Die Nordsee/Ostsee- und die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide

Südlicher Ausgangspunkt dieser Wasserscheide ist der in der Kammkette der Europäischen Hauptwasserscheide gelegene tschechisch/polnische Grenzberg Klapperstein (1.145 m, ein Nebengipfel des Glatzer Schneeberges), auf dem die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide von der Europäischen Hauptwasserscheide (Atlantik/Mittelmeer) abzweigt. In den folgenden Ausführungen erfolgen die Flussverlaufsbeschreibungen der von der Nordsee/Ostsee-Wasserscheide weg in die Nordsee und (später) ins Europäische Nordmeer entwässernden Flüsse in dunkelblauer Schrift-, und jene der in die Ostsee entwässernden Flüsse in türkiser Schrift.

Die am Klapperstein in Nordwestrichtung von der Europäischen Hauptwasserscheide abzweigende inneratlantische Nordsee(Elbe)/Ostsee(Oder)-Wasserscheide folgt annähernd der tschechisch-polnischen Grenze durch die Westlichen Sudeten über den Grulichpass (534 m) durch das Adlergebirge und das bis zu 919 m hohe Heuscheuergebirge (im Bild unten).

Die Elbe/Oder-Wasserscheide passiert sodann innerhalb Tschechiens das Falkengebirge (773 m), erreicht im Waldenburger Bergland (936 m) wieder die polnische Grenze (Woiwodschaft Niederschlesien), verläuft über die knapp innerhalb Tschechiens gelegene Passhöhe Liebauer Tor (516 m), quert das Rehorngebirge (1.033 m) und steigt zum Riesengebirge (tschechisch Krkonoše, polnisch Karkonosze, gebirgsschlesisch Riesageberge oder Riesegeberche) an, dessen die polnisch/tschechische Grenze bildenden Hauptkamm sie folgt.

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Vermutlich mehrmals die Wege des Rübezahls (im Bild oben) querend verläuft sie über die Schneekoppe (tsch: Sněžka, 1.602 m, höchster Berg Tschechiens) und passiert danach nördlich die nordwestlich von Spindlermühle gelegene Elbequelle (im Bild unten).

Nordwestlich des am Westrand des Riesengebirges gelegenen Wintersportortes Harachov, in dem sich die einzige Skiflugschanze Tschechiens befindet (im Bild unten), trennt sich die Elbe/Oder-Wasserscheide von der in Nordrichtung drehenden Staatsgrenze und verläuft in Westrichtung innerhalb Tschechiens die Stadt Reichenberg (Liberec), das Quellgebiet der Lausitzer Neiße (früher auch Görlitzer Neiße genannt) und das Dreiländereck Tschechien/Deutschland/Polen südlich passierend über das Isergebirge und das Jeschkengebirge ins Lausitzer Bergland, wo sie in Nordrichtung dreht und im Zittauer Gebirge genannten Nordausläufer des Lausitzer Berglandes die deutsche Grenze (Bundesland Sachsen) bei Neugersdorf (Quellgebiet der Spree) überschreitet.

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Die Elbe/Oder-Wasserscheide verläuft in Nordrichtung parallel westlich zur Lausitzer Neiße, die fast 200 km unterhalb von Liberec als polnisch/deutscher Grenzfluss in die Oder mündet, über die Anhöhe Landeskrone (442 m), passiert die Stadt Zittau im Westen und die Stadt Löbau im Osten, tritt in die Norddeutsche Tiefebene ein und quert die Muskauer Heide (bis 170 m), tritt im Muskauer Faltenbogen nach Brandenburg über, quert den Naturpark Schlaubetal, passiert (nunmehr parallel westlich zur Oder) die deutsche Hauptstadt Berlin im Osten im Naturpark Märkische Schweiz, in dem im Niedermoorgebiet Rotes Luch (48 m, im Bild unten) es zur Pseudobifurkation des Stobber kommt: Der in Südwestrichtung das Moorgebiet verlassende Stobberbach erreicht über Löcknitz, Spree, Havel und Elbe die Nordsee; der in Nordostrichtung abfließende Stobber erreicht über Friedländer Strom, Alte Oder und Oder die Ostsee.

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Die Elbe/Oder-Wasserscheide verläuft danach im nordöstlich von Berlin gelegenen Naturpark Barnim über einen zwischen dem Wandlitzer See im Westen und dem Liepnitzsee im Osten gelegenen Hügelzug und endet im Landkreis Uckermark, da dort jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Oder endet und jenes der Uecker beginnt.

Ulamm, CC BY-SA 3.0

Die 98 km lange Uecker (Ucker) entspringt in Brandenburg als Ucker beim Ortsteil Alt Temmen der Gemeinde Temmen-Ringenwalde auf 69 m Seehöhe, fließt stets in Nordrichtung, durchquert den Oberuckersee (18 m), verlässt diesen als Uckerkanal, erreicht über den Mollensee den Unteruckersee (17 m), verlässt diesen bei der Kreisstadt Prenzlau, tritt bei Nieden nach Mecklenburg-Vorpommern über und wird ab dort Uecker genannt, passiert die Orte Pasewalk, Torgelow und Eggesin, wo sie von rechts die Randow aufnimmt, und mündet in der östlichsten deutschen Hafenstadt Ueckermünde (im Bild unten) in den Kleines Haff genannten westlichen Teil des Stettiner Haffs (Oderhaffs), das mit der Ostsee verbunden ist.

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Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide schlängelt sich als Elbe/Uecker-Wasserscheide durch die großteils über die Havel in die Elbe entwässernde Mecklenburgische Seenplatte und endet nach 80 km im Endmoränenzug Brohmer Berge (153 m), auf dem jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Uecker endet und jenes der Zarow beginnt.

Die 16 km lange Zarow entsteht durch den Zusammenfluss zweier Hauptgräben bei Ferdinandshof in Mecklenburg-Vorpommern auf bloß 6 m Seehöhe, von wo sie in einem ausgebaggerten Graben durch die Ueckermünder Heide fließt und 3 km westlich von Ueckermünde bei Grambin ins Kleine Haff und somit in die Ostsee mündet.

Die Elbe/Zarow-Wasserscheide dreht in Südwestrichtung und endet nach rund 12 km in den Helpter Bergen (179 m, höchste Erhebung von Mecklenburg-Vorpommern), in denen jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Zarow endet und jenes der Peene beginnt.

Die 136 km lange Peene entsteht durch den Zusammenfluss mehrerer Quellbäche (Westpeene, Ostpeene, Kleine Peene, Teterower Peene) im Kummerower See.

Ulamm OpenStreetMap , CC BY-SA 4.0

Die „eigentliche“ Peene entspringt auf 28 m Seehöhe 5 km südlich der Ortschaft Gnojen, von wo sie nach über 13 km den 32,55 km² großen Kummerower See erreicht, diesen am Nordrand in Nordost-richtung verlässt, nach rechtsseitiger Aufnahme der Tollense und linksseitiger Aufnahme der Trebel bei Demmin in Ostrichtung dreht, die Ortschaft Anklam passiert und 10 km weiter östlich in den Peenestrom (im Bild unten) genannten Meeresarm der Ostsee mündet.

Presse03, CC BY-SA 3.0

Als Elbe/Peene-Wasserscheide vollzieht die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide im Uhrzeigersinn südlich des Tollensesees einen Richtungswechsel von Südwest- in Nordwestrichtung, passiert den Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See (im Bild unten) durchlaufend den Malchiner See südlich und endet im Gebiet des abflusslosen, jedoch unterirdisch in die Nebel entwässernden Drewitzer Sees (68 m), da jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Peene endet und jenes der Warnow (über deren Zufluss Nebel) beginnt.

Christian Pagenkopf, CC BY-SA 3.0

Die 155 km lange Warnow entspringt in der Ortschaft Grebbin in Mecklenburg-Vorpommern auf 65 m Seehöhe, erreicht in Westrichtung fließend den Barniner See (36 m), dreht westlich von diesem 5 km östlich des Schweriner Sees in Nord-, und nach 10 km in Nordostrichtung, passiert den Mickowsee (15 m), durchfließt danach die wenig besiedelte Sternberger Seenplatte und erreicht die Stadt Bützow (4 m), in der von rechts die Nebel zufließt, passiert die Kleinstadt Schwaan und erreicht schließlich die Hansestadt Rostock, in der ein Wehr die Grenze zwischen dem Süßwasserfluss Oberwarnow und dem Brackwasser der Unterwarnow bildet. Die Unterwarnow erreicht beim Rostocker Stadtteil Warnemünde (im Bild unten das Seebad im Stadtgebiet mit den Wahrzeichen Leuchtturm und der Teepott genannten Halle) die Ostsee.

Dirk Vorderstraße, CC BY 3.0

In Westrichtung passiert die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide als nunmehrige Elbe/Warnow-Wasserscheide den Plauer See nördlich, sowie die Warnow-Quelle bei Grebbin und den Pinnower See südlich, dreht in Nordrichtung und verläuft entlang der das Ostufer des natürlich über Stör und Elde in die Elbe entwässernden Schweriner Sees (im Bild unten die dortige Südostecke des Sees) säumenden Hügelkette, passiert den Pinnower See nunmehr westlich und endet am Nordende des Schweriner Sees, da dort auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Warnow endet und jenes des Wallensteingrabens beginnt.

Der 20 km lange Wallensteingraben ist der künstlich geschaffene Nordabfluss des Schweriner Sees (38 m) und beginnt an dessen Nordufer. Die 1,5 km lange Verbindung (im Bild unten) zum nördlich gelegenen Lostener See ist künstlich durch einen Durchstich eines Endmoränenrückens, der dort die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide markiert, entstanden. Auf dem Weg zum Lostener See werden eine Bahnstrecke und eine Landesstraße unterquert. Anschließend wird das Naturschutzgebiet Teichgebiet Wismar-Kluß durchlaufen und die Hansestadt Wismar erreicht, in deren Hafengebiet der Wallensteingraben in die Ostsee mündet.

Niteshift, CC BY-SA 3.0

Als Elbe//Wallensteingraben-Wasserscheide passiert die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide die Stadt Wismar südlich und endet nach über 12 km nordwestlich des Schweriner Sees im Gemeindegebiet von Barnekow, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Wallensteingrabens endet und jenes der Köppernitz beginnt.

Die 8 km lange Köppernitz entspringt beim Weiler Krönkenhagen auf 45 m Seehöhe, schlängelt sich in Nordostrichtung vorbei an der Ortschaft Barnekow und dem Ortsteil Groß Woltersdorf, durchläuft den Tierpark von Wismar und das Köppernitztal, passiert im Stadtgebiet von Wismar den Park der Solidarität und den Weidendamm und erreicht nach meist unterirdischem Verlauf die Ostsee im Hafenbecken von Wismar (im Bild unten).

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Von West- in Südwestrichtung drehend und somit das Nordufer des Schweriner Sees entgegen dem Uhrzeigersinn umschmiegend endet die Elbe/Köppernitz-Wasserscheide nordwestlich des in den Schweriner See entwässernden Neumühler Sees im Gemeindegebiet von Brüsewitz, da jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Köppernitz endet und jenes der Trave (über deren Zufluss Stepenitz, in der Karte unten der aus Mecklenburg kommende Fluss) beginnt.

Die 114 km lange Trave entspringt in Schleswig Holstein im Ortsgebiet von Gießelrade aus einem Quelltümpel in der Ortsmitte auf knapp über 60 m Seehöhe. In Südwestrichtung durchquert sie den Wardersee, verläuft nach Bad Segeberg (44 m) in Südrichtung bis Bad Oldesloe (9 m), wo sie in Ostrichtung dreht, die Kleinstadt Reinfeld südlich passiert und über Hamberge und Moisling die Hansestadt Lübeck erreicht, vor der im Stadtteil Genim der Elbe-Lübeck-Kanal von rechts einmündet. Als Kanaltrave nimmt sie von rechts die Wakenitz auf, passiert die Altstadt Lübecks und die Herreninsel, wird zur brackigen Untertrave und erreicht das Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer, wo sie ins Küstengewässer des Pötenitzer Wiek übergeht, in das von rechts auch der Dassower See einmündet, dessen Haupzufluss die Stepenitz ist. Durch die schmale 19 km lange Travefjörde erreicht sie schließlich bei Travemünde das offene Meer der Ostsee in der Lübecker Bucht.

Die Elbe/Trave-Wasserscheide erreicht in Westrichtung nach 30 km die Grenze zum Bundesland Schleswig-Holstein und die Ostgrenze des Biosphärenenreservats Schaalsee, tritt in dieses in Südwestrichtung die Landesgrenze überschreitend zwischen dem Mechower See und dem Lankower See ein, wird zwischen dem in die Trave entwässernden Ratzeburger See im Norden und dem im Elbeeinzugsgebiet gelegenen Schaalsee im Süden vom Schaalseekanal-, und südlich der „Eulenspiegelstadt“ Mölln (im Bild unten der dortige Eulenspiegelbrunnen) bei Witzeeze vom Elbe-Lübeck-Kanal gequert (16 m), verlässt das Naturschutzgebiet und dreht scharf in Nordnordwestrichtung, tritt allmählich ins Gebiet der meist Jütland genannten Kimbrischen Halbinsel ein, durchläuft die Hahnheide und das Gemeindegebiet von Bargteheide (48 m), quert nach 10 km im Ortsgebiet von Sülfeld (32 m), das nördlich vom Travezufluss Beste tangiert wird und südlich dem der Elbezufluss Alte Alster entspringt, den ehemaligen Alster-Beste-Kanal, durchläuft den Segeberger Forst und endet im Gemeindegebiet von Tappenkamp, in dem jenseits des Elbegebietes das Einzugsgebiet der Trave endet und jenes der Schwentine beginnt.

Hans Weingartz, CC BY-SA 2.0 de

Die 62 km lange Schwentine entspringt am höchsten Punkt Schleswig-Holsteins, dem 167,4 m hohen Bungsberg, auf dem sich der einzige Skilift des Bundeslandes befindet, und durchfließt die gesamte teils unter Naturschutz stehende Holsteinische Schweiz mit zahlreichen großen Seen. Der Fluss fließt in grundsätzlicher Westrichtung durch die Orte Eutin (33 m), Plön (28 m), Preetz (24 m) und Schwentinental und mündet in der Landeshauptstadt Kiel zwischen den Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf von Osten in die Ostseebucht Kieler Förde (im Bild unten), in die (von Westen) auch der Nord-Ostsee-Kanal einmündet.

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Die Nordrichtung beibehaltend passiert die zur Elbe/Schwentine-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide westlich Bornhövedersee, Schmalensee und Stolpersee, nördlich dem jenseits des Ostseegebietes das Einzugsgebiet des Nordseezuflusses Eider beginnt.

