Verlauf der Hauptwasserscheide der Alpen (Überblick)

Vorab sei aus Verständnisgründen festgehalten, dass die Hauptwasserscheide der Alpen im Sinne gegenständlicher Ausführungen nicht mit der Europäischen Hauptwasserscheide (auch große Europäische Wasserscheide oder Europäische Kontinentalwasserscheide) verwechselt werden darf. Letztere trennt die Zuläufe zum Atlantik (inkl. Nord- und Ostsee) von den Zuläufen ins Mittelmeer (inklusive des Schwarzen und des Asowschen Meeres) zwischen Gibraltar und den 200 km westlich von Moskau gelegenen Smolensker Höhen.

Der Verlauf dieser wichtigsten und längsten Wasserscheide des Europäischen Subkontinentes wird im Anhang dieses Bandes gesondert beschrieben.

Nur eine kurze Strecke in den Schweizer Alpen ist der Verlauf der Europäischen Kontinentalwasserscheide ident mit dem Verlauf der Hauptwasserscheide der Alpen. Die Kontinentalwasserscheide erreicht die Alpen nördlich des Genfer Sees (als Rhein/Rhône-Wasserscheide) und führt durch den westlichsten Teil der Schweizer Voralpen, über den Hauptkamm der Berner Alpen und über Grimsel- und Furkapass zum Gotthard-Massiv in den Lepontinischen Alpen, wo sie etwa 10 km westlich der Passhöhe des Gotthards am in der Alpenhauptkammkette liegenden Witenwasserenstock (im Bild unten) auf die dort gleichzeitig die Alpenhauptwasserscheide bildende Einzugsgebietsgrenze des Po (und damit des Mittelmeeres) trifft und dieser in Ostrichtung in die Rätischen Alpen folgt.

TonnyB, CC BY-SA 3.0

Bis zum im Großraum von St. Moritz gelegenen Piz Lunghin ist der Verlauf der Europäischen Kontinentalwasserscheide und der Alpenhauptwasserscheide (als Rhein/Po-Wasserscheide) ident. Am Piz Lunghin liegt mit dem Pass Lunghin einer der wichtigste Wasserscheidepunkte Mittel- und Westeuropas, da sich dort die Einzugsgebiete von der Nordsee (Rhein), der Adria (Po) und vom Schwarzen Meer (Donau) treffen.

Am Lunghin-Pass trennt sich die Kontinentalwasserscheide wieder vom Alpenhauptkamm und der Hauptwasserscheide der Alpen und folgt der Rhein-Einzugsgebietsgrenze als Donau/Rhein-Wasserscheide nach Österreich, wo sie nach der Bieler Höhe die Verwallgruppe durchläuft, am Arlberg in die Lechtaler Alpen, am Flexenpass ins Lechquellengebirge und am Hochtannbergpass in die Allgäuer Alpen übertritt, innerhalb dieser nach Deutschland wechselt, westlich von Kempten ins Schwäbische Alpenvorland übertritt und dieses (und damit das Alpengebiet) im Norden des Bodensees wieder verlässt.

© Panoramio; Die Kontinentalwasserscheide im (Schwäbischen) Alpenvorland bei Bad Schussenried nördlich des Bodensees mit Blick auf die Hochalpen

Der Beginn der Hauptwasserscheide der Alpen in den Ligurischen Alpen ist ident mit der dort auch Padanische Wasserscheide genannten Einzugsgebietsgrenze zwischen Poebene und dem Ligurischen Meer. Sie ist die Fortsetzung der das Ionische Meer und die Adria vom Westlichen Mittelmeer (Tyrrhenisches Meer und Ligurisches Meer) trennenden im Anhang dieses Bandes beschriebenen Italienischen Wasserscheide, die an der Straße von Messina beginnt, entlang des Hauptkammes der Apenninen in Nordrichtung die Gebirgsgruppen des Südlichen Apennins und des Zentralapennins durchläuft, danach die stiefelförmige (Apenninen)Halbinsel verlassend in Nordwestrichtung dreht und im Nördlichen Apennin zur Padanischen Wasserscheide wird, nördlich von Genua in Südwestrichtung übergeht und schließlich im Hinterland der Hafenstadt Savona (im Bild unten) am Colle di Cadibona in die Alpen übertritt.

