Malojapass

1.815 m, Rätische Alpen, Donau(Inn)/Po

Der auf Italienisch Passo del Maloggia und auf Rätoromanisch Pass da Malögia genannte Übergang ist ein Schweizer (Graubündner) Alpenpass. Er verbindet das Bergell mit dem Engadin und liegt auf der Donau/Adria-Wasserscheide.

Das Besondere an diesem Alpenpass ist, dass er auf seiner Nordseite sehr flach ist, nach Süden hingegen aber steil und geradezu abrupt ins Bergell abfällt. Vom italienischen Chiavenna nach Maloja steigt der Passweg auf 32 km um 1.482 m an. Auf den nächsten 49 km nach Osten, bis Zernez, „fällt“ er dagegen nur um 343 m.

Creative Commons SA 2.5 Malojapass mit steiler Südrampe (vorne links) und flacher Nordseite mit den Oberengadiner Seen

Die Römer waren es, die einen ersten Saumweg über den Maloja anlegten, der jedoch bald wieder verfiel. Erst im 16. Jahrhundert gewann der Maloja wieder an Bedeutung und erst 1776 wurde eine wirkliche kleine Straße erbaut. In den Jahren 1827 bis 1839 entstand endlich eine moderne Kunststraße mit 22 Kurven, davon 13 Spitzkehren allein nur auf dessen Südrampe.

Wasserscheide  Äußerer Alpenbogen Innerer Alpenbogen
Abflüsse  Inn Donau Orlegna – Maira (Mera) – via Lago di Mezzola in den Comosee – Untere Adda – Po
Mündung  Schwarzes Meer Adriatisches Meer
von Verlauf des Alpenhauptkamms und der Alpenhauptwasserscheide bis
Malojapass Der Kamm steigt in Südrichtung zum Pizzo del Muretto (3.104 m) an, wo die Staatsgrenze Schweiz/Italien wieder erreicht wird. Weiter in Ostrichtung als Grenzkamm durchquert er das Berninamassiv, dessen höchster Gipfel, der Piz Bernina (4.049 m) nicht nur der höchste Berg der Rätischen Alpen und der gesamten Ostalpen, sondern auch östlichster 4.000er der Alpen ist. An der Westschulter des Piz Palü (3.900 m) verlässt der Hauptkamm wieder die Staatsgrenze verläuft über den auf Schweizer Staatsgebiet gelegenen Hauptgipfel und fällt vom Piz Cambrena (3.602 m) zum Berninapass ab. Berninapass