Col du Mont Cenis

2.083 m, Cottische Alpen/Grajische Alpen, Rhône/Po

Der auf Italienisch Colle del Moncenisio genannte innerfranzösische Alpenpass verbindet auf der Route Lanslebourg-Col du Mont Cenis-Susa das französische Mauriennetal im Norden mit dem italienischen Susatal im Süden. Diese Route gilt als Grenze zwischen den Grajischen Alpen im Nordosten und den Cottischen Alpen im Südwesten. Auf einem Hochplateau südlich der Passhöhe (Bild unten) befindet sich der Stausee Lac du Mont Cenis. Noch etwas weiter südlich verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Italien.

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Unterhalb der Staumauer passiert die Straße die Grenze zu Italien und führt den das Susatal nördlich begrenzenden Berghang hinab bis zum im mittleren Susatal gelegenen gleichnamigen Hauptort des Tales, der Stadt Susa. Das Mont-Cenis-Plateau, sowie die Ostseite des Col de Montgenèvre und das Vallée Étroite sind die einzigen drei französischen Territorien, die in die Adria entwässern und im Inneren Alpenbogen liegen.

Wasserscheide  Äußerer Alpenbogen Innerer Alpenbogen
Abflüsse  Ruisseau de la Femaz – Ruisseau du Chardoux – Arc – Isère – Rhône Cenischia – Dora Riparia – Po
Mündung  Westliches Mittelmeer Adriatisches Meer
von Verlauf des Alpenhauptkamms und der Alpenhauptwasserscheide bis
Col du Mont Cenis In Südostrichtung erfolgt nach dem Pointe de Ronce (3.612 m) und dem Roche Michel (3.423 m) am Mont Tour (3.385 m) wieder die Vereinigung mit der Staatsgrenze. Nach der Pointe de Novalèse (3.350 m) verläuft der Alpenhauptkamm in Nordrichtung zur Levanna Orientale (3.555 m), sodann zwischen dem italienischen Nationalpark Gran Paradiso im Nordosten und dem französischen Nationalpark Vanoise im Südwesten zur Punta di Galisia (3.345 m) und weiter über den Grand Assaly bis zum Kleinen Sankt Bernhard. Kleiner Sankt Bernhard

Bei der Pointe de Novalèse endet im Inneren Alpenbogen das Einzugsgebiet des Po-Zubringers Dora Riparia und es beginnt jenes der Stura die Lanzo, das bei der Levanna Orientale (Bild unten) wieder endet, da dort das Quellgebiet des Orco beginnt, das aber kurz danach bei der Punta di Galisia schon wieder endet und das Einzugsgebiet der Dora Baltea beginnt.

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Bei der Punta di Galisia (im Bild unten) endet auf italienischer Seite die Region Piemont und es folgt die autonome Region mit Sonderstatut Aostatal (it: Valle d’Aosta, frz: Vallée d’Aoste; frp: Val d’Outa; dt: veraltet auch Augsttal).

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