© Pierrot Heritier

Nunmehr innerhalb des Alpengebietes als Hauptkamm der Ligurischen Alpen verläuft die Alpenhauptwasserscheide die Südwestrichtung beibehaltend bis zur französischen Grenze.

Der Alpenhauptkamm verläuft ab dort vorerst in (grundsätzlicher) Nord- und später in Oststrichtung und bildet nach Ende der Padanischen Wasserscheide (Po/Ligurisches Meer) am Mont Clapier bis zum Rocher des Trois Évêques (beides Grenzberge zwischen Italien und Frankreich) die Wasserscheide zwischen Po und Var und weiter bis zum im Gotthard-Massiv gelegenen Ostgipfel des Witenwasserenstocks die Wasserscheide zwischen Po und Rhône.

Noch vor dem Gotthardmassiv überschreitet er in West-Ost-Richtung beim Nufenenpass (im Bild unten die Passhöhe) wieder jenen geographischen Längengrad, an dem rund 300 km weiter südlich der Colle di Cadibona liegt und hat somit eine Halbkreiswendung vollzogen.

Andrea Enrico, CC BY-SA 3.0

Vom Gotthard-Massiv bis zum im Großraum von St. Moritz gelegenen Lunghinpass bildet der Alpenhauptkamm die Wasserscheide zwischen Po und Rhein und ist in diesem Abschnitt ident mit der Europäischen Kontinentalwasserscheide (siehe auch Ausfühungen im Anhang).

Vom Lunghinpass bis zum Pizzo della Forcola (nahe Bormio, im Bild unten) ist der Alpenhauptkamm Wasserscheide zwischen Po und Donau (über deren Zubringer Inn) und im weiteren Verlauf bis zu der in den Hohen Tauern gelegenen Dreiherrnspitze zwischen Etsch und Donau (noch immer über den Inn). Am Lunghinpass beginnt somit die Donau/Adria-Wasserscheide, die bis zur Dreiherrnspitze mit der Hauptwasserscheide der Alpen ident ist.

© clariche.ru

Ab der Dreiherrnspitze verläuft der Alpenhauptkamm innerhalb des österreichischen Staatsgebietes und es entwässern ab dort sowohl der Äußere, als auch der Innere Alpenbogen über Donauzubringer ins Schwarze Meer; und zwar vorerst über Isel, Möll und Lieser in die Drau (Innerer Alpenbogen) und über die Salzach in den Inn (Äußerer Alpenbogen).

Ab den Niederen Tauern bis zum Göller/Gippel-Bergstock in den Mürzsteger Alpen nehmen die südlichen Flusssysteme der Drauzubringer Mürz und Mur (Mur-Mürz-Furche, im Bild unten bei der Industriestadt Leoben) im Inneren Alpenbogen und die nördlichen Flusssysteme von Salza und Enns im Äußeren Alpenbogen die Gewässer des Alpenhauptkammes auf.

© Gerhard Karl Lieb

Der Alpenhauptkamm erreicht in Nordostrichtung laufend in den Mürzsteger Alpen den Göller (1.761 m), dreht dort in Ostrichtung und erreicht nach über 6 km dessen Nachbargipfel Gippel (1.669 m), östlich dem es zur (bereits erwähnten) Trennung von Alpenhauptkamm und Alpenhauptwasserscheide kommt. Dieses bereits im österreichischen Bundesland Niederösterreich gelegene Göller/Gippel-Massiv ist mehrfache Wasserscheide.

Südlich des Kamms entspringen die nördlichsten Quellflüsse der Mürz (Stanglbach, Stille Mürz), die später über Mur und Drau als Gewässer des Inneren Alpenbogens bei Osijek in Kroatien die Donau erreichen.

Alle anderen Bäche entwässern in den Äußeren Alpenbogen, und zwar:

Westlich des Göller entspringt die Salza (nebst Quellbächen wie z. B. Terzbach), die in Ost – Westrichtung fließend nach über 80 km die Enns am Ausgang des Gesäuses erreicht. Die Enns fließt von dort in Nordrichtung und mündet nach rund 90 km bei der Stadt Enns (150 km westlich von Wien) als Grenzfluss zwischen den österreichischen Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich in die Donau.

