alpen endet innerhalb des Walensees kurz vor dem Ausfluss des Linthkanals bei der südlichen Einmündung der Linth, die die Glarner Alpen im Osten, von den Zentralschweizer Voralpen im Westen trennt.

Caumasee, CC BY-SA 3.0

Die Südwestgrenze der Appenzeller Alpen (westlich der Linthmündung in den Walensee) zu den Zentralschweizer Voralpen folgt nach dem Walensee dem Linthkanal, der ab Grossengiessen, wo die Kantonsgrenze St. Gallen/Glarus den Kanal in Südwestrichtung verlässt, rund 5 km lang im Gebiet des Kantons St. Gallens verläuft und 1 km vor seiner Einmündung in den Zürichsee zur Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Schwyz wird. Der Zürichsee und die von diesem am Nordufer innerhalb Zürichs abfließende Limmat (im Bild unten die Limmat bei der Rathausbrücke) bis zur an der Alpengebietsgrenze liegenden Ortschaft Würenlos bilden den restlichen Teil der Südwestgrenze der Appenzeller Alpen zu den Zentralschweizer Voralpen.

Thomas Wolf, CC BY-SA 3.0 de

Der südlichste Obersee genannte Teil des Zürichsees trennt die Kantone St. Gallen und Schwyz. Der restliche Teil des Zürichsees zwischen Jona (Nordufer) und Wollerau (Südufer) liegt ebenso wie der oberste Teil des Flusses Limmat zur Gänze innerhalb des Kantons Zürich. Die Limmat tritt 3 km vor Würenlos bei der Ortschaft Oetwil vom Kanton Zürich in den Kanton Aargau über.