Die 108 km lange Eider ist der längste Fluss Schleswig-Holsteins. Bis 1864 markierte der Fluss die Südgrenze Dänemarks. Er hat im 19. Jahrhundert den nationalliberalen Dänen den Namen Eiderdänen eingebracht, da sie weiterhin den Fluss als dänische Südgrenze sehen wollten. Die Eider entspringt zu gleicher Stärke in zwei in Holstein gelegenen Quellteichen südlich von Schönhagen (Gemeinde Schillsdorf) auf knapp über 50 m Seehöhe. Als Drögen Eider durchfließt sie den Bothkamper See, nach dem sie an Bordesholm vorbeifließt und als Eider in Nordrichtung über Flintbek und Molfsee in den Schulensee fließt, der am südwestlichen Stadtrand von Kiel liegt. Obwohl die Eider sich bei Kiel dicht an der Ostsee vorbeischlängelt, versperrt eine Endmoräne, der Hornheimer Riegel, den Weg zur Ostsee und die Eider wendet sich fortan der Nordsee zu: Nach dem Schulensee fließt sie in Westrichtung in den Westensee, verlässt diesen in Nordrichtung und mündet neben dem Flemhuder See in den Nord-Ostsee-Kanal, der bis Rendsburg im Wesentlichen dem alten Eider-Flusstal folgt, wo die Eider sozusagen “neu entspringt”, da sie den Kanal an dessen Nordufer wieder verlässt (siehe Karte unten), nach rechtsseitiger Aufnahme der Sorge Friedrichstadt passiert, von Norden die Treene aufnimmt und sich bei Tönning in einem 2 km langen Mündungstrichter in die Nordsee ergießt.

Ulamm, CC BY-SA 3.0

Hydrologisch wird der 98 km lange bloß durch zwei Schleusen (an beiden Enden bei Brunsbüttel und Kiel-Holdenau) gegen die Gezeiten gesicherte Nord-Ostsee-Kanal dem Einzugsgebiet der Elbe zugeordnet, weshalb auch der Oberlauf der Eider bis zu ihrem Austritt aus dem Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg als Nebenfluss der Elbe gilt. Nur der zwischen Rendsburg und Tönning nördlich des Nord-Ostsee-Kanals gelegene stark mäandrierende Abschnitt (siehe Bild unten) des Flusslaufes gilt als eigenständiges Flusssystem.

© Wasserstraßen

Die zur Elbe(Eider)/Schwentine-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide verläuft in Nordnordwestrichtung bis zum westlichen Stadtrand von Kiel, wo das Einzugsgebiet der Schwentine endet, und setzt sich nördlich des dort die Grenze zwischen den Landesteilen Schleswig im Norden und Holstein im Süden bildenden Nord-Ostsee-Kanals (im Bild unten bei Kiel mit Blickrichtung Fjörde), wo auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des fjordähnlichen Meeresarms Schlei beginnt, als Eider/Schlei-Wasserscheide fort.

Arnd Plumhoff (Bough), CC BY-SA 2.0 de

Die 42 km lange und durchschnittlich 1,3 km breite Schlei ist ein Ostseearm, der sich, – das Schleswig-Holsteinische Hügelland unterbrechend -, von Schleimünde über Kappeln und Arnis bis zur Stadt Schleswig erstreckt und innerhalb Schleswigs die Landesteile Angeln im Norden und Schwansen im Süden trennt. In die Schlei münden zahlreiche Kleinbäche; Hauptzufluss ist die Füsinger Au, die am Nordufer bei Füsing in die Schlei mündet.

Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide verläuft als Eider/Schlei-Wasserscheide in Nordrichtung durchs Schleswig-Holsteinische Hügelland, passiert die Stadt Schleswig westlich und endet in den südlichen Vororten Flensburgs, wo auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Schlei endet und jenes der Flensburger Förde beginnt.

Die 50 km lange Flensburger Förde ist ein Seitenarm der Ostsee, in den zahllose kurze Kleinstbäche einmünden und durch den die deutsch/dänische Grenze verläuft. Die westlichste Spitze der Förde ist der Flensburger Hafen (im Bild unten), der westlichste Punkt der Ostsee.

Wolfgang Pehlemann, CC BY-SA 3.0

Knapp bevor die zur Eider/Flensburger Förde-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide die dänische Grenze erreicht, endet westlich von Flensburg auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Eider und es beginnt jenes des Bongsieler Kanals, das allerdings kurz danach bei der Staatsgrenze schon wieder endet und das Einzugsgebiet des dänischen Nordseezuflusses Vidå beginnt.

Der Bongsieler Kanal beginnt am Zusammenfluss der Bäche Lecker Au und Soholmer Au (entspringt westlich von Flensburg) in Höhe des Bottschlotter Sees und endet am Schöpfwerk Schlüttsiel. Der letzte Streckenabschnitt im Bereich des Hauke-Haien-Koogs, der sogenannte Neue Bongsieler Kanal, bildet hier die Grenze zwischen den Gemeinden Dagebüll und Ockholm. Bis zur Eindeichung des Kooges Ende der 1950-er Jahre mündete der Kanal am Bongsieler Sielhafen in die Nordsee. Der Bongsieler Kanal gehört zwar zur Flussgebietseinheit Eider, erreicht aber 40 km nördlich der nordfriesischen Hafenstadt Husum (im Bild unten; Geburtsort des Dichters Theodor Storm) und 60 km nördlich der Eidermündung die Nordsee.

Vanellus Foto, CC BY-SA 3.0

Die (inklusive ihres 30 km langen Quellfluses Arnå) 69 km lange Vidå (dt: Wiedau) entsteht innerhalb Dänemarks in der Region Syddanmark (dt: Süddänemark) rund 4 km östlich von Tønder aus der Vereinigung der bereits erwähnten Arnå mit der Hvirlå und fließt südwestwärts über Tønder in Richtung der dänisch/deutschen Staatsgrenze, ohne diese jedoch vorerst zu berühren, weil sie vorher in Westrichtung dreht und zwischen Ubjberg und Rudbøl bzw. Aventoft und Rodenäs meist einige hundert-, teils jedoch nur wenige Meter nördlich der Grenze verläuft. Sie durchfließt den von der Staatsgrenze durchlaufenen Ruttebüller See, dreht danach in Nordwestrichtung, passiert die dänische Stadt Højer und erreicht westlich des Stadtgebietes durch den 2,4 km langen Højer-Kanal (im Bild unten) die Nordsee.

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Nachdem die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide zur Bongsieler Kanal/Flensburger Fjörde-Wasserscheide geworden ist überschreitet sie als Vidå/Flensburger Fjörde-Wasserscheide westlich von Flensburg bei Harrislee (43 m) die Grenze von Dänemark, verläuft innerhalb der Region Syddanmark nahe der Ostseeküste und es endet nach rund 15 km auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Flensburger Fjörde und es beginnt jenes des Aabenraa Fjord und der Genner Bugt.

Der Aabenraa Fjord (im Bild unten) ist eine 10 km lange und bis zu 3,3 km breite Förde der Ostsee. Dieser Förde schließt sich nördlich die Genner Bugt an, die etwas kleiner ist. In beide Ostseebuchten münden nur kurze und wenig Wasser führende Kleinstbäche.

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Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide passiert westlich die am Westende des Aabenraa Fjord gelegene Stadt Aabenraa (dt: Apenrade) und es endet auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Vidå und es beginnt jenes der Ribe Å.

Ribe Å steht für ein weitverzweigtes Auensystem mit einem Einzugsgebiet von fast 1.000 km², in dem der längste Lauf eine Länge von 67 km misst und damit zu den längsten Wasserläufen Dänemarks zählt. Der „eigentliche“ Fluss Ribe Å entsteht durch den Zusammenfluss von Fladså/Gram Å und Gels Å östlich der Stadt Ribe, die er in Westrichtung durchfließt und beim Sperrwerk Kammerslusen (im Bild unten) im dänischen Wattenmeer die Nordsee erreicht.

Nico-dk, CC BY-SA 3.0

Die von der Ribe Å/Aabenraa Fjord-Wasserscheide zur Ribe Å/Genner Bugt-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide passiert die 13 km nördlich von Apenrade und westlich der Küstenortschaft Genner gelegene Ortschaft Haveslund und endet nach weiteren 6 km im Gemeindegebiet von Haderslev beim Ortsteil Vedsted, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Genner Bucht endet und zuerst jenes des Haderslev Fjord- (siehe Karte unten), und kurz danach jenes des Kleinbaches Aller Å beginnt.

JEK, CC BY-SA 3.0

Der 15 km lange und abschnittsweise kaum 100 m breite Haderslev Fjord, in den nur sehr kurze Kleinbäche einmünden, ist nur 2 m tief, weshalb bis zu der in der Fjordmitte gelegenen Kleinstadt Haderslev (im Bild unten) eine 5,5 m tiefe Fahrrinne ausgebaggert wurde. Er mündet an der Südausfahrt der Meeresenge Kleiner Belt (dän: Lillebælt) in die Ostsee.

© 2010 AktivReisen

Der 20 km lange Aller Å entspringt als Taps Å im nördlichen Gemeindegebiet von Christiansfeld, fließt in Südrichtung und passiert die Ortschaft Christanfeld westlich, dreht in Ostrichtung, passiert die südlichen Ortsteile Christianfelds und danach die Ortschaft Aller, nimmt den Namen Aller Å an und mündet in den Küstensee Hejls Nor (im Bild unten), der beim Touristenort Hejlsminde durch eine Schleuse mit dem Kleinen Belt und somit mit der Ostsee verbunden ist.

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Nachdem die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide von der Ribe Å/Haderslev Fjord-Wasserscheide zur Ribe Å/Aller Å-Wasserscheide geworden ist, endet diese nach westlicher Passage der Taps Å-Quellen südlich der Hafenstadt Kolding (im Bild unten der Hafen), da einerseits auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Aller Å endet und jenes der Kolding Å beginnt, und andererseits auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Ribe Å endet und jenes der Kongeå beginnt.

© esys.org

Die 9 km lange Kolding Å entsteht durch den Zusammenfluss der Kleinbäche Drabæks Mølleå und Åkær Å nahe der westlich der Hafenstadt Kolding gelegenen Ortschaft Lunderskov. In Ostrichtung fließend nimmt sie von Süden die Seest Mølleå auf, erreicht das Stadtgebiet von Kolding und mündet in der Hafenstadt Kolding in den 10 km langen Kolding Fjord, der in die Ostsee-Meerenge des Kleinen Belt (dän: Lillebælt), der die Insel Fünen von der Ostküste Jütlands trennt, übergeht. Es sei hier einschiebend vermerkt, dass die Großer Belt (dän: Storebælt) genannte Ostsee-Meerenge die Insel Fünen von der östlich gelegenen Insel Seeland trennt, auf der die dänische Hauptstadt Kopenhagen liegt, und die ihrerseits im Osten durch den Öresund (dän: Øresund) von der Südwestküste Schwedens getrennt wird.

Ulamm, CC BY-SA 3.0

Die 65 km lange Kongeå entspringt im Gemeindegebiet der (Ostsee)Hafenstadt Kolding südlich der Marktstadt Vamdrup, fließt stets die Halbinsel Jütland durchquerend in Westrichtung und mündet westlich von Gredstedbro rund 6 km nördlich der Ribe Å-Mündung in die Nordsee.

Nur kurz verläuft die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide als Kongeå/Kolding Å-Wasserscheide (stark richtungsändernd) in Nordrichtung und die westlichen Vororte Koldings durchlaufend bis ins Gemeindegebiet der Kleinstadt Bække, in dem einerseits auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Kolding Å endet und jenes der Vejle Å beginnt, und andererseits auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Kongeå endet und jenes der Varde Å (durch deren Zufluss Holmeå) beginnt.

Die 25 km lange Vejle Å ist der Abfluss des Engelsholm Sees (Engelsholm Sø, im Bild unten mit dem gleichnamigen Schloss), der im Gemeindegebiet von Vejle im Ortsteil Nørup liegt. In Südrichtung durchfließt sie ein 20 km langes Waldtal, in dem sie in Ostrichtung dreht und die Regionshauptstadt Vejle erreicht, in deren Hafengebiet sie von Norden den aus der Ortschaft Jelling kommenden Abfluss des Farup Sø, den Grejs Å aufnimmt und danach in den Vejle Fjord mündet, der an der Nordzufahrt der Ostsee-Meeresenge Kleiner Belt liegt.

© visitvejle

Die selbst nur 40 km lange, inklusive Quellbächen jedoch 99 km lange Varde Å entsteht durch den Zusammenfluss der Ansager Å und der Grindsted Å, in deren Quellgebiet die Stadt Billund liegt, dem Firmensitz des Spielwarenherstellers LEGO (im Bild unten das dortige „Legoland“) rund 20 km nordöstlich der Kleinstadt Varde, vor der sie von links die Holmeå aufnimmt, das Stadtgebiet in Westrichtung durchfließt und nach 20 km in die Nordseebucht Ho Bugt mündet.

Die Varde Å/Vejle Å-Wasserscheide verläuft von Bække in Nordrichtung, passiert die Stadt Billund östlich und das Vejle Å-Quellgebiet westlich, dreht in Nordostrichtung und endet im Gebiet der durch archäologische Funde bekannt gewordenen Ortschaft Jelling, da auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Varde Å endet und jenes der Skjern Å beginnt und kaum 2 km weiter nördlich auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Vejle Å endet und jenes der Gudenå beginnt.

Die 94 km lange Skjern Å ist der wasserreichste Fluss Dänemarks. Sie entspringt auf 70 m Seehöhe 12 km (Luftlinie) westlich der an der Ostsee gelegenen Hafenstadt Horsens und 2 km ostnordöstlich der Gudenåquelle im Naturschutzgebiet Tinnet Krat. Stets in Westrichtung verlaufend durchfließt sie nach ihrem Ursprung beim Nedergård Skov (Wald) zwei kleine Seen. Sie mündet schließlich an der Westküste Jütlands bei Skjern in den lagunenartigen Ringkøbing Fjord, der mit 300 km² Fläche der größte Küstensee Dänemarks ist. Durch ein Seegatt bei Hvide Sande (im Bild unten) ist der Ringkøbing Fjord mit der offenen Nordsee verbunden.

Michael Gäbler, CC BY-SA 3.0

Die 149 km lange Gudenå ist der längste Fluss Dänemarks und hat ein Einzugsgebiet von 2.643 km². Sie entspringt auf 65 m Seehöhe im Naturschutzgebiet Tinnet Krat im Gemeindegebiet von Vejle.

