Albulapass

2.312 m, Rätische Alpen, Rhein/Donau

Der auf Rätoromanisch Pass da l’Alvra genannte innergraubündner Übergang verbindet das Albulatal bei Alvaneu (1.181 m) mit dem Engadin bei La Punt (1.700 m). Weil die schmale über 40 km lange und in den Wintermonaten stark lawinengefährdete Straße über den Pass (im Bild unten die Scheitelhöhe) nach dem Bau der Albulabahn in verkehrstechnischer Hinsicht ohnehin keinerlei Bedeutung mehr hatte, wird sie jedes Jahr von Oktober bis Juni gesperrt.

© alpentourer.de

Der Pass wird etwas südlich des Straßenübergangs unter den Dschimels auf etwa 1.800 m Seehöhe vom 5.865 m langen Albulatunnel der Rhätischen Bahn (Abschnitt Thusis-St. Moritz, im Bild unten das Landwasserviadukt) gequert, dem höchstgelegenen Alpentunnel in einer solchen Länge. Der Tunnel liegt zwischen den Stationen Preda (1.789 m) und Spinas (1.815 m). Die Abzweigung der Bahn im Engadin zum Albulatunnel erfolgt durchs Val Bever von Samedan aus, wo sich auch der höchstgelegene Flugplatz Europas (1.721 m), der hauptsächlich von St. Moritz-Touristen frequentierte Airport Engadin befindet.

Daniel Schwen, CC BY-SA 2.5
Wasserscheide  Rhein Donau
Abflüsse  Albula – Hinterrhein – Rhein Ova d`Alvra und Beverin – Inn – Donau
Mündung  Atlantik Schwarzes Meer
von Verlauf der Einzugsgebietsgrenze des Rheins im Schweizer Alpengebiet bis
Albulapass Weiter in Nordrichtung verläuft die Rhein/Donau-Wasserscheide über den Piz Ürtsch (3.268 m), die Fuorcla Pischa (2.871 m), den Piz Kesch (3.418 m), dann östlich des Porchabellagletschers zum Piz Porchabella (3.079 m) und von diesem in Nordwestrichtung über den Keschpass (2.630 m) zum Piz Forun (3.052 m), sodann wieder nordwärts über den Piz Murtelet (3.019 m) und den Sertigpass (2.739 m) zum Chüealphorn (3.078 m), weiter in Nordostrichtung über den Scalettapass (2.606 m) zum Piz Grialetsch (3.131 m) und danach wieder in Nordrichtung über das Radüner Rothorn (3.022 m) und das Schwarzhorn (3.146 m) zum Flüelapass. Flüelapass