Alpenhauptkamm (Definition)

Als Alpenhauptkamm bezeichnet man eine gedachte Linie entlang jener durchgehenden Kette von Gipfeln und Kämmen, die im Süden auf der Passhöhe des Colle di Cadibona bei Savona in den Ligurischen Alpen beginnt, über die Seealpen, die Cottischen Alpen, die Grajischen Alpen und die Walliser Alpen bis zu den rund 300 km nördlich von Savona gelegenen Lepontinischen Alpen einen fast halbkreisförmigen Verlauf nimmt, dann in Nordostrichtung über die Rätischen Alpen, die Ötztaler Alpen, die Stubaier Alpen, die Hohen Tauern, die Niederen Tauern, die Ennstaler Alpen, das Hochschwabmassiv, die Mürzsteger Alpen, die Gutensteiner Alpen und den Wienerwald bis Wien verläuft und dort an der Donau endet.

Die gepunkteten Linien nördlich des Alpenhauptkamms deuten den Verlauf der Kontinentalwasserscheide (siehe Folgekapitel) im Alpenraum an. Die in Südostrichtung abzweigende gepunktete Linie ist die Donau/Adria-Wasserscheide. Am Südwestende setzt sich der Alpenhauptkamm als (gepunkteter) Apenninenhauptkamm fort

CC BY-SA 4.0;

Gemäß obiger Definition beschreibt der Alpenhauptkamm eine (theoretische) Wegstrecke, auf der man von der Passhöhe des Colle di Cadibona bis zum rechten Ufer der Donau bei Wien (Wiener Pforte) gelangt, ohne dazwischen ein natürliches Gewässer überschreiten zu müssen.

Diese Wegstrecke bildet das Zentrum und „Rückgrat“ des gesamten Alpengebietes und es wird deshalb deren Verlauf samt allen Verkehrsübergängen (nur durchgehend asphaltierte und befestigte Straßenübergänge) im gegenständlichen 1. Band detailliert beschrieben. Zusätzlich wird auch der inneralpine Verlauf der Europäischen Hauptwasserscheide (Kontinentalwasserscheide) und der Donau/Adria-Wasserscheide samt allen Verkehrsübergängen dokumentiert.

In den einschlägigen Detailausführungen der Folgebände wird stets und teilweise auch wiederholend Bezug auf diese Kernteile der Alpen genommen und es wird immer wieder auf deren Verlauf als Orientierungshilfe hingewiesen werden.