© onlinedansk.ventures.dk

In grundsätzlicher Nordrichtung fließend passiert sie westlich den Møllehøj (171 m, höchste Erhebung Dänemarks), durchfließt zahlreiche Seen sowie die Städte Ry, Silkeborg und Bjerringbro, nimmt im Gemeindegebiet von Randers von rechts die Hadsten Lilleå-, und danach von links die Nørreå auf (im Bild unten) und mündet bei Randers in den 30 km langen Randers Fjord, der bei Udbyhøj in den Kattegat genannten, zwischen Jütland und der Westküste Schwedens gelegenen Teil der Ostsee übergeht.

Nico-dk , CC BY-SA 3.0

Als Skjern Å/Gudenå-Wasserscheide tritt die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide in Nordrichtung in die Region Midtjylland (dt: Mitteljütland) über, passiert das Gemeindegebiet von Nørre-Snede und endet im südlichen Gemeindegebiet von Ikast, da auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Skjern Å endet und jenes der Storå beginnt.

Die 104 km lange Storå entspringt im Gemeindegebiet von Ikast auf rund 60 m Seehöhe. Von Nordwest- in Westrichtung drehend passiert sie die Kleinstädte Herning, Sunds, Ørre und Holstebro (im Bild unten) und erreicht 20 km weiter westlich die Nordsee im Nissum Fjord.

© seniorcamping.dk

Die Storå/Gudenå-Wasserscheide dreht südlich des Ortsgebietes von Ikast in Nordostrichtung und endet im Gebiet der 8 km östlich von Ikast gelegenen Ortschaft Bording, da jenseits des Gudenågebietes das Einzugsgebiet der Storå endet und jenes der Karup Å und damit des das Festland der Halbinsel Jütland nördlich begrenzenden Limfjordes beginnt.

Die 78 km lange Karup Å entsteht aus dem Zusammenfluss der Bording Å mit der Skygge Å südlich der Ortschaft Karup, von wo sie in Nordrichtung bis Skive fließt und dort in den Skivefjord, einer Nebenbucht des Limfjord, mündet.

© esys.org

Der Limfjord ist ein über 150 km langer Sund, der die Halbinsel Jütland im Süden von der Insel Vendsyssel-Thy im Norden trennt und die Nordsee bei Thyborøn/Agger im Westen mit dem Kattegat bei Hals im Osten verbindet. Der östliche Teil zwischen Aalborg und Hals ist über 30 km flussartig eng und wird Langerak genannt; der westliche Teil, in dem auch einige Inseln liegen, ist wesentlich breiter. Bis zur Februarflut von 1825 war Jütland durch eine Landzunge bei Agger mit der Insel verbunden, weshalb Vendsyssel-Thy auch heute noch nicht als Insel wahrgenommen wird, zumal bei Aalborg nicht nur durch zwei Brücken-, sondern auch durch einen Autobahntunnel Verkehrswege mit dem Festland der Kimbrischen Halbinsel bestehen.

© momos-meilen

Die Limfjord(Karup Å)/Gudenå-Wasserscheide passiert in Nordrichtung westlich den Hald Sø (8 m, Quellsee des linken Gudenå-Nebenflusses Nørreå) und danach das Stadtgebiet von Viborg und endet, da auf der Limfjordseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Karup Å endet und jenes der Fiskbæk Å -, und nördlich von Viborg jenes der Skals Å beginnt.

Die 12 km lange Fiskbæk Å entspringt in der Region Midtjylland rund 10 km westlich der nahe dem geographischen Zentrum Jütlands gelegenen Regionshauptstadt Viborg (im Bild unten) auf 8 m Seehöhe, fließt in Nordrichtung und mündet 2 km nordwestlich von Løgstrup in den Hjarbæk Fjord, einer dem Skivefjord östlich benachbarten Nebenbucht des Limfjord.

Hubertus45, CC BY 3.0

Die 46 km lange Skals Å entspringt in der Region Midtjylland nahe dem nördlich der Stadt Randers gelegenen Füssing See (Fusing Sø) in Birkemose, fließt vorerst in Nordwestrichtung, erreicht bei der 18 km nordwestlich von Randers gelegenen Ortschaft Fårup die Regionsgrenze zu Nordjylland, dreht in Westrichtung, wird für rund 20 km zum Grenzfluss zwischen Nordjylland (Nordufer) und Midtjylland, fließt dann in Westsüdwestrichtung wieder innerhalb Midtjyllands, passiert nach rund 20 km südlich die 13 km nördlich der Regionshauptstadt Viborg gelegene Ortschaft Skals, bei der sie 3 km nordöstlich der Fiskbæk Å-Mündung ebenfalls in den Hjarbæk Fjord und somit in den Limfjord mündet.

Die Limfjord(Skals Å)/Gudenå-Wasserscheide verläuft in (grundsätzlicher) Ostrichtung, – das Nordufer des linken Gudenå-Nebenflusses Nørreå abwärts begleitend -, bis ins Quellgebiet der Skals Å nördlich der Stadt Randers, das sie entgegen dem Uhrzeigersinn in Nordrichtung drehend umgeht, und endet im Gebiet der Ortschaft Gassum, da jenseits des Limfjordgebietes das Einzugsgebiet der Gudenå endet und jenes des Mariager Fjords beginnt.

Der 38 km lange, an der engsten Stelle weniger als 250 m breite und bis zu 29 m tiefe Mariager Fjord ist die längste Fjörde der Kimbrischen Halbinsel und mündet in das Kattegat und damit in die Ostsee. Am Westende der Meeresbucht liegt die Ortschaft Hobro; im Mittelabschnitt wird der Kattegat-Meeresarm bei Hadsund von einer 250 m langen Klappbrücke (Hadsundbroen, im Bild unten) überbrückt.

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In den Mariager Fjord münden zwar zahlreiche, jedoch meist nur sehr kurze Kleinbäche. Die größten sind der 20 km lange von Norden einmündende Villestrup Å und der etwas längere von Süden einmündende Kastbjerg Å. Die Meeresbucht liegt überwiegend in der Region Nordjylland; im östlichsten 9 km langen Abschnitt bis zur Einmündung in das Kattegat bildet die Bucht die Regionsgrenze Nordjylland/Midtjylland.

Die Limfjord(Skals Å)/Mariagerfjord-Wasserscheide überschreitet östlich des in die Skals Å entwässernden Glenstrup Sø die Regionsgrenze zu Nordjylland, dreht in Westrichtung und verläuft parallel südlich zum Mariager Fjord bis zu dessen Westende, dreht, – die Quelle des westlichen kleinen Mariager-Fjord-Zuflusses Onsidå im Uhrzeigersinn umgehend -, in Nordrichtung, passiert westlich die Ortschaft Hobro und endet im Waldgebiet Rold Skov (50 m), in dem einerseits auf der Westseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Skals Å endet und jenes der 50 km langen Simested Å beginnt, die 4 km nördlich der Skals Å-Mündung ebenfalls in die Limfjord-Nebenbucht Hjarbæk Fjord mündet -, und andererseits auf der Ostseite auch das Einzugsgebiet des Mariager Fjords endet und jenes der 47 km langen Lindenborg Å beginnt, die in Nordostrichtung abfließt und bei Storvorde, einem östlichen Vorort Aalborgs, in den Langerak und somit ebefalls in den Limfjord mündet.

© daenemark.fish-maps

Innerhalb des Einzugsgebietes des Limfjordes verläuft die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide in Nordrichtung bis zur am Beginn des engen Langerak genannten Abschnitt des Limfjordes gelegenen Regionshauptstadt Aalborg (im Bild unten das Kneipenviertel Jomfru Ane Gade) und setzt sich nördlich des Limfjords auf der Insel Vendsyssel-Thy fort.

Dr. Jost Hindersmann Krimidoedel, CC BY 3.0

Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide steigt vom Limfjord bei Aalborg in Nordostrichtung zwischen den westlich gelegenen Einzugsgebieten der Limfjordzuflüsse Lindholm Å und später der Ryå einerseits -, und diverser von Norden in den Langerak mündenden Kleinbäche im Osten andererseits -, zum 25 km langen Höhenrücken Jyske Ås an, dessen höchsten Punkt Knøsen (136 m, im Bild unten) sie nördlich der Ortschaft Dronninglund erreicht und auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Voer Å beginnt.

© postamenter

Die 25 km lange Voer Å entspringt in Nordjylland auf der Insel Vendsyssel-Thy nahe der Ortschaft Østervrå, fließt von beiden Seiten Kleinbäche aufnehmend in Südostrichtung, passiert das Dorf Præstbro und mündet im Fischerdorf Voerså in das Kattegat und somit in die Ostsee.

Bevor die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide das Gebiet des am Höhenrücken gelegenen Weilers Kirkholt erreicht, endet auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Ryå und es beginnt jenes der Uggerby Å.

Die 50 km lange Uggerby Å ist der längste Fluss der Insel Vendsyssel-Thy (Region Nordjylland). Sie entspringt südlich der Kleinstadt Hjørring nahe des Dorfes Sterup auf fast 100 m Seehöhe, passiert in Nordrichtung fließend östlich das Stadtgebiet von Hjørring, durchfließt in Nordostrichtung die Ortschaft Sindal, dreht in Nordwestrichtung, passiert Bindslev und mündet östlich von Hirtshals am (westlichen) Beginn der die Nordspitze Jütlands bildenden Halbinsel Skagens Odde in den Skagerrak genannten Teil der Nordsee (im Bild unten).

Tomasz Sienicki, CC BY 3.0

Als Uggerby Å/Voer Å-Wasserscheide folgt die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide weiter in Nordostrichtung dem Kamm des Jyske Ås und es endet nach kaum 10 km auf der Ostseeseite der Wasserscheide nach dem Weiler Søholt das Einzugsgebiet der Voer Å und es beginnt jenes der Sæby Å –, und nach weiteren 4 km vor der Ortschaft Lendum jenes der Elling Å (über deren rechten Nebenfluss Åsted Å).

Die 12 km lange Sæby Å entspringt auf der Insel Vendsyssel-Thy in Nordjylland östlich der Ortschaft Søholt, fließt in Ostrichtung ab, passiert nördlich das Dorf Hørby und das Gelände des Golfclubs Sæby und mündet im Fischerdorf Sæby in das Kattegat und somit in die Ostsee.

Die 17 km lange Elling Å entsteht durch den Zusammenfluss der Quellbäche Skærum Å und Dvergetved Bæk auf der Insel Vendsyssel-Thy nordwestlich der Ortschaft Kvissel in Nordjylland. Östlich des Ortsgebietes fließt von Süden die 12 km lange Åsted Å zu. Nördlich der Hafenstadt Frederikshavn, die auch Marinestützpunkt ist, passiert die Elling Å die namensgebende Ortschaft Elling in Ostrichtung, dreht vor der Küste der Ålbæk Bugt in Südostrichtung und mündet nördlich des Stadtgebietes von Frederikshavn beim einzigen Palmenstrand Dänemarks (im Bild unten) in das Kattegat und somit in die Ostsee.

heb@Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die von der Uggerby Å/Sæby Å- zur Uggerby Å/Elling Å-Wasserscheide gewordene Trennlinie zwischen dem von der Nordküste Jütlands, der Südküste Norwegens und der Westküste Schwedens begrenzten Skagerrak genannten Teiles der Nordsee, und dem von der Ostküste Jütlands, der Westküste Schwedens und im Süden von den dänischen Inseln Seeland und Fünen begrenzten Kattegat genannten Teiles der Ostsee, passiert den Weiler Tolne, nach dem einerseits auf der Nordseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Uggerby Å endet und jenes der Tversted Å beginnt, die 1 km östlich der Uggerbymündung in den Skagerrak mündet-, und andererseits kurz danach auf der Ostseeseite der Wasserscheide auch das Einzugsgebiet der Elling Å endet und jenes der Knasborg Å beginnt, die südlich des Küstenortes Ålbæk in die gleichnamige Kattegat-Meeresbucht mündet.

Nur kurz ist der Verlauf der Nordsee/Ostsee-Wasserscheide als Tversted Å/Knasborg Å-Wasserscheide, die ins Gebiet der Halbinsel Skagens Odde eintritt, Ålbæk westlich passiert und endet, da sie weiter in Nordostrichtung durch das nur wenig von fließenden Wasserläufen durchzogene Moor- und Heidegebiet der anfangs 20 km breiten und nördlich immer schmaler werdenden Halbinsel verläuft, nach 20 km die Kleinstadt Skagen durchquert, die rund 700 m südlich des nördlichsten Punktes Dänemarks liegt, danach das sandige Dünengebiet der Skagens Gren genannten äußersten flach auslaufenden Landspitze von Skagen Odde in Ostnordostrichtung drehend durchläuft und nach 3 km die Spitze erreicht (im Bild unten), an der Nordsee (Skagerrak) und Ostsee (Kattegat) zusammenfließen und die sich der gegenüber liegenden Westküste Schwedens (nördlich von Göteborg) jählich um fast 10 m annähert.

Martin Olsson, CC BY-SA 3.0

Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide setzt sich jenseits dieser 65 km breiten Meerenge in Südschweden (Provinz Västra Götalands län) fort und beginnt nördlich von Göteborg am Nordrand des Mündungstrichters des Nordre älv, des nördlichen Mündungsarmes des Göta älvs.

Der 93 km lange Göta älv ist der Abfluss des rund 150 km langen, bis zu 81 km breiten und maximal 106 m tiefen Vänern (dt: Vänernsee, 44,4 m), des mit 5.519 km² drittgrößten Sees Europas (größter See der Europäischen Union), der ein Volumen von 153 km³ hat und von zahlreichen Zuflüssen (Klarälven, Gullspångsälven, Byälven, Norsälven, Tidan etc.) gespeist wird, von denen der erstgenannte Klarälven, dessen Quellgebiete teilweise in Norwegen liegen, mit 460 km der längste ist und somit das Flussystem des Göta älv (inkl. Vänernsee) eine Gesamtlänge von 720 km aufweist. Das 50.180 km² große Einzugsgebiet des Göta älv (davon entfallen rund 47.000 km² auf das Vänernseebecken) umfasst den größten Teil Südschwedens. Nordwestliche Randgebiete liegen in der norwegischen Region Østlandet. Durch den am Ostufer des Vänern abzweigenden 190 km langen Göta-Kanal besteht ein künstlicher Wasserweg in die an der Ostküste Schwedens gelegene Hauptstadt Stockholm.