Nördlich des Kamms entspringen rechte Zuflussbäche (z.B. Weißenbach, Seebach) der in Nordrichtung fließenden Unrechttraisen, die, – nach Vereinigung mit der Türnitzer Traisen -, als Traisen die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten durchfließt und schließlich nach rund 70 km nahe der Stadt Traismauer (50 km westlich von Wien) die Donau erreicht.

Östlich des Gippels entspringen mehrere Zubringer der Schwarza (Preinbach, Trauchbach, Schwarzriegel Bach). Die Schwarza fließt von dort in Ostrichtung bis ins Wiener Becken und nach Vereinigung mit der Pitten als Leitha in Nordostrichtung nach Ungarn, wo sie in der Stadt Mosonmagyaróvár (40 km südlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava) in die Mosoni Duna, einem rechten Seitenarm der Donau, mündet.

Die Alpenhauptwasserscheide erreicht somit als Enns/Drau-Wasserscheide den Göller, wird zwischen Göller und der Ostschulter des Gippel auf einer Strecke von 6 km zur Traisen/Drau-Wasserscheide und verläuft danach in Südostrichtung weiter als Leitha/Drau-Wasserscheide.

Der Alpenhauptkamm hingegen verläuft vom Gippel nicht wie die Alpenhauptwasserscheide in Südostrichtung weiter, sondern tritt als Geographischer Alpenhauptkamm in Nordostrichtung verlaufend in das Gebiet des Äußeren Alpenbogens ein und wird zur Wasserscheide der innerhalb des Äußeren Alpenbogens gelegenen Flusssystemen der Traisen (im Westen) und der Leitha (im Osten). Der Geographische Alpenhauptkamm verläuft in der Folge westlich des Schneeberggebietes durch die Gutensteiner Alpen und den Wienerwald; er endet schließlich, – weniger als 100 km vom Gippel entfernt -, in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien.

Der Gippel ist der nördlichste Punkt der Hauptwasserscheide der Alpen. Die östlich des Gippelgipfels in Südostrichtung vom Alpenhauptkamm abzweigende Kammkette, der die Alpenhauptwasserscheide folgt, besteht aus dem zur Rax-Schneeberg-Gruppe gehörenden Raxmassiv, dem Nordteil der Fischbacher Alpen und der Wechselgebiet genannten Gebirgsgruppe.

Die Alpenhauptwasserscheide begleitet diesen Gebirgszug jedoch nur (über den Semmering) bis in die Fischbacher Alpen. Sie umgeht nämlich bloß die Quellen der Mürzzubringer Fröschnitz und Dürrbach und folgt ab dem östlich der Semmeringpasshöhe gelegenen Harterkogel, – von da ab als Raab/Drau-Wasserscheide -, dem dort in Südwestrichtung abzweigenden Hauptkamm der Fischbacher Alpen entlang des linken Mürzufers und daran anschließend dem Richtung Süden verlaufenden Hauptkamm des Grazer Berglandes entlang des linken Murufers.

Dazu sei einschiebend daran erinnert, dass die Verlaufrichtung des dort die Alpenhauptwasserscheide bildenden Alpenhauptkammes in Ligurien mit Südwestrichtung begonnen hat und somit die Hauptwasserscheide der Alpen in den ebenfalls in Grundrichtung Südwest verlaufenden Fischbacher Alpen eine großräumige 360-Grad-Wendung vollendet hat.

Die Hauptwasserscheide der Alpen verlässt das Grazer Bergland und damit die Zentralalpen schließlich an deren Südostrand östlich der steirischen Landeshauptstadt Graz. Der Schöckl (im Bild unten, Hausberg von Graz) ist der südlichste bedeutende Gipfel des Grazer Berglands am Übergang ins Alpenvorland.

© Graz-Information

Von dort verläuft sie weiter als meist bewaldete Hügelkette des zum Alpenvorland gehörenden Oststeirischen Hügellandes unmittelbar begleitet von den Flüssen Mur im Westen und Raab im Osten. Die Erhebungen dieses Kammes werden dort auch „Riedeln“ genannt.

