Oberalppass

2.044 m, Glarner Alpen/Lepontinische Alpen, Rhein(Reuss/Vorderrhein)gebiet

Dieser Grenzpass zwischen Uri und Graubünden verbindet den Urseren genannten obersten Talabschnitt des Reusstales im Westen mit dem im obersten Abschnitt Surselva genannten Tal des Vorderrheins im Osten und trennt die Glarner Alpen im Norden von den Lepontinischen Alpen im Süden. Die Talorte sind Andermatt (1.447 m) im Kanton Uri und Tujetsch (1.450 m) im Kanton Graubünden. Außer der Hauptstraße 19 überwindet auch die Matterhorn-Gotthard-Bahn die Scheitelhöhe durch einen kurzen Scheiteltunnel. Der Pass ist von November bis Mai gesperrt. Für eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen ist ein Transit durch Bahnverladung (siehe Bild unten) zwischen Andermatt und Sedrun möglich. Im Winter ist die Passhöhe Teil des benachbarten Schigebietes von Sedrun. Im Sommer werden u. a. auch „Alpmärkte“ veranstaltet.

© matterhorngotthardbahn.ch

Auf der Passhöhe liegt auf Urner Seite der 0,18 km2 große leicht aufgestaute Oberalpsee (im Bild unten), der über die Oberalpreuss Richtung Andermatt entwässert. Südlich der Passhöhe liegt auf Graubündner Seite der Tomasee (2.345 m), der als Rheinquelle gilt und über Wanderwege von der Scheitelhöhe aus relativ problemlos erreicht werden kann.

Filzstift, CC BY-SA 3.0
Wasserscheide  Reuss Vorderrhein
Abflüsse  Oberalpreuss – Unteralpreuss – Reuss via Vierwaldstättersee – Aare – Rhein Vorderrhein – Alpenrhein – Bodensee – Rhein
Mündung  Atlantik
Albinfo, CC BY-SA 3.0
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Reuss im Alpengebiet bis
Oberalppass Über den Rossbodenstock (2.836 m), Badus (2.928 m) und Schwarzberg (2764 m) erreicht die Reuss/Vorderrhein-Wasserscheide den Alpenhauptkamm am Piz Alv (2.769 m, im Bild oben rechter Gipfel), der das Dreikantoneneck Uri/Graubünden/Tessin bildet und dort jenseits des Reussgebietes das Einzugsgebiet des Vorderrheins endet und jenes des Po beginnt. Die Einzugsgebietsgrenze der Reuss folgt in Westrichtung innerhalb der Lepontinischen Alpen der bereits beschriebenen Rhein-Einzugsgebietsgrenze als Rhein(Reuss)/Po-Wasserscheide entlang dem das Gebiet des Äußeren Alpenbogens von jenem des Inneren Alpenbogens trennenden Alpenhauptkamm und die Reussquellen passierend über den Gotthardpass bis zum Witenwasserenstock, wo jenseits des Rhein(Reuss)gebietes das Einzugsgebiet des Po endet und jenes der Rhône beginnt, die Einzugsgebietsgrenze des Rheins (und damit auch der Reuss) den Alpenhauptkamm verlässt, als Rhein(Reuss)/Rhône-Wasserscheide ins Gebiet des Äußeren Alpenbogens zurückkehrt, den Furkapass passiert, damit in die Berner Alpen übertritt und am Nordende des Rhônegletschers (im Bild unten) den Trifftgrat erreicht, an dem jenseits des Reussgebietes das Einzugsgebiet der Rhône wieder endet und jenes des Rheinzubringers Aare beginnt. Rhônegletscher
de:Benutzer:ch ivk, CC BY-SA 3.0
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze der Reuss im Alpengebiet bis
Rhônegletscher Die nunmehr linke Reusseinzugsgebietsgrenze verläuft entlang der ebenfalls bereits im Vorkapitel beschriebenen Aare/Reuss-Wasserscheide über den Sustenpass, tritt am Jochpass (im Bild unten) in die Zentralschweizer Voralpen -, und am Brünigpass in die Berner Voralpen über, kehrt nach dem Escholzmattsattel am Menznauplateau wieder in die Zentralschweizer Voralpen zurück, passiert in diesen die Übergänge Grueb, Ruediswiler Moos, Recketschwandhöchi, Horben und Brunegg und erreicht nach der Habsburg im Wasserschloss der Schweiz das linke Ufer der Reuss im Mündungsbereich gegenüber der Ortschaft Vogelsang und damit den Ausgangspunkt gegenständlicher Verlaufsbeschreibung der Einzugsgebietsgrenze der Reuss. Wasserschloss der Schweiz
Mussklprozz, CC BY-SA 3.0

Zum Flussverlauf der Reuss