Natürlicher Abfluss des Vänern ist jedoch der Göta älv, der vom 82 km langen Trollhätte-Kanal begleitet wird, der zum Kattegat bei Göteborg führt und somit eine 390 km lange Schweden querende und Stockholm mit Göteborg verbindende künstliche Wasserstraße besteht.

Nordelch, CC BY-SA 2.5

Der Göta älv verlässt den Vänern in Südrichtung bei Vänersborg, erreicht nach 18 km die Industriestadt Trollhättan (u. a. Firmensitz von Saab), in der er die 32 m hohen Trollhättan-Fälle überwindet (im Bild unten), passiert nach weiteren 18 km die Ortschaft Lilla Edet und teilt sich nach weiteren 37 km bei Kungälv in 2 Mündungsarme. Der Nordre älv erreicht nördlich von Göteborg beim Götebog City Airport (schwed: Säve Flygplats) das Kattegat -; der Südarm mündet im Stadtgebiet von Göteborg ebenfalls in das Kattegat und somit in die Ostsee.

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Die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide folgt in Nordrichtung dem das Westufer des Nordre älv begleitenden und dessen Tal von der Ostküste des Skagerrak trennenden Hügelzug, passiert westlich Kungälv und es beginnt im Gemeindegebiet von Stenungsund auf der Nordseeseite der Wasserscheide südlich der Ortschaft Ucklum das Einzugsgebiet des Bratteforsån.

Der 17 km lange Bratteforsån entspringt aus dem 5,3 km2 großen See Stora Hällungen (40 m) an dessen Nordufer bei Svenshögen, wo er auch den Abfluss des kleineren Lilla Hällungen (36 m) aufnimmt, in Nordrichtung abfließt und bei Ljungskile in die gleichnamige Skagerrak-Bucht (im Bild unten) und somit in die Nordsee mündet.

© uddevallanaringsliv

Die Bratteforsån/Göta älv-Wasserscheide verläuft in Nordrichtung zwischen dem Stora Hällungen im Westen und der im Tal des Göta älv gelegenen Stadt Lilla Edet, passiert westlich die über den Sollumsån in den Göta älv entwässernden Seen Lille Väktor (96 m) und Store Väktor, dreht scharf in Ostnordostrichtung und es endet, – bevor der das rechte Göta älv-Ufer unterhalb von Trollhättan begleitende Hügeltzug erreicht wird -, jenseits des Göta älv-Gebietes das Einzugsgebiet des Bratteforsån und es beginnt jenes des Bäveån.

Der lokal auch Risån genannte Bäveån ist der Abfluss des in der Provinz Västra Götalands län im Herrestadsfjälletsnaturreservat gelegenen Sees Mjövattnet (118 m), der nach Aufnahme des Abflusses des Öresjö (75 m) in Westrichtung fließt und bei Uddevalla (im Bild unten der dortige Flusslauf) in die Skagerrak-Bucht Byfjorden und somit in die Nordsee mündet.

Frank Hüncke, CC BY-SA 2.0 de

Als Bäveån/Göta älv-Wasserscheide verläuft die Nordsee/Ostsee-Wasserscheide den Öresjö östlich passierend in Nordostrichtung, dreht westlich von Trollhättan in Nordwestrichtung, passiert westlich die in den Vänern entwässernden Seen Gundlebosjon und Stora Hästefjorden und endet westlich des ebenfalls (über den Flagerån) in den Vänern entwässernden Betvattnetsees knapp vor dem Südufer des Elnesjon, da jenseits des Vänern(Göta älv)gebietes das Einzugsgebiet des Bäveån endet und jenes des Örekilsälven beginnt.

Der 70 km lange Örekilsälven entspringt im südlichen Gemeindegebiet von Dals-Ed westlich des über den Dalsland-Kanal in den Vänern entwässernden Stora Le. Von dort fließt er in Südwestrichtung durch die historischen Provinzen Dalsland und Bohuslän, durchfquert den fast 7km² großen See Kärnsjön (49 m), passiert die Ortschaft Munkedal, bei der ihm von Osten der u. a. den Elnesjonsee (70 m) entwässernde Munkedalsälven zufließt (im Bild unten), und mündet 5 km weiter südlich in den Saltkällefjorden genannten inneren Teil des 25 km langen Gulmarsfjorden, der Teil des Skagerraks und somit der Nordsee ist.

Svjo, CC0

Die Örekilsälven/Göta älv-Wasserscheide durchläuft eine schmale Landbrücke zwischen dem Elnesjonsee im Westen und dem Radanesjonsee im Osten, begleitet in Nordrichtung östlich den Elnesjonzufluss Valboån aufwärts bis in sein Quellgebiet, dreht in Nordwestrichtung und verläuft westlich des Stora Le ins Gemeindegebiet von Dals-Ed (Quellgebiet des Örekilsälven), in dem knapp vor der norwegischen Grenze jenseits des Vänern(Göta älv)gebietes das Einzugsgebiet des Örekilsälven endet und jenes des Enningdalsälven beginnt.

Der 13 km lange Enningdalsälven ist der Abfluss des im Grenzbereich Norwegen/Schweden (Østlandet/Västra Götalands län) gelegenen Norra Bullaresjön. In seinem 781,7 km² großen Einzugsgebiet liegen auch die Seen Boksjön und Kornsjön. Der Enningdalsälven fließt auf schwedischem Staatsgebiet vom Norra Bullaresjön in Nordrichtung ab, überschreitet nach nur 1,5 km die norwegische Grenze und mündet nach über 10 km in den 24 km langen, die schwedisch-norwegische Grenze bildenden Iddefjord (im Bild unten), der bei der norwegischen Stadt Halden, wo der Tista einmündet, in die Skagerrak-Bucht Svinesund und somit in die Nordsee übergeht.

Reinhard Kraasch, CC BY-SA 3.0

Die allmählich in (grundsätzlicher) Nordrichtung zum Skandinavischen Gebirge ansteigende Enningdalsälven/Göta älv-Wasserscheide überschreitet nordöstlich der Boksjönseen die norwegische Grenze (Region Østlandet) und endet nach kaum 2 km auf der Anhöhe Abbortjernåsen (261 m), da jenseits des Vänern(Göta älv)gebietes das Einzugsgebiet des Enningdalsälven endet und jenes des Tista beginnt.

Der selbst nur 5 km lange Tista ist der Hauptfluss des insgesamt 150 km langen Haldenvassdraget genannten Flusssystems. Dieses besteht aus einer Anzahl von flachen, langgezogenen, durch Kanäle und Flussläufe verbundenen Seen. Die mündungsfernste Quelle liegt nördlich von Flolangen auf 210 m Seehöhe, von wo sich in Südrichtung die Seen Ulviksjøen (179 m), Bjørkelangen, Botnersjøen (124 m), Fossersjøen (119 m), Øymarksjøen (108 m), Aremarksjøen (105 m) und Femssjøen (79 m) anschließen. Vom letztgenannten See tritt der Tista in Westrichtung aus und mündet bei Halden (im Bild unten) in den äußeren Bereich des Iddefjords, der kurz in die Skagerrak-Bucht Svinesund und somit in die Nordsee übergeht.

Kjetil Bjørnsrud, CC BY 2.5

Die zur Tista/Göta älv-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide verläuft, – das Vänernbecken westlich begrenzend und nunmehr deutlicher an Höhe gewinnend -, zwischen der westlich gelegenen Seenkette des Haldenvassdraget und der östlich gelegenen Staatsgrenze zu Schweden fast 140 km lang in Nordrichtung und es endet östlich von Flolangen jenseits des Vänern(Göta älv)gebietes das Einzugsgebiet des Tista und es beginnt jenes der Glomma.

Die 601 km lange stets in grundsätzlicher Südrichtung fließende Glomma ist der größte und wasserreichste Fluss Norwegens. Von ihrem 41.917 km² großen Einzugsgebiet (siehe Abbildung rechts) liegt der Großteil in der Region Østlandet und ein kleiner Teil im Norden in der Region Trøndelag und umfasst 13% der Gesamtfläche Norwegens. Am Ostrand ihres Einzugsgebietes liegen 414,5 km², also weniger als 1% der Gesamtfläche, auf schwedischem Staatsgebiet (Provinzen Värmlands län und Jämtlands län).

Das Quellgebiet der Glomma liegt auf rund 860 m Seehöhe in der Region Trøndelag im nördlichen Gemeindegebiet der Bergstadt Røros, deren Hauptort (630 m, im Bild unten) sie, – nachdem sie einige Seen, darunter den 46,4 km² großen Aursunden (690 m) durchflossen hat -, westlich passiert.

Die Glomma tritt kurz danach in Südwestrichtung in die Region Østlandet über, nimmt nach 52 km in der Stadt Tynset von Norden die Tunna auf und dreht in Südrichtung, nimmt nach 25 km östlich der Stadt Alvdal von links die 106 km lange Folla-, nach weiteren 60 km ebenfalls von links die 97 km lange Atna auf (338 m), und erreicht schließlich nach weiteren 84 km die Kleinstadt Rena, in der von Osten die 165 km lange Renaelva einmündet, die östlich des markanten kegelförmigen 1.666 m hohen Berges Tronfjell (im Bild unten) entsprungen ist.

Die Glomma durchfließt 35 km weiter südlich die Stadt Elverum, die während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg Hauptstadt Norwegens gewesen ist, passiert nach 45 km die Stadt Flisa, bei der von Osten die 127 km lange und zahlreiche Seen, – u. a. den von der Staatsgrenze zu Schweden durchlaufenen Halsjøen (299 m), den Vermunden (215 m) und den etwas kleineren Sørmsjøen -, entwässernde Flisa zufließt, dreht nach weiteren 55 km bei der Stadt Kongsvinger in Westrichtung und erreicht nach über 40 km die Kleinstadt Årnes, vor der bei der Ortschaft Nes von Norden die Vorma zufließt (im Bild unten).

© inatur.no

Die Vorma ist der 30 km lange Abfluss des 365 km² großen Mjøsa (123 m), des größten Sees Norwegens, an dessen Nordende die Stadt Lillehammer (Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994, im Bild unten links mit Blick auf die Sprungschanzen) liegt und bei der der Gudbrandsdalen-Lågen, der Hauptzufluss des Mjøsa einmündet.

Hasse A, CC BY-SA 3.0

Der Gudbrandsdalen-Lågen fließt vom Lesjaskogsvatnet (611 m) ab und durchfließt danach bis Lillehammer das 320 km lange Gudbrandsdalen (längstes Tal Norwegens), in dem von Westen bei Otta der 150 km lange gleichnamige Fluss einmündet, dessen südlicher Zufluss Bøvra an den Nordabhängen des Galdhøpiggen, des mit 2.469 m höchsten Berges Norwegens und Skandinaviens (im Bild unten) entspringt.

© ii.uib.no

Hier sei einschiebend vermerkt, dass der Stausee Lesjaskogsvatnet 2 Abflüsse hat (künstliche Bifurkation), nämlich den in Südrichtung abfließenden bereits erwähnten Gudbrandsdalen-Lågen und die in Nordwestrichtung abfließende Rauma, einen steilen Wildwasserfluss, der nach seinem Austritt in die Region Vestlandet übertritt und bei Åndalsnes in den 94 km langen Romsdalsfjord mündet, der ins Europäische Nordmeer (wie die Nordsee ein Randmeer des Atlantiks) übergeht.

Nachdem die Glomma beim Zusammenfluss mit der Vorma den 10 m hohen Wasserfall Funesfoss überwunden hat, mündet sie 30 km weiter südwestlich in einem unter Naturschutz stehenden gemeinsam mit den weiteren Zuflüssen Leira und Nitelva gebildeten Binnendelta südlich der Stadt Lillestrøm und rund 30 km östlich der Hauptstadt Oslo in den 84,74 km² großen und fast 50 km langen Øyeren (101 m), von dem sie in Südrichtung abfließt, den Mingevannet (24 m) durchfließt, bei der Stadt Sarpsborg den Wasserfall Sarpsfossen überwindet (im Bild unten), der mit einer durchschnittlichen Wassermenge von 577 m³/s der größte (wasserreichste) Wasserfall Europas ist, und schließlich bei Fredrikstad in den 118 km langen, sich in Südrichtung trichterförmig verbreiternden Oslofjord mündet, an dessen Nordende Oslo liegt und der südlich von Fredrikstad in das Skagerrak und somit in die Nordsee übergeht.

Kvikk, CC BY-SA 3.0

Die zur Glomma/Göta älv-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide verläuft den in den Vänern entwässernden Møkeren (174 m) nördlich passierend in Ostnordostrichtung, dreht wieder in Nordrichtung, passiert den Skasensee (265 m) östlich und nähert sich dem Südufer des in den linken Glommazuflusses Flisa entwässernden Sørmsjøen (334 m) an, dreht in Nordostrichtung und erreicht südlich des Vermunden die schwedische Grenze (Provinz Värmlands län), folgt dieser (in etwa) ein kurzes Stück in Nordrichtung, passiert sodann wieder innerhalb Norwegens östlich den Osensjøen, tritt in die Region Trøndelag über, passiert im östlichen Gemeindegebiet von Røros in Nordostrichtung beim Langtjønna eine schmale Landzunge, die den in die Glomma entwässernden Feragensee (654 m) im Norden von dem über den Klarälven in den Vänern entwässernden Fermundsee (662 m) im Süden trennt, überschreitet die schwedische Grenze und es endet im Gebiet der Provinz Jämtlands län jenseits des Glommagebietes das Einzugsgebiet des Vänern (und damit des Göta älv) und es beginnt jenes des Ljusnan (über dessen Zufluss Tännån).

Der 439 km lange Ljusnan entspringt in Schweden (Provinz Jämtlands län) auf 1.400 m Seehöhe im Skandinavischen Gebirge westlich von Ramundberget am Långbrottfjäll unweit der norwegischen Grenze, durchfließt in südöstliche Richtung den Lossnensee, in den von Westen der Tännån einmündet, dessen Quellgebiete teilweise in Norwegen (Region Trøndelag) liegen. Seine grundsätzliche Südostrichtung beibehaltend und mehrere Seen durchfließend passiert der Ljusnan nach dem Svegsjön die Kleinstadt Sveg (383 m, Bild unten), tritt danach in die Provinz Gävleborgs län über, passiert die Orte Ljusdal und Bollnäs und mündet bei Ljusne rund 240 km nördlich von Stockholm in den Bottnischen Meerbusen, dem nördlichsten Teil der Ostsee.

