Grajische Alpen

Der Schweizer Anteil an den Grajischen Alpen liegt ausschließlich im Kanton Wallis und beinhaltet bloß deren „Nordzipfel“ (siehe Karte unten 7).

Luca Bergamasco, CC BY 3.0

Dieses Schweizer Gebiet der Grajische Alpen ist wie folgt umgrenzt:

Ausgehend von der Grenzortschaft Le Chatelard im Tal der Eau Noire folgt die innerschweizer im Kanton Wallis verlaufende Grenze des Gebietes zu den Savoyer Voralpen dem Flusslauf des genannten Baches bis zu seiner Einmündung in den Trient und dann dem Flusslauf des Trient (im Bild unten die begehbare Trientschlucht) bis zur Mündung in die Rhône bei Vernayaz.

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Sodann als Grenze zu den Berner Alpen das Rhônetal 2 km aufwärts bis zur Einmündung der Dranse bei Martingy. Nunmehr als Grenze zu den Walliser Alpen das von der Dranse durchflossene Val d‘ Entremont aufwärts bis zur Staatsgrenze am Großen St. Bernhard.

Ab dort bildet die innerhalb der Grajischen Alpen verlaufende Staatsgrenze (vorerst entlang des Alpenhauptkamms bis zum Mont Dolent als Grenze zu Italien, ab dort in Nordwestrichtung als Grenze zu Frankreich bis zur Grenzortschaft Le Chatelard) die Begrenzung der schweizerischen Grajischen Alpen. Höchste Erhebung dieses Gebietes ist der nordöstlich des Mont Dolent gelegene Grenzberg Aiguille d’Argentière (3.901 m, im Bild unten).

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Dieser Teil ist der nordöstlichste Abschnitt des Mont-Blanc-Massives, das laut traditioneller französischer Alpeneinteilung als eigenständige Gebirgsgruppe gesehen wird. In der Führerliteratur des Schweizer-Alpen-Clubs (SAC) wird dieses Gebiet den Walliser Alpen zugeordnet. Im Rahmen gegenständlicher Ausführungen wird der oben beschriebenen SOIUSA-konformen Abgrenzung und Benennung gefolgt.