In Bogenform sich Richtung Südost drehend passiert diese Riedelkette das Dreiländereck Österreich/Slowenien/Ungarn, heißt ab dort Őrség (dt: die Warth) und bildet für 12 km die Grenze zwischen Ungarn und Slowenien. Der Hauptkamm des Őrség verläuft dann noch einige Kilometer weiter über ungarisches Staatsgebiet und verliert sich schließlich in der Ungarischen Tiefebene. Am Südostende des Őrség (nach dem Eintritt auf ungarisches Territorium) entspringt die Zala, die weder in die Mur, noch in die Raab, sondern in den Plattensee mündet. Dessen Abflusskanal Sio mündet südlich von Budapest in der Pannonischen Tiefebene in die Donau und ist somit einziger Alpengewässer mit sich führender Donauzubringer, der zwischen Nordwestungarn und Serbien die Donau erreicht. Durch den Principalis Kanal kommt es allerdings zu einem künstlichen Wasseraustausch zwischen Zala und Mur.

Die im Oststeirischen Hügelland die Hauptwasserscheide im Osten begleitende Raab geht ab Feldbach in West-Ost Richtung über und schwenkt nach der ungarischen Stadt Szentgotthárd  scharf in Nordnordostrichtung, verlässt das Alpengebiet und erreicht in der nordwestungarischen Stadt Györ (im Bild unten) die Donau. Auf ihrem Weg nimmt sie alle aus den Oststeirischen Bergen (Joglland und östliches Alpenvorland) kommenden Flüsse auf.

© thermenland

Die Mur nimmt westlich dieses Höhenzugs fast parallel dazu vorerst den gleichen Verlauf bis zur slowenisch/österreichischen Grenze. Vor dieser nimmt auch sie West-Ost-Richtung ein und bildet bis Bad Radkersburg die Grenze zwischen Österreich und Slowenien. Dort wendet sie sich jedoch in Südostrichtung dem Drautal zu, verlässt das Alpengebiet und mündet nach Durchquerung Nordostsloweniens als kroatisch/ungarischer Grenzfluss in die Drau, die ihrerseits schließlich östlich der kroatischen Stadt Osijek die Donau erreicht.

Aus entwässerungstechnischer Sicht endet der Äußere Alpenbogen somit nicht am definitionsgemäßen Ende des Alpenhauptkamms in Wien, sondern in Westungarn südöstlich der Stadt Körmend. Zum Gebiet des Äußeren Alpenbogens zählt demnach auch der gesamte Bereich des Schneebergmassives, der Gutensteiner Alpen des Wienerwaldes und die als Alpenausläufer bezeichneten Bergstöcke des Rosaliengebirges sowie des Ödenburger- und Günser Gebirges, deren Ostteile sich bis auf ungarisches Staatsgebiet erstrecken. Zum Äußeren Alpenbogen gehört neben dem Wechselgebiet (Bucklige Welt und Joglland) auch der Ostteil des Oststeirischen Hügellands bis hin zu den in Ungarn zum Südufer der Raab abfallenden Hängen des Őrség.

Der Geographische Alpenhauptkamm zwischen Gippel und Wien bildet zwar weiter eine Wasserscheide, jedoch trennt diese bloß innerhalb des Äußeren Alpenbogens die Einzugsgebiete zwischen den westlich (donauaufwärts) von Wien über das Tullner Feld bzw. in der Stadt Klosterneuburg in die Donau mündenden Flüssen, und den östlich von Wien bzw. im Stadtgebiet über das Wiener Becken in die Donau entwässernden Flüssen.

Es soll abschließend nicht unerwähnt bleiben, dass die im Rahmen gegenständlicher Ausführung gewählte Fortsetzung der Trennlinie zwischen Äußerem und Innerem Alpenbogen im Ostalpengebiet bis Westungarn nicht unumstritten ist. Vielfach wird als Fortsetzung der im Westalpenbereich weitgehend unumstrittenen Trennlinie (Alpenhauptkamm) in den Ostalpen der Verlauf der Donau/Adria-Wasserscheide bis zum Ende des Alpengebietes bei Postojna (Slowenien) gesehen. Diese Sichtweise hat insofern gewissen Charme, als sich dadurch als Pendant zum Westalpenbogen ein deutlicherer in Südrichtung drehender Ostalpenbogen ergeben würde. Diesem Trennlinienverlauf, der dann als Alpenhauptwasserscheide anzusehen wäre, folgen auch zahlreiche Fernwanderwege. Beispielsweise führt der internationale Fernwanderweg Via Alpina in 5 Varianten (5.000 km Wegnetz durch 8 Staaten mit 341 Etappen, siehe untere Karte) von Triest bis Monaco und orientiert sich weitgehend am Verlauf der Donau/Adria-Wasserscheide und des daran anschließenden westlichen Alpenhauptkamms.