© spfsveg.se

Die zur Glomma/Ljusnan-Wasserscheide gewordene Nordsee/Ostsee-Wasserscheide passiert östlich den in die Glomma entwässernden Bollagensee (953 m), danach (kurz nach Norwegen übertretend) westlich das Ljusnan-Quellgebiet, kehrt am Haftorstöten (1.150 m) wieder nach Schweden zurück und endet am Rusengälta (1.594 m) südlich des Sylsjøen (853 m. im Bild unten mit Grenzübergang), da jenseits des Ostsee(Ljusnan)gebietes das Einzugsgebiet der Glomma und damit der Nordsee endet und jenes des Trondheimfjords (über dessen Zufluss Nidelva) und damit des Europäischen Nordmeeres beginnt.

© Panoramio

Das Europäische Nordmeer ist ein zwischen Norwegen, Island und der Inselgruppe Spitzbergen gelegenes 1,1 Mio km² großes Randmeer des Atlantischen Ozeans. Als Südgrenze (zur Nordsee) gilt eine gedachte Linie von der am Ausgang des Geirangerfjords an der Westküste Norwegens gelegenen Stadt Ålesund in etwa dem 61. Nördlichen Breitegrad in Westrichtung folgend bis zu den Shetlandinseln; die Südwestgrenze zur offenen See des Atlantiks verläuft von den Shetlandinseln über die Färöer-Inseln bis Gerpir (östlichster Punkt Islands); die Nordwestgrenze zur Grönlandsee, die ein Nebenmeer des Arktischen Ozeans (auch Nördliches Eismeer, Nordpolarmeer, Arktische See oder kurz Arktik genannt) ist, verläuft von Island über die norwegische Insel Jan Mayen bis zur ebenfalls norwegischen Inselgruppe Spitzbergen; die Nordostgrenze zur Barentssee, einem Randmeer des Arktischen Ozeans, verläuft von Spitzbergen über die (norwegische) Bäreninsel bis zum Nordkap; schließlich bildet die norwegische Küste vom Nordkap bis Ålesund die Ostgrenze des Europäischen Nordmeeres.

selber, CC BY 3.0

Der bis zu 617 m tiefe Trondheimfjord ist mit 130 km Länge der drittlängste Fjord Norwegens. Er liegt im westlichen Mittelnorwegen in der Region Trøndelag und erstreckt sich mit seinen verschiedenen Armen und Ausläufern von Steinkjer im Nordosten bis Ørland im Westen, wo er ins Europäische Nordmeer und damit in den Atlantik übergeht. Bei der namensgebenden Stadt Trondheim mündet sein größter Zufluss, die Nidelva ein. Weitere von der Wasserscheide zur Ostsee kommende Zuflüsse sind (von Süd nach Nord) die Stjørdalselva, die Verdalselva und die Steinkjerelva.

Orland, CC BY-SA 2.5

Die 30 km lange Nidelva ist der Abfluss des 58,26 km² großen Selbusjøen (157 m), des größten Sees der Region Trøndelag (im Bild unten), der Teil des 3.100 km² großen Flussystems Nea-Nidelvvassdraget ist und in den auch die 80 km lange Nea einmündet, die in Schweden (Provinz Jämtlands län) östlich des Stausees Sylsjøen auf rund 900 m Seehöhe entspringt, nach dem Sylsjøen noch die weiteren Stauseen Nesjøen (706 m) und Vessingsjøen (677 m) durchfließt, in der Ortschaft Tydal die Tya-, und 15 km vor ihrer Einmündung in den Selbusjøen auch noch die Rotla aufnimmt. Die Nidelva verlässt in der am Nordufer gelegenen Gemeinde Klæbu in Nordrichtung den Selbusjøen, überwindet die Leierfälle, passiert im Unterlauf stark mäandrierend die Ortschaft Stavne, erreicht die Provinzhauptstadt Trondheim, durchfließt deren Zentrum und mündet am Stadtrand bei Brattøra in den Trondheimfjord.

© pilegrimsleden.no

Die 50 km lange Stjørdalselva entsteht aus dem Zusammenfluss von Dalåa und Torsbjørka bei Meråker (110 m). Der Fluss durchfließt das Stjørdal in westlicher Richtung und nimmt dabei die Nebenflüsse Sona, Funna und Forra auf und mündet bei Stjørdal südlich des Flughafens von Trondheim in den Stjørdalsfjord, einem östlichen Nebenfjord des Trondheimfjords.

Die 21 km lange Verdalselva entsteht aus dem Zusammenfluss von Helgåa und Inna bei Vuku (41 m), fließt in Westrichtung und mündet bei Verdalsøra in den Trondheimfjord.

Die nur 2 km lange Steinkjerelva entsteht aus dem Zusammenfluss der 3,2 km langen Byaelva und der über 70 km langen durch den Zusammenfluss von Rokta und Sørrokta entstandenen Ogna östlich von Steinkjer. Der inklusive Quellbächen 111 km lange Fluss mündet in Steinkjer in den Beitstadfjorden (im Bild unten), einem nördlichen Nebenfjord des Trondheimfjords.

© snf.steinkjer

Während die am Rusengälta in Westrichtung abzweigende Nordmeer/Nordsee-Wasserscheide die norwegische Grenze überschreitet, den Lesjaskogsvatnet durchläuft und an der norwegischen Westküste bei Ålesund am Geirangerfjord in der Region Vestlandet nach rund 300 km (Luftlinie) endet, folgt die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide als Nidelva/Ljusan-Wasserscheide in Nordrichtung dem Hauptkamm des Skandinavischen Gebirges, vollzieht, – die Neaquellen östlich umgehend -, eine Ostausbuchtung östlich des Sylsjøen und endet, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide südöstlich des Sylsjøen das Einzugsgebiet des Ljusan endet und jenes des Ljungan beginnt, das aber kurz danach nordöstlich des Sylsjøen schon wieder endet, da dort bereits das Einzugsgebiet des Indalsälven (über dessen Zufluss Handölan) beginnt.

Andreas Trepte, CC BY-SA 2.5. Das östliche Ende des UNESCCO-Weltnaturerbes Geirangerfjord

Der 399 km lange Ljungan entspringt in Schweden (Provinz Jämtlands län) im Skandinavischen Gebirge an den Ostabhängen des Bergstockes Sylan (1.762 m, im Bild unten), von wo er in grundsätzlicher Ostrichtung abfließt, die Ortschaft Ljungdalen (600 m) passiert, nach 60 km bei Börtnan (467 m) den gleichnamigen See durchfließt, vor dem 50,77 km² großen Holmsjön (245 m) in die Provinz Västernorrlands län übertritt, nach dem Seedurchfluss die Stadt Ånge passiert, danach noch mehrere kleine Seen durchfließt und südlich von Sundsvall rund 140 km nördlich der Ljusnanmündung die Ostsee im Bottnischen Meerbusen erreicht.

© tydal.kommune

Der 430 km lange Indalsälven entsteht auf 378 m Seehöhe in der schwedischen Provinz Jämtlands län durch den Zusammenfluss seiner Quellbäche Åreälven und Järpströmmen, die beide im Skandinavischen Gebirge nordwestlich des Wintersportortes Åre entspringen. Der Åreälven ist der Abfluss des an der norwegischen Grenze liegenden Skalsvattnet (555 m), von dem er in Ostrichtung abfließt, zwischen den Seen Tannsjön und Östra Noren bereits als Indalsälven den 37 m hohen Wasserfall Tännforsen überwindet, danach den See Liten durchfließt und in den 456 km² großen Storsjön einmündet (293 m), an dem die Provinzhauptstadt Östersund liegt, und in dem, – als Konkurenz zum schottischen Loch Ness -, das Ungeheuer Storsjöodjuret (siehe Abbildungen unten) leben soll. Weitere Seen durchfließend tritt der Indalsälven 100 km östlich von Östersund in Südostrichtung drehend zwischen den Dörfern Utanede und Boda in die Provinz Västernorrlands län über und mündet nördlich von Sundsvall im Bottnischen Meerbusen in die Ostsee.

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Nachdem die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide von der Nidelva/Ljungan-Wasserscheide zur Nidelva/Indalsälven-Wasserscheide geworden ist, verläuft sie, – die Staatsgrenze Norwegen/Schweden in Nordrichtung begleitend und diese manchmal überschreitend -, jeweils kurze Strecken als Stjørdalselva/Indalsälven- und Verdalselva/Indalsälven-Wasserscheide und endet als Steinkjerelva/Indalsälven-Wasserscheide im Blåfjella-Skjækerfjella-Nationalpark, in dem südlich des Laksjøen auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Steinkjerelva (und damit des Trondheimfjords) endet und jenes des Namsen beginnt.

Der 228 km lange Namsen ist der Abfluss des in der Region Trøndelag nahe der schwedischen Grenze im Gemeindegebiet von Røyrvik gelegenen 39,4 km² großen Sees Store Namsvatn (458 m), von dem er in Südwestrichtung abfließt, die Orte Namsskogan, Trones und Hartland passiert, in diesem Abschnitt von links die Abflüsse des 93,5 km² großen Limingen und des 100,2 km² großen Tunnsjøen aufnimmt, in Medjå (29 m) in Westrichtung dreht, von Süden die u. a. den Laksjøen entwässernde Sanddøla aufnimmt und 85 km weiter westlich bei Namsos (im Bild unten) in den 42 km langen Namsfjord mündet, der bei Utvorda ins Europäische Nordmeer und somit in den Atlantik übergeht.

Svedenhaus, CC BY-SA 3.0

Die nunmehrige Namsen/Indalsälven-Wasserscheide verläuft in Nordostrichtung und tritt zwischen dem in den Namsen entwässernden Sandsjøen im Norden und dem in den Indalsälven entwässernden Lenglingen im Süden in den an der Staatsgrenze liegenden Lierne nasjonalpark über, in dem sie südlich des Kvesjøen endet, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Indalsälven endet und jenes des Ångermanälven beginnt.

Der Hauptquellfluss des 490 km lange Ångermanälven ist der Ransarån, der in Norwegen in der Region Trøndelag im Børgefjell nasjonalpark entspringt, die Seen Ranseren und Ransarn in Ostrichtung durchfließt, die schwedische Grenze überschreitet und in der Provinz Västerbottens län in den 53,4 km² großen Kultsjön (542 m) mündet, dessen Abfluss der Ångermanälven ist, der in Südostrichtung den Malgomaj und bei der Stadt Vilhelmina den 21,7 km² großen Volgsjön (334 m, im Bild unten) durchfließt, in den von Norden der 225 km lange Vojmån einmündet.

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Der in Südrichtung drehende Ångermanälven tritt nach 100 km bei der Ortschaft Hälla in die Provinz Västernorrlands län über, in der er 5 km nordwestlich der Ortschaft Näsåker von rechts den 80 km (inkl. Quellbächen 260 km) langen Fjällsjöälven-, und 45 km später bei Sollefteå den 340 km langen, u. a. auch den Kvesjøen entwässernden Faxälven aufnimmt. Der Ångermanälven erreicht 80 km weiter südöstlich, und zwar nördlich der Provinzhauptstadt Härnösand im Bottnischen Meerbusen die Ostsee (die Mündung im Bild unten).

Rauenstein, CC BY-SA 3.0

Als Namsen/Ångermanälven-Wasserscheide verlässt die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide stark richtungsändernd das Naturschutzgebiet, vollzieht (den Havdalsvatnet im Uhrzeigersinn umgehend) eine Westausbuchtung und erreicht die schwedische Grenze, folgt dieser (die in den Namsen entwässernden Seen Tunnsjøen, Limingen, Midtivatnet und Namsvatnet östlich passierend) in Nordrichtung, tritt in den Børgefjell-Nationalpark (siehe Bild unten) und in diesem in die Region Nord-Norge über und endet südlich des Unkervatnet, da auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Namsen endet und jenes der Vefsna beginnt.

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Die 45 km (einschließlich des Quellflusses Austervefsna 163 km) lange Vefsna ist der größte Fluss der Provinz (Fylke) Nordland der Region Nord-Norge, zu der auch die bereits nördlich des Polarkreises gelegene Inselgruppe der Lofoten und der südliche Teil der sich den Lofoten nördlich anschließenden Vesteråleninseln gehört. Vom 4.122 km² großen Einzugsgebiet der Vefsna liegen 556,4 km² in der schwedischen Provinz Västerbottens län. Der Quellfluss der Vefsna, die Austervefsna entspringt im Hochgebirge des Børgefjell und fließt in Ost-West-Richtung durch die Kommune Vefsn. Bei Trofors in der Kommune Grane vereinigt sich die Austervefsna mit der Svenningdalselva zur eigentlichen Vefsna, die in Nordrichtung fließend nach 20 km den 17 m hohen Laksforsen-Wasserfall (im Bild unten) überwindet, von links die Eiteråga-, und später von rechts die Elsvasselva aufnimmt und schließlich bei Mosjøen in den 60 km langen Vefsnfjord einmündet, der bei Tjøtta ins Europäische Nordmeer und somit in den Atlantik übergeht.

Røed, CC BY-SA 2.5

Die Vefsna/Ångermanälven-Wasserscheide verlässt in Nordostrichtung das Nationalparkgebiet, überschreitet, – die Quellen kleiner Unkervatnet-Zuflüsse entgegen dem Uhrzeigersinn östlich umgehend -, die schwedische Grenze (Provinz Västerbottens län) und endet südlich des Sees Abelvattnet (663 m), da dort auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Ångermanälven endet und jenes des Umeälven beginnt.

Der 470 km lange Umeälven entspringt in der schwedischen Provinz Västerbottens län dem 84,47 km² großen See Överuman (524 m), durch den die Staatsgrenze zu Norwegen verläuft, passiert westlich das Fjell-Gebiet (Hochfläche über der Nadelwaldgrenze, siehe Bild unten) des bis zu 1.792 m hohen Norra Storfjället und durchfließt danach den 170,72 km² großen See Storuman (352 m), an dessen Abfluss die gleichnamige Ortschaft liegt.

Irreducibel, CC BY-SA 3.0

In südöstlicher Richtung erreicht der Umeälven nach knapp 50 km die Ortschaft Åskilje, in der von links der 177 km lange Juktån zufließt, der westlich des 23 km² großen Sees Överst-Juktan (486 m) entspringt und diesen durchfließt. Danach passiert der Umeälven die Gemeindegebiete von Lycksele, Vindeln und Veännäs, in deren Ortsteil Spöland von Norden der 445 km lange Vindelälven einmündet, der nahe der norwegischen Grenze entspringt und den 52,16 km² großen See Storvindeln (342 m) durchfließt.

