Schweizerische Eidgenossenschaft

ist die amtliche deutsche Bezeichnung des aus 26 Kantonen bestehenden, im täglichen Sprachgebrauch kurz (die) Schweiz genannten mitteleuropäischen Binnenstaates, der zwischen Frankreich (Westen), Deutschland (Norden), Österreich und Liechtenstein (Osten) und Italien (Süden) liegt. Neben Deutsch sind auf Bundesebene drei weitere Amtssprachen zugelassen, und zwar Französisch (Suisse; Confédération suisse), Italienisch (Svizzera; Confederazione Svizzera) und Rätoromanisch (Svizra; Confederaziun svizra). Um keine der vier offiziellen Landessprachen zu bevorzugen, wurde der historische lateinische Name Helvetien (Confoederatio Helvetica) für das internationale Landeskürzel CH herangezogen.

Von den 7,8 Millionen Einwohnern der Schweiz sind rund 1,7 Millionen Ausländer (22 %). Fast zwei Drittel der Bevölkerung hat Deutsch -, ein Fünftel Französisch als Muttersprache. Das frankophone Romandie bzw. Suisse romande genannte Gebiet (auch Französische Schweiz, Welschland, Welschschweiz) liegt im Westen des Landes.

Die auch „Röstigraben“ genannte Sprachgrenze durchquert (von Nord nach Süd) die Kantone Bern (Berne), Freiburg (Fribourg) und Wallis (Valais). In den westlichsten Kantonen Jura, Neuenburg (Neuchâtel), Waadt (Vaud) und Genf (Genève) ist nur Französisch Amtssprache. Der Französisch sprechende Bevölkerungsanteil des Kantons Bern beträgt seit der im Jahr 1979 erfolgten Abspaltung der an Frankreich grenzenden Landesteile zum eigenständigen (26.) Kanton Jura nur mehr knappe 8 %. Im Wallis sprechen über 60 %-, in Freiburg rund zwei Drittel der Bevölkerung Französisch.

Tschubby, CC BY-SA 3.0

Italienisch wird von 6,5 % der Schweizer Gesamtbevölkerung als Muttersprache gesprochen. Die Italienische Schweiz (Svizzera italiana) besteht aus dem Kanton Tessin (Ticino) sowie den vier Südtälern (Bergell, Calancatal, Misox und Puschlav) des Kantons Graubünden (Grigioni).

Rätoromanisch wird von bloß 0,5 % der Schweizer Gesamtbevölkerung, und zwar in einigen Talschaften (u.a. Vorder/Hinterrheintal und Engadin) des ansonsten (mit Ausnahme der erwähnten Südtäler) deutschsprachigen Kantons Graubünden (Grischun) gesprochen.

Im Bild oben (Caumasee, CC BY-SA 3.0) Chur, der Hauptort des Kantons Graubünden, mit Blick in Westrichtung ins Vorderrheintal

In den restlichen 17 Kantonen (Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Luzern, Zug, Schwyz, Glarus, Obwalden, Uri und Nidwalden) werden verschiedenste alemannische (westoberdeutsche) Dialekte gesprochen, die unter dem Sammelbegriff Schwizerdütsch zusammengefasst sind. Obwohl Standarddeutsch (Hochdeutsch) offizielle Amtssprache ist, wird de facto im mündlichen Amtsverkehr Schwizerdütsch verwendet. Zermatt (im Bild unten mit dem Matterhorn) im gemischtsprachigen Kanton Wallis gilt (noch vor der südtiroler Stadt Salurn) als südlichste Gemeinde des geschlossenen deutschen Sprachraumes.

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Auch wenn das innerhalb der Schweiz gesprochene Französisch (und Italienisch) stark von aus anderen Sprachen entlehnten Begriffen durchzogen ist, stehen diese eher als lokale Dialekte zu bezeichnenden Mundarten den jeweiligen Standard(Hoch)sprachen deutlich näher als das Schwizerdütsch dem Hochdeutschen. Ganz im Gegenteil wird dem Romandie-Französisch der alltäglichen Umgangssprache innerhalb des französischen Sprachraumes sogar besonders starke Nähe hinsichtlich Grammatik und Satzstellung zur schulmäßigen Standardsprache bescheinigt. Einer launigen Redensart des 19. Jh. zu Folge soll das schönste (korrekteste) Französisch in Lausanne (im Bild unten) -, das schönste Deutsch hingegen in Prag gesprochen worden sein.

AlterVista, CC BY-SA 3.0

Laut Bundesverfassung hat die Schweiz keine Hauptstadt; der Sitz der Bundesbehörden (Regierung und Parlament) ist Bern, weshalb diese Stadt die Bezeichnung Bundesstadt trägt. Bern (im Bild unten das Bundeshaus, Sitz des Schweizer Parlaments) ist nach Zürich, Genf, Basel und Lausanne die fünftgrößte Stadt der Schweiz und Hauptort des Kantons Bern.

Raphael Frey, CC BY-SA 3.0