© traildino

Dem ist allerdings entgegenzuhalten, dass es bei dieser Sichtweise zu einer deutlich früheren Trennung von Alpenhauptkamm und Alpenhauptwasserscheide (nämlich nicht erst ab dem kaum 100 km vom östlichen Ende des Alpenhauptkamms entfernten Gippel, sondern bereits ab der Dreiherrnspitze in den westlichen Hohen Tauern) kommen würde und der gesamte Alpenhauptkamm östlich der Dreiherrnspitze, also inklusive Hohe und Niedere Tauern und anschließend vom Hochschwab bis zum Wienerwald, dem Gebiet des Äußeren Alpenbogens zuzuordnen wäre. Auch der gesamte Bereich der südlichen Kalkalpen Österreichs und des Großteils Sloweniens, also das gesamte Alpengebiet der österreichischen Bundesländer Kärnten und Steiermark, die Karawanken, das slowenische Bachergebirge, die Windischen Bühel, der Großteil der Julischen Alpen, der Steiner Alpen und des Karstgebietes nördlich von Laibach lägen dann im Äußeren Alpenbogen und wären somit der „nördlichen Hemisphäre“ des Alpengebietes zugeordnet, was kulturhistorisch nicht vertretbar erscheint.

Deshalb wird im Rahmen gegenständlicher Ausführungen nicht nur das Einzugsgebiet der Adria, sondern auch das Einzugsgebiet der Drau und der noch südlicher liegenden Alpingebiete dem Inneren Alpenbogen zugeordnet.

Da die Donau/Adria-Wasserscheide jedoch zweifellos eine der wichtigsten Wasserscheiden der Alpen ist, wird nach der folgenden Verlaufsbeschreibung der Alpenhauptwasserscheide samt Schilderung der einzelnen diese zwischen Col di Cadibona und Westungarn querenden Verkehrswegen (asphaltierte öffentliche Straßenpässe und Bahnverbindungen) einschiebend auch der Verlauf und die Verkehrswege über die Donau/Adria-Wasserscheide innerhalb des Alpengebietes vom Lunghinpass bis Postojna (dt: Adelsberg, im Bild unten) beschrieben.

© slovenia.info

Nach der Beschreibung des inneralpinen Verlaufes der Kontinentalwasserscheide erfolgt als vierter und letzter Teil jene des Geographischen Alpenhauptkamms vom Gippel bis Wien.

Die Verlaufsbeschreibung des virtuellen Weges von einem Übergang zum anderen erfolgt jeweils in der in der ersten Zeile orange gefärbten Tabelle (sozusagen  als „Oranger Faden“).

Die bei den einzelnen Übergängen, deren Anzahl den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, hinzugefügte Tabelle mit der blau eingefärbten Kopfzeile präzisiert den Verlauf der vom jeweiligen Übergang in beide Richtungen abfließenden Gewässer bis zur Mündung ins Meer.

Grob beschrieben werden auch die einzelnen Gebirgsgruppen, die durchlaufen werden. Darüber hinaus erfolgt auch eine überblickhafte Darstellung der „links und rechts des Weges“ liegenden benachbarten Gebirgsgruppen, wodurch alle Alpengruppen Erwähnung finden.

Hinsichtlich der von verschiedenen Lehrmeinungen nicht immer einheitlichen Einteilung der Gebirgsgruppen lehnen sich gegenständliche Ausführungen

bei den Westalpen an die Einteilung gemäß SOIUSA, (Akronym aus it: Suddivisione Orografica Internazionale Unificata del Sistema Alpino; dt. sinngemäß: Internationale vereinheitlichte orographische Einteilung der Alpen)

bei den Ostalpen an die AVE (AlpenVereinsEinteilung der Ostalpen) an.

Zur Detailschilderung des Verlaufes und der Beschreibung der Verkehrs(pass)übergänge über die Alpenhauptwasserscheide