Tage Olsin, CC BY-SA 2.0

Der Umeälven erreicht 25 km weiter östlich im Gemeindegebiet von Umeå (im Bild oben der Hauptort) die Küste beim Kvarken genannten schmalsten Teil des Bottnischen Meerbusens (siehe Karte unten), wo er in einem unter Naturschutz stehenden Delta fast 200 km nordöstlich der Mündung des Ångermanälven in die Ostsee mündet.

Die Vefsna/Umeälven-Wasserscheide erreicht in Nordwestrichtung wieder die norwegisch/schwedische Staatsgrenze, folgt dieser in Nordrichtung entlang einer schmalen Landbrücke zwischen dem (über den Abelvattnet) in den Umeälven entwässernden Arevattnet (672 m) im Osten und dem (über die Elsvasselva durch den 119,5 km² großen Elsvatnet) in die Vefsna entwässernden Bleriken/Elgsvatnet (666 m) im Westen, kehrt danach auf schwedisches Staatsgebiet zurück und endet, da auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Vefsna endet und jenes der Røssåga beginnt.

Die 50 km lange Røssåga entspringt dem 218,61 km² großen See Røssvatnet (383 m, im Bild unten), dessen Hauptzufluss die von Osten kommende Krutåga ist, die den 173 km² großen Krutvatnet (585 m) entwässert, dessen kleine Zuflüsse teilweise in Schweden entspringen, sodass Kleinstgebiete am Ostrand des rund 2.100 km² großen Røssåga-Einzugsgebietes in der schwedischen Provinz Västerbottens län liegen. Die Røssåga fließt in nördlicher Richtung durch ein relativ breites Tal, nimmt von Osten die Nebenflüsse Bleikvasselva, Bjuråga und Leirelva auf und mündet bei Bjerka in den Sørfjord (im Bild unten), einem Arm des 68 km langen Ranfjords, der bei der Insel Dønna ins Europäische Nordmeer und somit in den Atlantik übergeht.

Ximonic (Simo Räsänen), CC BY-SA 3.0

Die Røssåga/Umeälven-Wasserscheide folgt in Nordrichtung (in etwa) der Staatsgrenze, passiert auf norwegischem Staatsgebiet den Övre Jovattnet (478 m) westlich und auf schwedischem Staatsgebiet den Raudvatnet (489 m) östlich, verläuft dann knapp östlich der Staatsgrenze und endet südlich des Umeälven-Quellsees Överuman, da auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Røssåga endet und jenes der Ranelva beginnt.

Die 130 km lange Ranelva entspringt als Gubbeltåga südlich des Tjáhtjejuohkam (680 m) und es fließt diesem kurz nach seinem Ursprung der Svangsbekken, der Abfluss des im Saltfjellet-Gebirge gelegenen Svangstjønna-Sees zu. Im weiteren Verlauf fließt der Gubbeltåga in südlicher und südwestlicher Richtung durch das Gubbeltdalen, das im Wesentlichen durch die Berghänge des Bolna und des Nasafjellet gebildet wird. Südwestlich des Nasafjellet mündet der Gubbeltåga in die Randalseva, die im östlich gelegenen Randalen entspringt. Die Randalselva ändert an diesem Zusammenfluss ihre Richtung und fließt, wie zuvor der Gubbeltåga, nach Südwesten ab. Etwa 5,5 km flussabwärts vereinigt sich schließlich die Randalselva mit der Virvasselva zur Ranelva, die in Südwestrichtung den Weiler Storvoll erreicht, bei dem von Norden die Flüsse Bjøllåga, Tespa und Stormdalsåga-, und von Süden die Messingåga einmünden. Südwestlich der kleinen Siedlung Røssvoll mündet dann noch der den See Langvatnet entwässernde Langvasså in die Ranelva, die schließlich bei der Ortschaft Selfors nahe der Küstenstadt Mo I Rana rund 35 km nordöstlich der Røssågamündung in das östliche Ende des Ranfjords und somit ins Europäische Nordmeer mündet.

Als Ranelva/Umeälven-Wasserscheide tritt die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide zwischen dem in die Ranelva entwässernden Gresvatnet und dem Umeälven-Quellsee Överuman wieder nach Norwegen über, passiert östlich den ebenfalls in die Ranelva entwässernden Storakersvatnet (523 m, im Bild unten), kehrt in Südostrichtung nach Schweden zurück und vollführt einen langgezogenen Bogen in Nordrichtung, in dessen Verlauf die teilweise knapp auf schwedischem Staatsgebiet liegenden Quellgebiete der Zuflussbäche der in die Ranelva entwässernden Seen Litlumvatnet, Kallvatnet und Virvatnet entgegen dem Uhrzeigersinn umgangen werden, wobei die Ranelva/Umeälven-Wasserscheide danach von der Provinz Västerbottens län in die Provinz Norbottens län übertritt und kurz danach endet, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Umeälven endet und jenes des Skellevteälven beginnt.

© willemvandoorne.wordpress

Ursprung des 410 km lange Skellevteälven (auch Skellevte älv) ist der nahe der norwegischen Grenze liegende See Ikesjaure (750 m) in der schwedischen Provinz Norbottens län, von dem er in Südostrichtung abfließt, die Seen Hornavan (426 m, 262,44 km²), Uddjaure (420 m, 249,15 km²) und Storavan (419 m, 172 km²) durchfließt, in die Provinz Västerbottens län übertritt und den kleinen See Rengårdsdammen (181 m, 5,35 km²) durchfließt, in den von Westen sein größter Nebenfluss, der 120 km lange Malån einmündet. Weiter in Südostrichtung passiert der Skellevteälven nach 55 km die Kleinstadt Skellefteå (im Bild unten), nach der er rund 130 km nördlich von Umeå im Bottnischen Meerbusen die Ostsee erreicht.

Mattias Hedström, CC BY-SA 2.5

Nur kaum 10 km verläuft die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide als Ranelva/Skelletälven-Wassserscheide in Nordrichtung bis zur norwegischen Grenze am Südrand des Naturreservats Semska-Stødi, da dort auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Ranelva endet und jenes der Saltelva beginnt.

Die 78 km lange Saltelva entspringt in der Region Nord-Norge im Saltfjellet-Svartisen nasjonalpark in der bis zu 1.751 m hohen Bergregion Saltfjellet, die auch von der Nordlandbahn überwunden wird (siehe Bild unten), durchfließt in Nordrichtung das Saltdal, überschreitet den Nördlichen Polarkreis und mündet bei Rognan in den Saltdalsfjord, einem Nebenfjord des 41 km langen Skjerstadfjorden, der bei Bodø ins Europäische Nordmeer übergeht.

Kabelleger / David Gubler, CC BY-SA 3.0

In etwa der Staatsgrenze folgend verläuft die Saltelva/Skellevtälven-Wasserscheide in Nordrichtung, passiert östlich den Junkerdal nasjonalpark und endet nach rund 40 km an dessen Nordrand (in etwa am Nördlichen Polarkreis), da dort auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Saltelva endet und jenes der Sjønståelva beginnt.

Die selbst bloß 12,7 km lange Sjønståelva ist der Hauptfluss des über 90 km langen Sulitjelmavassdraget genannten Sulitjelma-Wasserlaufes. Sie ist der Abfluss des Langvatnet (126 m), in den zahreiche, mehrere Seen (Balvatnet, Låmivatnet, Kjelvatnet, etc.) entwässernde Kleinbäche des 1.030 km² großen Einzugsgebietes münden. In Westrichtung erreicht die Sjønståelva den Øvervatnet (1 m), der über den Nervatnet bei Fauske (im Bild unten) in den Nordmeer-Fjord Skjerstadfjorden und somit in den Atlantik übergeht.

© t-bag.org/Tourist

Weiter weitgehend der schwedisch/norwegischen Staatsgrenze folgend passiert die Sjønståelva/Skellevtälven-Wasserscheide eine schmale Landzunge zwischen dem in die Sjønståelva entwässernden Balvatnet im Westen und dem Skellevtälven-Quellsee Ikesjaure im Osten und endet, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Skellevtälven endet und zuerst jenes des Piteälven -, und später, – nach östlicher Passage des in die Sjønståelva entwässernden Låmivatnet und Übertritt auf norwegisches Staatsgebiet -, am Südfuß des Sulitjelmaisen-Gletschers jenes des Luleälven beginnt.

Ursprung des 400 km lange Pitälven ist der 58,8 km² große Pieskehauren (577 m), der in der schwedischen Provinz Norrbottens län im bis zu 1.907 m hohen Sulitjelma-Bergstock des Skandinavischen Gebirges nahe der Grenze zu Norwegen liegt. Der Pitälven fließt in Südostrichtung ab, durchfließt mehrere Seen (Viltok 474 m, Farehaure 460 m, Abraur 361 m, Malmesjaure 334 m etc.), überwindet mit dem 800 m langen Trollforsen und der 5 km langen Storforsen-Kette (im Bild unten) einige der größten Stromschnellen Europas, passiert nach über 300 km die kleine Fremdenverkehrsortschaft Älvsbyn und mündet nach weiteren 60 km bei Piteå rund 200 km nördlich von Umeå in den Bottnischen Meerbusen der Ostsee.

Stephan Herz, CC BY 2.5

Der (einschließlich Quellflüssen) 461 km lange Luleälven entsteht aus dem Zusammenfluss des Stora Luleälven und des Lilla Luleälven bei Vuollerim (76 m). Der 200 km lange Stora Luleälven ist der größere und nördlichere der beiden Quellflüsse. Seine Quellgebiete liegen nahe der norwegischen Grenze in der schwedischen Provinz Norrbottens län im Padjelanta-Nationalpark am Sulitjelma-Bergstock, in dem zahlreiche Bäche, – darunter der vom Alkajaure (756 m) abfließende Miellätno und der Stalojåkkå -, den größten natürlichen See des Nationalparks, den 112,45 km² großen Virihaure (579 m, im Bild unten) speisen, dessen Abfluss Låddejåkkå in den 89,84 km² großen Vastenjaure (547 m) mündet, dessen Abfluss Vuojatätno schließlich den Stauee Akkajaure (423 m), dem Ursprung des Stora Luleälven erreicht.

Oskila, CC BY 3.0

Der Stora Luleälven durchfließt in südöstlicher Richtung zuerst die Seen Kårtejaure und Langas -, und danach den 155 km² großen Stausee Stora Lulevatten (370 m), an dessen östlichem Ende die Ortschaft Porjus liegt (im Bild unten), von wo er seinen Lauf in südöstlicher Richtung fortsetzt und (weitere Seen durchfließend) nach 90 km Vuollerim erreicht.

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Der Lilla Luleälven ist der südliche und kleinere Quellfluss des Luleälven, der mit seinem Quellfluss Tarrajåkkå einen 238 km langen Flusslauf bildet.

© phopress

Der Tarrajåkkå entspringt in der schwedischen Provinz Norrbottens län im Sarek-Nationalpark im Süden des Sarek-Gebirges, von wo er nach Südosten nach Kvikkjokk fließt und in den See Saggat (302 m) mündet. Anschließend durchfließt der Lilla Luleälven eine Seenkette in östlicher Richtung, passiert die am Nördlichen Polarkreis liegende Kleinstadt Jokkmokk (siehe Bild oben), dreht in Südostrichtung und trifft schließlich nach 45 km bei Vuollerim auf den von Norden kommenden Stora Luleälven (76 m), mit welchem er den Luleälven bildet, der fast 100 km weiter südöstlich den Eisenbahnknotenpunkt Boden passiert, nach weiteren 35 km die 250 km nördlich von Umeå in der Nordwestecke des Bottnischen Meerbusens gelegenen Küstenstadt Luleå (im Bild unten) erreicht und bei dieser in die genannte Meeresbucht und somit in die Ostsee mündet.

Cricco2011, CC BY-SA 3.0

Nachdem die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide als Sjønståelva/Piteälven-Wasserscheide wieder der Staatsgrenze folgend den in die Sjønståelva entwässernden Muorkkejávrre (712 m) östlich -, und den Piteälven-Quellsee Pieskehauren westlich passiert hat, überquert sie in Nordrichtung als Sjønståelva/Luleälven-Wasserscheide den 44 km² großen und bis zu 1.680 m hohen Sulitjelmaisen-Gletscher (im Bild unten), auf dem auf der Nordpolarmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Sjønståelva endet und jenes des Sørfolda-Fjords beginnt.

© porjus.se

Die Folda ist ein breiter Fjord des Vestfjord genannten Teiles des Europäischen Nordmeeres, der sich zwischen der Inselgruppe der Lofoten (im Bild unten mit Cirruswolken) und dem Festland bei Salten erstreckt. Als Eingang des Folda, der die Steigenberger Halbinsel vom Festland bei Kjerringøy trennt, gilt Helløya, von wo sich der Foldafjord in Nordostrichtung fast 20 km bis Hjartøya erstreckt, wo er sich in einen nördlichen Ast (Nordfolda) und den 38,5 km langen Sørfolda teilt, der sich seinerseits labyrinthartig in 7 Nebenfjorde (Aspfjorden, Hopen, Nevelsfjorden, Sagfjorden, Sjunkfjorden, Leirfjorden und Tørrfjorden) aufteilt, in die zahlreiche Wasserläufe, u. a. die von der die Wasserscheide zur Ostsee bildenden Bergkette abfließenden Bäche Fagerbakkelva, Storskogelva und Kobbelva einmünden.

Ximonic (Simo Räsänen), CC BY-SA 3.0

Die 12,5 km lange Fagerbakkelva ist der Abfluss des 12,8 km² großen Sisovatnet (671 m), der seinerseits vom unmittelbar östlich benachbarten 2 km² großen Rundvatnet gespeist wird. In Nordwestrichtung erreicht sie nahe der Ortschaft Straumen das Küstengebiet, wo sie den Andkilvatnet (12 m) durchfließt und danach in den Tørrfjorden des Sørfolda einmündet.

Die 9 km lange Storskogelva ist der Abfluss des von den Kleinbächen Trolldalselva und Sørkrågelva gespeisten 2,4 km² großen Storskogvatnet (191 m), von dem sie in Westrichtung abfließt, von Süden den Abfluss des Bassejávrre aufnimmt und rund 3 km nordwestlich der Fagerbakkelva-Mündung ebenfalls in den Tørrfjorden des Sørfolda einmündet.

Die selbst kaum 5 km lange Kobbelva ist der unterste Lauf des Kobbelvvassdraget-Wasserlaufs, der aus dem Zusammenfluss mehrerer Kleinbäche entsteht, von denen die größten die den 13,7 km² großen Forsvatnet (620 m) entwässernde Forsvasselva und die den 11,8 km² großen Reinoksvatnet (680 m) entwässernde Reinokselva sind. Die Kobbelva mündet nahe der Ortschaft Engan in den Sørfolda-Nebenfjord Leirfjorden (im Bild unten).

