SEEALPEN und Provenzalische Voralpen

Die Seealpen (2) werden zwischen dem Tenda-Pass und dem Col de Larche vom Alpenhauptkamm durchlaufen. Ihr Gebiet erstreckt sich sowohl auf Gebiete des Inneren-, als auch des Äußeren Alpenbogens.

Luca Bergamasco, CC BV 3.0

Sie liegen sowohl auf italienischem, als auch (überwiegend) auf französischem (Region Provence-Alpes-Côte d’Azur) Hoheitsgebiet. Der Großteil des italienischen Seealpengebietes liegt in der Region Piemont, wo auch der höchste Berg dieser Gebirgsgruppe (Monte Argentera 3.297 m, im Bild unten) liegt. Nur der östlichste Küstenabschnitt liegt in Ligurien.

Gerard cohen, CC BY-SA 3.0

Rund 2 km² des Seealpengebietes entfallen auf das im Äußeren Alpenbogen an der Küste liegende und gänzlich von Frankreich umgrenzte Staatsgebiet von Monaco.

Die Seealpen werden im Osten von den Ligurischen Alpen (1, siehe dort, Grenzverlauf Nord-Süd: Cuneo – Fiume Gesso aufwärts – Vermenagnatal aufwärts – Tendapass – Royatal abwärts bis Ventimiglia) und im Süden zwischen Ventimiglia und Nizza von der Mittelmeerküste (Alpengebietsgrenze) begrenzt.

Im Westen grenzen sie an die Provenzalische Voralpen (3, Beschreibung unten). Linie: Barcelonnette-Col d’Allos-Verdontal-Col de la Colle-Saint-Michel-Vairetal-Coulomptal-Var bis zur Mündung in Nizza.

Im Norden bildet die Linie Barcelonnette-Ubaye-Ubayette-Col de Larche-Stura di Demonte bis zur Gessoeinmündung bei Cuneo die Grenze der Seealpen zu den Cottischen Alpen (4).

 

Provenzalische Voralpen (Westalpen, Äußerer Alpenbogen)

Die Préalpes de Provence (3) liegen zur Gänze in Frankreich in den Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes (Nordwestrand) westlich des Alpenhauptkamms. Höchster Berg ist der am Nordostrand gelegene Tête de l’Estrop (2.061 m).

Luca Bergamasco, CC BV 3.0

Im Osten werden sie zwischen Barcelonette und Nizza von den Seealpen (2, siehe oben, Linie: Barcelonnette-Col d’Allos-Verdontal-Col de la Colle-Saint-Michel-Vairetal-Coulomptal-Var bis zur Mündung in Nizza) begrenzt.

Ihre Südgrenze (Mittelmeerküste) und Westgrenze (Rhônetal) ist gleichzeitig Alpengebietsgrenze, wobei im Südwesten die Alpenausläufergebirge Alpilles (493 m), Montagne Sainte-Victoire (1.011 m), Montagne de Saint Baume (1.147 m) und das meist als eigenständiger nichtalpiner Gebirgszug angesehene bis zu 780 m hohe Küstengebirge Massif des Maures (im Bild unten) vorgelagert sind.

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Die Nordgrenze, – vorerst zu den Dauphiné-Voralpen (6) -, verläuft von Sorgues im Rhônetal in Ostrichtung den Flussläufen von Ouvèze und deren linken Nebenfluss Toulourenc aufwärts folgend bis zum Col de Macuègne. Jenseits der Scheitelhöhe wird den Flussläufen von Méouge und Buëch abwärts bis zu dessen Einmündung in die Durance bei Sisteron gefolgt. Das Durancetal in Nordnordostrichtung aufwärts bis zur Einmündung der Luye in die Durance südlich von Gap bildet den östlichsten Teil der Grenze zu den Dauphiné-Voralpen.

Den weiteren Verlauf der Nordgrenze der Provenzalischen Voralpen bildet das Durancetal zwischen Luyemündung und L`Ubayemündung zu den Dauphiné-Alpen (5) und ab dort das L`Ubayetal bis Barcelonnette zu den Cottischen Alpen (4).

Das Gebiet umfasst unter anderem die in der klassischen französischen Alpeneinteilung als eigenständige Gebirgsgruppen erfassten Gebiete des Luberon, der Monts de Vaucluse, sowie die Digne- und Castellaner Voralpen. Hingegen zählen die Nizza-Voralpen (Küstengebiet zwischen Nizza und Ventimiglia) laut SOIUSA zu den Seealpen.