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Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide folgt als Fagerbakkelva/Luleälven-Wasserscheide weiter der Staatsgrenze in Nordostrichtung, passiert östlich den Rundvatnet und wird zur Storskogelva/Luleälven-Wasserscheide, die die Quellseen des Stora Luleälven westlich passiert, weiter als Kobbelva/Luleälven-Wasserscheide östlich den Forsvatnet passiert und nach der zwischen dem Reinoksvatnet im Westen und dem in den Luleälven entwässernden 10,3 km² großen Slappejaure (720 m) im Osten gelegenen Landbrücke endet, da auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Kobbelva (und damit des Sørfoldafjords) endet und jenes der Njallajåhkå (und damit des Tysfjords) beginnt.

Der fast 60 km lange, sich in mehrere Nebenfjorde aufteilende Tysfjord ist der östlichste Seitenarm des Vestfjord genannten Teiles des Europäischen Nordmeeres. Der Tysfjord mündet, – wie auch der nordöstlich benachbarte 35 km lange Efjord (Hauptzufluss Børselva) bei der Insel Barøya (im Bild unten) in den Vestfjord.

Helge Høifødt, CC BY-SA 3.0

Innerster (östlichster) Nebenfjord des Tysfjords ist der Hellmofjorden, an dessen Ende der Weiler Hellmobotn (Gemeinde Tysfjord, Region Nord-Norge, im Bild unten) an der schmalsten Stelle des norwegischen Festland-Staatsgebietes liegt, von wo die schwedische Grenze nur 4,3 km entfernt ist. Bei Hellmobotn mündet die auch Stabburselva genannte Njallajåhkå in den Hellmofjorden, der kurz vorher noch die auch Sørelva genannte Rávggajåhkå zufließt.

Helge Høifødt, CC BY-SA 3.0

Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide tritt als Tysfjord(Njallajåhkå)/Luleälven-Wasserscheide wieder auf norwegisches Staatsgebiet über, dreht, – die in den Luleälven entwässernden Seen Getvatnet (715 m) und Istvatnet (730 m) im Uhrzeigersinn umgehend -, im Gebiet der Gemeinde Ballangen als Efjord(Børselva)/Luleälven-Wasserscheide in Ostrichtung und wird noch am Westfuß des 27,6 km² großen und bis zu 1.760 m hohen Frostisen-Gletschers (im Bild unten) zur Ofotfjord/Luleälven-Wasserscheide.

Bjoertvedt, CC BY-SA 3.0

Der 78 km lange Ofotfjord ist das nördlichste Gebiet des Vestfjord genannten Teiles des Europäischen Nordmeeres. Auch dieser Fjord, von dessen Südufer der Frostisen-Gletscher aufragt und an dessen Ende die Hafenstadt Narvik liegt, hat mehrere Nebenfjorde. In den Skjomen genannten 25 km langen südlichen Nebenfjord (im Bild oben in der oberen linken Bildecke erkennbar) mündet der namensgebende Fluss Skjoma ein, der der Hauptzufluss des Ofotfjords ist. Östlich von Narvik münden die Rombakselva in den östlichsten Rombaksbotn genannten Nebenfjord, sowie die Jernvasselva gegenüber von Narvik direkt in den Ofotfjord.

Die mündungsfernste Quelle des aus dem Zusammenfluss von Nordelva und Sørelva entstandenen und inklusive Quellbächen 71 km langen Flusslaufes des auch Elvegårdselva genannten Skjoma ist ein Teich in der schwedischen Provinz Norrbottens län im Berggebiet Alip Muorahiscohkka (1.190 m), von wo ein namenloser Bach in Westrichtung die norwegische Grenze überschreitet, den Gautelisvatnet (858 m) durchfließt und danach in den Kobbvatnet (645 m) mündet, diesen als Kobbelva in Nordrichtung verlässt, den Namen Sørelva annimmt und sich als solche mit der von Osten kommenden Nordelva, die vorher u. a. die Abflüsse des Lossivatnet (732 m) und des Čunojávri (702 m) aufgenommen hat, zur Skjoma vereinigt (siehe Karte unten), die 10 km weiter nordwestlich bei Elvegård in den Ofotfjord-Nebenfjord Skjomen mündet.

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Quellbach der selbst nur 4 km lange Rombakselva ist die Hundalselva, die an den Ostabhängen des Vomtinden (1.494 m) entspringt, in Ostrichtung abfließt und von Süden den Abfluss des Helligvatnet (934 m) aufnimmt, in Nordrichtung dreht, danach von Osten die Tindelva (Abfluss des Tindvatnet, 751 m) und die Sørdalsmyra-, und von Westen den Abfluss des Karlsenvatnet (700 m) aufnimmt und sich beim Weiler Katterat, bei dem auch die Erzbahn ihr Tal erreicht, mit dem von Norden kommenden Abfluss des Brudeslørvatnet (593 m) zur Rombakselva vereinigt (125 m), die in Westrichtung ein enges Tal durchfließt und sich 20 km östlich von Narvik am östlichsten Punkt des Ofotfjords in den Nebenfjord Rombaksbotn ergießt.

Die Erzbahn genannte 1902 fertiggestellte 473 km lange Bahnstrecke verläuft von der am Bottnischen Meerbusen gelegenen schwedischen Ostsee-Hafenstadt Luleå in nordwestlicher Richtung zu den über dem Nördlichen Polarkreis in Schwedisch-Lappland gelegenen Eisenerz-Abbaugebieten von Gällivare und Kiruna und weiter zum norwegischen im Ofotfjord des Europäischen Nordmeeres gelegenen immer eisfreien Hafen Narvik.

Das schwedische Teilstück wird Malmbanan und das norwegische Teilstück Ofotbanen genannt. Der Endbahnhof in Narvik (im Bild unten) ist der nördlichste im Personenverkehr erreichbare Regelspurbahnhof Europas.

© drehscheibe

Die Jernvasselva ist der Abfluss des 3,62 km² großen Stausees Jernvatnet (298 m), der von der Holmelva gespeist wird, deren Quellgebiete, – wie auch jene ihrer größten Zuflüsse Urdalselva und Gádjajohka -, im Grenzgebiet zu Schweden auf über 500 m Seehöhe liegen. Die Jernvasselva verlässt den Stauraum in Südrichtung und mündet gegenüber von Narvik am Eingang des Rombaksbotn in den Ofotfjord und somit ins Europäische Nordmeer.

Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide tritt als Ofotfjord(Skjoma)/Luleälven-Wasserscheide nach Querung des Frostisen-Gletschers in Ostrichtung nach Schweden (Provinz Norrbottens län) über und endet am Südwestfuß des Kebnekaise, da auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Luleälven endet und zuerst jenes des Kalixälven-, und bereits kurz danach an den Nordabhängen des Kebnekaise jenes des Torneälven beginnt.

Der 461 km lange Kalixälven entspringt im Skandinavischen Gebirge in der schwedischen Provinz Norrbottens län an den Ostabhängen des Gebirgsstockes Kebnekaise, dessen Südgipfel (Sydtoppen, im Bild unten) mit 2.104 m der höchste Berg Schwedens ist.

© Ole-Petter Andersen

Den Hauptquellfluss des Kalixälven bildet der Visttasjohka. Dieser entspringt nördlich des Kebnekaise-Massivs und fließt in Südostrichtung zum 30 km² großen Paittasjärvi (465 m), dessen Abfluss der Kalixälven ist, der danach den Kaalasjärvi (461 m) durchfließt und bei Lappeasuando von rechts den 150 km langen Kaitumälven aufnimmt, der die 3 Kaitumjaure-Seen entwässert. Danach passiert der Kalixälven die Dörfer Parakka und Tärendö, wo von Norden der durch Bifurkation des Torneälven entstandene 52 km lange Tärendöälven einmündet (160 m). Der danach in Südrichtung fließende Kalixälven überwindet den 9 m hohen Jockfallet-Wasserfall und erreicht Överkalix, wo von Westen der 180 km lange dem Vettasjärvi (349 m) entsprungene Ängesån einmündet, der seinerseits vorher die Zuflüsse Linaälven und Tvärån aufgenommen und den 16 m hohen Linafallet-Wasserfall überwunden hat. Der Kalixälven mündet 70 km weiter südlich bei der 80 km nordöstlich von Umeå gelegenen Küstenortschaft Kalix (rund 15 km ostsüdöstlich der in der Nordwestecke des Bottnischen Meerbusens gelegenen Küstenortschaft Töre, des nördlichsten Punktes der Ostsee) von Norden in den Bottnischen Meerbusen (im Bild unten) und somit in die Ostsee.

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Der 410 km lange Torneälven ist der Abfluss des 330 km² großen in der schwedischen Provinz Norrbottens län im Grenzgebiet zu Norwegen gelegenen 55,5 km langen Torneträsk (341 m), dessen Hauptzufluss der Abiskojåkka ist, dessen westlichstes Quellgebiet ein in der norwegischen Region Region Nord-Norge gelegener kleiner Gletschersee (1.189 m) ist, von dem ein Gletscherbach in Ostrichtung abfließt, der nach rund 300 m nach Schweden übertritt und nach weiteren 2 km in den Válfojohka, dem Hauptzfluss des Gamajávri (610 m) mündet, dessen Abfluss Kamajåkka wieder der Hauptzufluss des Abiskojaure (488 m) ist, dessen Abfluss schließlich der bereits erwähnte Abiskojåkka ist, der nach 10 km und rund 45 km unterhalb des erwähnten norwegischen Gletschersees in den Torneträsk (im Bild unten mit einem Zug der Erzbahn) mündet, wodurch sich die Flusslauflänge des Torneälven auf über 510 km verlängert.

Kabelleger / David Gubler, CC BY 3.0

Nach dem Austritt aus dem Torneträsk durchfließt der Torneälven noch eine Reihe kleinerer Seen, dann den Jiekajärvi, den Alajärvi, den Váhkujárvi und den Nuorajärvi, bevor er die Orte Kurravaara (322 m), Laxforsen und Jukkasjarvi erreicht. Vor Jukkasjarvi (321 m) mündet von rechts der Rautasälven ein, der die an den Nordabhängen des Kebnekaise gelegenen Seen Alesjaure (750 m) und Rautasjaure (560 m) entwässert. Bei der 50 km südöstlich des Torneträsk gelegenen Ortschaft Jukkasjarvi fließt (ebenfalls von rechts) der Luossajoki zu, der Abfluss des Luossajärvi (498 m), an dem die Bergwerksstadt Kiruna (im Bild unten) liegt.

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Rund 120 km weiter südöstlich kommt es bei der Ortschaft Junosuando (210 m) zur zweitgrößten Flussbifurkation der Erde außerhalb eines Mündungsdeltas (nach jener des südamerikanischen Flusses Orinoco, der an seinem Oberlauf innerhalb Vezenzuelas ein Fünftel seines Wassers über den Brazo Casiquiare, Río Casiquiare und Rio Negro an den Amazonas verliert). Der dort in Südrichtung abzweigende Tärendöälven (im Bild unten) „entführt“ dem Torneälven mehr als 50% des Wassers und mündet nach 52 km bei Tärendö in den Kalixälven.

Mestos, CC BY-SA 3.0

Der nach der Bifurkation weiter in Südostrichtung fließende Flussarm behält den Namen Torneälven, in den kurz danach von Norden der 266 km lange Lainioälven einmündet. Der allmählich in Südrichtung drehende Torneälven erreicht nach über 60 km die Grenzortschaft Kengis (Gemeinde Pajala), bei der von Norden der die schwedisch/finnische Grenze bildende 230 km lange Muonio älv (finn: Muonionjoki) einmündet (125 m), der aus dem Zusammenfluss des von Norden kommenden 60 km langen finnischen Flusses Lätäseno mit dem von Westen kommenden 90 km langen finnisch/schwedischen Grenzfluss Könkämäeno in der Grenzortschaft Markkina (329 m) entstanden ist. Der Könkämäeno ist der Abfluss des finnisch/schwedischen Grenzsees Kilpisjärvi (473 m), in dessen kaum 5 km westlich gelegenen Nachbarsee Koltajauri das Dreiländereck Schweden/Norwegen/Finnland liegt (im Bild unten), das sowohl der nördlichste Punkt Schwedens -, als auch der westlichste Punkt des finnischen Festlandes ist (nur einige Inseln der am Eingang des Bottnischen Meerbusens gelegenen finnischen Ostseeinselgruppe Fasta Åland liegen knapp westlicher).

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Selbst zum Grenzfluss zwischen Finnland (Ostufer) und Schweden geworden durchfließt der Torneälven in Südrichtung den Tornedalen genannten Talabschnitt, in dem nach 100 km bei Ylitornio von Osten der 51 km lange finnische Fluss Tengeliönjoki einmündet. Zwischen den „Zwillings“-Küstenstädten Haparanda (Schweden) und Tornio (Finnland) mündet der Grenzfluss Torneälven schließlich 45 km östlich der Kalixälvenmündung an der Nordküste des Bottnischen Meerbusens in die Ostsee.

Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide durchquert in Nordrichtung drehend als Ofotfjord(Skjoma)/Kalixälven-Wasserscheide den Kebnekaise-Gebirgsstock, wird südlich des Alesjaure zur Ofotfjord(Skjoma)/Torneälven-Wasserscheide und dreht, – die Quellgebiete des Skjoma entgegen dem Uhrzeigersinn umgehend -, in Westrichtung, überquert als Ofotfjord(Rombakselva)/Torneälven-Wasserscheide südlich des 9 km² großen in den Torneälven entwässernden Grenzsees Japmajaure (486 m) die norwegische Grenze und dreht in Nordrichtung, verläuft entlang der das Westufer des genannten Sees säumenden Bergkette, folgt nördlich dieses Sees wieder der Staatsgrenze, wird als Ofotfjord(Jernvasselva)/Torneälven-Wasserscheide am Grenzübergang Bjørnfjell/Riksgränsen (620 m) im dortigen Skiressort (im Bild unten) von der Europastraße 10 und der Erzbahn im Ofotbanen genannten letzten Abschnitt (Narvik-Kiruna) gequert und endet über 20 km weiter nördlich am Reavrremuvra (1.061 m), auf dem auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Jernvasselva (und damit des Ofotfjords) endet und jenes der Salangselva beginnt, das aber bloß 20 km weiter nordöstlich knapp innerhalb Norwegens, – nach nördlicher Umgehung des 0,9 km² großen in den Torneälven entwässernden Grenzsees Goržejávri (991 m) -, am Vesleklettan (1.374 m) bereits wieder endet und jenes der Målselva beginnt.

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Die 66 km lange Salangselva ist der Abfluss des 2,4 km² großen nahe der schwedischen Grenze im Gemeindegebiet von Bardu in der Fylke Troms der Region Nord-Norge gelegenen Isvatnet (801 m), von dem sie in Ostrichtung abfließt und sogleich in Nordrichtung dreht, von links die Røddalselva, den Abbfluss des Raudvatnet (424 m) -, und beim Weiler Lilleholmen von rechts die Budalselva aufnimmt (210 m). Begleitet von der Europastraße E 6 bis zum Weiler Karlstadskogen durchfließt sie einen dünn besiedelten Salangsdalen genannten Talabschnitt, dreht in Nordwestrichtung und mündet in den Øvrevatnet (8 m), der in den Nervatnet übergeht, dessen Abfluss bei Sjøvegan (im Bild unten) in den Sagfjorden, einem dem Ofotfjord nördlich benachbarten Fjord des Europäischen Nordmeeres mündet.

Sigmund Pettersen Zig, CC BY-SA 2.5

Die (inklusive Quellflüssen) 140 km lange Målselva ist der Abfluss des Lille Rostavatn (680 m), in dem sich die Quellbäche Divielva, Tamokelva und Rostaelva vereinigen. In Westrichtung durchfließt sie das 60 km lange Målselvdalen, in dem von rechts die vom Grenzsee Rostojávri kommende Rostaelva zufließt, und nach dem bei der Ortschaft Bardufoss (im Bild unten der dortige auch zivil genutzte Militärflughafen Bardufoss flystasjon, dem Hauptstützpunkt der norwegischen Hubschrauberstaffeln) von links die u. a. den 80 km² großen Altevatnet (489 m) entwässernde Barduselva einmündet. Danach in Nordrichtung erreicht der Fluss den 16 km langen Målselvfjorden, einer Nebenbucht des 60 km langen Malangsfjorden, der nördlich der Insel Senja bei Brensholmen ins Europäische Nordmeer übergeht.

Siri Spjelkavik, CC BY-SA 2.0

Nach kurzem Verlauf als Salangselva/Torneälven-Wasserscheide vollzieht die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide in Umgehung des in die Målselva entwässernden Altevatnet und weiter der Staatsgrenze folgend als Målselva/Torneälven-Wasserscheide eine Südostausbuchtung, nach der sie in Nordrichtung den sowohl in die Målselva (über die Rostaelva), als auch in den Torneälven (über Råstoätno und Lainioälven) entwässernden 34 km² großen Grenzsee Rostojávri (680 m) durchläuft und am Grenzberg Čorrováhgáisi (1.305 m) endet, auf dem auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Målselva endet und jenes des Lyngenfjords beginnt.

Soerfm, CC BY-SA 3.0; Polarlicht über dem Lyngenfjord

Der 121 km lange und bis zu 90 km breite Lyngenfjord erstreckt sich in Süd-Nordrichtung von der Ortschaft Melen bis zur Insel Nord-Fugløy, bei der er ins Europäische Nordmeer übergeht. In diesen Fjord münden u. a. die Gebirgsbäche Signaldelva, Skibotnelva und Kåfjordelva.

Die 27 km (inklusive Quellflüssen 65 km) lange Signaldalelva entsteht aus dem Zusammenfluss der Stordalselva und der Paraselva (97 m). Hauptquellfluss ist die Stordalselva, die aus dem Zusammenfluss des Abflusses des Sørdalssmåvatnan (738 m) mit der Breidalselva, dem Abfluss des 708 m hoch gelegenen Govdajávri entsteht. Nach der Vereinigung mit der am Bergstock fjellet Paras (1.419 m, im Bild unten) entsprungenen Paraselva durchfließt die Signaldelva in Nordwestrichtung im Gemeindegebiet von Storfjord ihr Signaldalen genanntes Tal und mündet bei Melen von Südosten in den Lyngenfjord.

© Kent-Hugo Norheim

Der 74 km lange Skibotnelva (finn: Yykeänperänjoki) entspringt dem im Grenzgebiet zu Finnland gelegenen 3,5 km² großen Gálggojávri (503 m), dessen Zuflussbäche (Gállajohka und Sallajohka) teilweise in Finnland in der Landschaft (finn: Maakunta) Lappland (finn: Lappi) im Gemeindegebiet von Enontekiö liegen. In Nordwestrichtung durchfließt die Skibotnelva das Yykeänperänvankka genannte Tal und mündet 25 km nördlich der Signaldelvaündung bei Skibotn (im Bild unten) von Osten in den Lyngenfjord.

© wikitravel

Die 22 km (inklusive Quellflüssen 43 km) lange Kåfjordelva entspringt dem 11 km² großen Guolasjávri (772 m), fließt in Nordwestrichtung durch den Talabschnitt Kåfjorddale und mündet nördlich von Skibotn bei Birtavarre von Osten in den Lyngenfjord.

Weiter dem Verlauf der Staatsgrenze Schweden/Norwegen in Ostrichtung als Lyngenfjord(Signaldalelva)/Torneälven-Wasserscheide folgend tritt die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide westlich des Grenzsees Kuohkimajoki (489 m) auf norwegisches Staatsgebiet über (und verlässt damit endgültig Schweden), passiert den genannten See und das in diesem gelegene Dreiländereck Schweden/Norwegen/Finnland nordwestlich, nähert sich nach dem Sallorassa (1.172 m) als Lyngenfjord(Skibotnelva)/Torneälven-Wasserscheide in Südostrichtung der finnischen Grenze an und folgt dieser knapp innerhalb Finnlands (Maakunta Lappi) bis zum in die Skibotnelva entwässernden Grenzsee Čoahppejávri (680 m), den sie zuerst südlich -, und (nach einem Schwenk in Nordostrichtung) östlich passiert, nach westlicher Passage des Lossujärvi (809 m) sich wieder mit der Staatsgrenze Norwegen/Finnland vereinigt und als Lyngenfjord(Kåfjordelva)/Torneälven-Wasserscheide zum Grenzberg Haltitunturi (1.328 m, höchster Berg Finnlands) ansteigt, auf dem jenseits des Ostsee(Torneälven)gebietes das Einzugsgebiet der Kåfjordelva (und damit auch des Lyngenfjords) endet und jenes der Reisaelva beginnt.

Lothar Sowada, CC BY-SA 3.0. Der am Gipfel des Haltitunturi stehende Grenzstein 303B markiert den höchsten Punkt Finnlands

Die 127 km lange Reisaelva entsteht im Hochgebirge des Reisa nasjonalpark aus den Quellflüssen Raisædno, der aus dem 5,5 km² großen See Ráisjávri (444 m) abfließt, und Njallajåkka (Quellsee Sáitejávri, 410 m). In Nordwestrichtung durch meist unberührte Täler fließend stürzt sie sich im Oberlauf über mehrere Wasserfälle in die Tiefe (siehe Bild unten); im Mittel- und Unterlauf wechseln sich seeartige Stauungen und langsame Fließstrecken ab. Kurz nach der an der E 6 gelegenen Ortschaft Storslett mündet sie in den 32 km langen Reisafjord, der wie der westlich benachbarte Lyngenfjord ins Europäische Nordmeer übergeht.

© reisaelva.no

Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide folgt als Raisaelva/Torneälven-Wasserscheide, – die Quellgebiete diverser Zuflussbäche des linken Torneälven-Nebenflusses Muonionjoki östlich begrenzend -, rund 70 km lang in Südostrichtung (nicht immer exakt) dem Verlauf der Staatsgrenze Finnland/Norwegen und endet im Gebiet des in der Fylke Finnmark (nordöstlichster Teil der Region Nord-Norge) im Gemeindegebiet von Kautokeino gelegenen grenznahen Hügelzuges Oadjevárri (512 m), bei dem auf der Nordmeerseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet der Reiselva endet und jenes des Altaelv (auch Kautokeinoelva) beginnt.

© Bo Davidsson

Der 240 km lange Altaelv entsteht auf rund 500 m Seehöhe im Finnmarksvidda genannten Hochland der Finnmark aus dem Zusammenfluss mehrerer Quellbäche und fließt stets in grundsätzlicher Nordrichtung. Im Oberlauf wechseln sich seeartige Strecken mit schnellfließenden Stromschnellen ab. An diesem Flussabschnitt liegt der Hauptort der Gemeinde Kautikeino (303 m, im Bild unten), der sich als Hauptstadt der Samen bezeichnet, und es wird der Oberlauf des Altaelv bis zu seiner Einmündung in den 17 km langen und 6,75 km² großen Stausee Virdnejávri (250 m) auch Kautokeinoelva genannt.

© Svein Askheim

Im Mittellauf fließt der Altaelv durch mehrere Canyons, von denen der rund 10 km lange und 300–420 m tiefe Sautso am eindrucksvollsten ist. Schließlich mündet der Fluss bei der an der Europastraße 6 gelegenen Stadt Alta in den 35 km langen, 120 km östlich des Reisafjords und 250 km südwestlich des Nordkaps gelegenen Altafjord. Die am nördlichen Fjordeingang gelegenen Inseln Stjernøya, Sørøya, Seiland und Kvaloy, deren nur 130 km (Luftlinie) südwestlich des Nordkaps gelegener Hauptort Hammerfest (im Bild unten) lange Zeit als nördlichste Stadt der Welt galt, trennen den Altafjord von der offenen See des Europäischen Nordmeeres.

User:Clemensfranz, CC BY-SA 3.0

Die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide folgt als Altaelv/Torneälven-Wasserscheide allmählich in Ostrichtung drehend weiter der Staatsgrenze, passiert südlich den in den Altaelv entwässernden fast 5 km² großen Geađgejávri (387 m) und endet am südlich der Staatsgrenze innerhalb Finnlands (Landschaft Lappland) im Gemeindegebiet von Enontekiö gelegenen Hügelzug Palloselkä (440 m), da dort auf der Ostseeseite der Wasserscheide das Einzugsgebiet des Torneälven endet und jenes des Kemijoki (über dessen Zufluss Ounasjoki) beginnt.

Der 550 km lange Kemijoki ist der längste Fluss Finnlands. Sein 51.127 km² großes Einzugsgebiet umfasst den Großteil Finnisch-Lapplands; kleinere Gebiete liegen in Russland (Ostrand) und Norwegen (Kleinstgebiete am Nordrand). Er entsteht im Osten der finnischen Landschaft Lappland beim Kemihaara genannten Zusammenfluss der drei Quellflüsse Naltiohaara, Keskihaara und Kemihaara im Gemeindegebiet von Savukoski (230 m). In Südwestrichtung fließend erreicht der Kemijoki den Hauptort Savukoski, bei dem von Osten der 126 km lange aus Russland (Oblast Murmansk) kommende und im Mittellauf die Staatsgrenze Finnland/Russland bildende Tenniöjoki zufließt. Vor der 60 km flussabwärts gelegenen Ortschaft Pelkosenniemi fließen von links der 35 km lange Vuotosjoki -, und danach am nördlichen Ortsrand von Norden der 278 km lange Kitinen zu, der sich kurz vorher mit dem 227 km langen Luiro vereinigt hat.

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Bei der 60 km weiter südlich gelegenen Stadt Kemijärvi durchfließt der Fluss den 80 km langen, je nach Wasserstand bis zu 285 km² großen natürlichen See Kemijärvi. Der Kemijoki passiert die 100 km weiter westlich gelegene Stadt Rovaniemi, die nicht nur Hauptstadt der finnischen Landschaft Lappland, sondern auch Sitz der Kammer (und somit Amtssitz) des Weihnachtsmannes ist, bei der von Norden sein größter Nebenfluss, der 300 km lange im Gemeindegebiet von Enontekiö bei der Ortschaft Hetta dem Ounasjärvi entsprungene Ounasjoki einmündet (im Bild unten), der u. a. den Wintersportort Levi und das Gemeindegebiet von Kittilä passiert hat. Schließlich mündet der Kemijoki 120 km weiter südwestlich bei der Hafenstadt Kemi ca. 20 km östlich der Mündung des dort die finnisch/schwedische Grenze bildenden Torneälven in den Bottenwiek genannten nördlichsten Teil des Bottnischen Meerbusens und somit in die Ostsee.

MattiKSinisalo, CC BY-SA 3.0

Nur kurz verläuft die Europäisches Nordmeer/Ostsee-Wasserscheide als Altaelv/Kemijoki-Wasserscheide in Nordostrichtung, vereinigt sich südlich des 1 km² großen Šihččajávri (375 m, kältester Punkt Norwegens) wieder mit der Staatsgrenze, verläuft zwischen dem westlich gelegenen und in den Altaelv entwässernden norwegischen See Bajášjávri (414 m) und dem östlich im Pöyrisjärven erämaa-alue genannten Wildnisgebiet gelegenen 15 km² großen und in den Kemijoki entwässernden finnischen See Pöyrisjärvi (418 m, im Bild unten) bis zum Gipfel des Roavvoaivi (597 m), der im Gebiet des Øvre-Anárjohka Nationalparks knapp innerhalb Norwegens am Südostrand des Finnmarksvidda-Hochplateaus liegt, auf dem jenseits des Ostsee(Kemijoki)gebietes das Einzugsgebiet des Altaelv (und damit auch des Euoropäischen Nordmeeres und des Atlantik) endet und jenes des Tanaelva (auch Tenojoki) beginnt, der rund 150 km (Luftlinie) südöstlich des Nordkaps in den Tanafjord der Barentssee, einem Randmeer des Arktischen Ozeans (auch Nordpolarmeer genannt) mündet.

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Die inneratlantische Wasserscheide zwischen dem Atlantik-Nebenmeer Ostsee und dem Atlantik-Randmeer Europäisches Nordmeer trifft hier auf die Einzugsgebietsgrenze des Atlantiks (zum Arktischen Ozean) und endet. Diese Nordpolarmeer/Atlantik-Wasserscheide beginnt über 300 km (Luftlinie) weiter nördlich am Nordkap und verläuft in Südrichtung bis zum Finnmarksvidda-Hochplateau als Barentssee/Europäisches Nordmeer-Wasserscheide. Danach verläuft sie als Barentssee/Ostsee-Wasserscheide entlang der Ostausläufer des Skandinavischen Gebirges, tritt als Tanaelva/Kemijoki-Wasserscheide nach Finnland über und strebt in Ostrichtung dem Maanselkä genannten 750 km langen im Grenzgebiet Finnland/Russland verlaufenden Höhenzug zu (siehe dazu Ausführungen im Unterkapitel Die Atlantik (Ostsee und Europäisches Nordmeer)/Nordpolarmeer-Wasserscheide).